Gute Nachricht: Weniger PFAS im Trinkwasser!

Die Industrie hat seit mehreren Jahrzehnten bestimmte Schadstoffe nicht im Griff. Es sind einfach zu viele. Besonders die PFAS gelten als gesundheitsschädlich. Seit Januar treten neuen Grenzwerte für die Trinkwasserversorgung in Kraft.

Neue Grenzwerte schaffen sauberes Wasser
Neue Grenzwerte schaffen sauberes Wasser

PFAS ist eine Stoffgruppe, die besonders in der Küche zu finden ist. Viele haben bestimmt schwarze Plastiklöffel oder Pfannenheber. Auch die bekannte „Teflon-Pfanne“ ist mit der PTFE-Beschichtung aus der PFAS-Gruppe versehen.

Teflon & Co. haben die Stoffe berühmt gemacht

Aufgrund der einzigartigen Eigenschaften werden diese Verbindungen seit den 1940er Jahren genutzt und Küchenutensilien produziert.

PFAS finden sich auch in Outdoor-Bekleidung, wasserabweisender Ausrüstung oder schmutzabweisende Teppichböden und Autositzen. PFAS werden nicht abgebaut.

PFAS bleiben in tierischen Organismen und unseren Körpern

Sie können sich in tierischen Organismen und auch im menschlichen Körper anreichen. So gelangt PFAS durch das Trinkwasser und auch über Nahrungsmittel wie beispielsweise Gemüse, Fisch und Meeresfrüchte in unseren Körper.

"Die Chemikalien wurden in Luft, Wasser, Boden und in abgelegenen Gebieten, sowie im Menschen nachgewiesen. Die höchsten Konzentrationen dieser Chemikalien in der Umwelt werden häufig in Gebieten festgestellt, die mit punktuellen Umweltverschmutzungen in Verbindung stehen, z.B. durch industrielle Tätigkeiten.“, schreibt Greenpeace e.V.

Die neuen Grenzwerte in der Wasserversorgung sind gut für die menschliche Gesundheit und die Umwelt. Die Grenzwerte im Trinkwasser sind so strikt, dass keine gesundheitlichen Risiken mit dem Konsum von Leitungswasser einhergehen.

Die Wasserwerke sind für das Entfernen von PFAS-Rückständen verantwortlich

Dennoch fordern Wasserwerke wie die DVGW, dass der enorme Aufwand ein Ende haben muss und möchten PFAS komplett verbieten. Denn Wasserversorger sind in der Regel dafür verantwortlich PFAS-Rückstände zu entfernen.

Ein Ersetzen der Stoffe wäre für Mensch und Umwelt besser
Ein Ersetzen der Stoffe wäre für Mensch und Umwelt besser

Ein Ersetzen der PFAS-Verbindungen durch andere unbedenkliche Stoffe, wäre der einfachste Weg. So würde es keine weiteren Umweltbelastungen und Verschmutzungen durch PFAS im Trinkwasser geben.

Ein Verbot der Stoffe würde nicht nur uns sondern auch dem europaweiten Wasserverbrauch entgegenkommen

Es gibt bereits Verbote für bestimmte langkettige Variante der PFAS. Doch während langkettige PFAS wie PFOS und PFOA noch mit bestimmten Aufbereitungsverfahren aus dem Wasser zu entfernen sind, ist dies bei kurzkettigen PFAS nicht mehr so einfach möglich.

Der einzige Schritt ist eine Umkehrosmose, die einen Teil der PFAS aus dem Wasser entfernen kann. Durch die Umkehrosmose kann das PFAS-Konzentrat entfernt werden. Doch dieses Verfahren ist nicht nur kostspielig, sondern auch sehr intensiv im Wasserverbrauch.

„Je nach Betriebsweise steigt somit der Rohwasserbedarf um etwa 20–30 %. Dies ist angesichts bestehender Nutzungskonflikte und klimatischer Veränderungen kaum vertretbar.“, erläutert der DVGW e.V.

Quellenhinweise

Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches e.V. (2026). PFAS und Trinkwasser. PFAS. Wasserqualität. Wasser. Themen.

Greenpeace e.V. (2025). Untersuchung von per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) im Meeresschaum an Nord- und Ostsee-Stränden in Deutschland. Publikationen.