Die Organisation Ocean Cleanup feiert mit 25 Millionen Kilogramm Müll einen neuen Rekord

Die Meeresschutzorganisation agiert international und hat im vergangenen Jahr einen atemberaubenden Erfolg erzielt. Seit 2013 hat sie schätzungsweise 45 Kilogramm Müll aus den Meeren und Gewässern der Welt geholt.

Schon eine kleine Plastiktüten kann viel Schaden anrichten
Schon eine kleine Plastiktüten kann viel Schaden anrichten

Im letzten Jahr schaffte se sogar 25 Millionen Kilogramm in 365 Tagen. Vor allem Plastikmüll und Industrieschrott landen viel zu oft in den Meeren.

Der Anteil von Plastikmüll in den Meeren ist dramatisch

Die Plastikverschmutzung ist eine der größten Bedrohungen für das Ökosysteme der Meere. Besonders Mikro- und Nanoplastik sind sehr problematisch, da es nicht so einfach aussortiert werden kann.

Laut WWF landen jährlich circa 19 Milliardentonnen Müll in den Weltmeeren. Besonders die Meerestiere wie Fische und Vögel leiden unter dem Müll. Sie verenden oft in alten Fischereinetzen oder Verwechseln das Plastik mit Nahrung und versterben.

UN-Plastikabkommen vorerst gescheitert

Seit Jahren warnen Umweltverbände vor den Folgen. Das UN-Plastikabkommen ist im August 2025 vorerst gescheitert. Über 180 Länder fand nach über drei Jahren Verhandlungen in Genf keine Einigung über das mögliche Abkommen. Viele Länder hatte strikte Vorstellungen wie Einwegplastik in Zukunft verschwinden sollte. Einwegplastik ist eine der größten Plastikformen in der Umwelt. Doch Länder, die in der Regel Öl exportieren, wollten eine deutlich abgeschwächte Version.

Ocean Cleanup setzt auf internationale Zusammenarbeit

Die Organisation Ocean Cleanup setzt seit 2013 auf freiwilliges Engagement der Bürgerinnen und Bürger sowie auf Partner, die über Möglichkeiten verfügen mehrere Kilogramm Müll direkt aus dem Meer zu bergen.

Insgesamt zählt die Organisation mit dem Hauptsitz in Rotterdam über 150 festangestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Weltweit ist sie mit Partnerinnen und Partnern aus über 30 Ländern vernetzt.

Auch Korallenriffe leiden unter der Plastikverschmutzung
Auch Korallenriffe leiden unter der Plastikverschmutzung

Die Organisation beteiligt sich an verschiedenen Forschungsprojekten zum Thema Plastikmüll in den Ozeanen und Flüssen der Welt.

„Wir erforschen die Verschmutzung durch Plastik, um das Problem besser zu verstehen und effektivere Lösungen zu entwickeln. Unser Ziel ist es, eine Wissensplattform zum Thema Plastikverschmutzung zu werden und unsere Forschungsergebnisse offen zu teilen. Indem wir unsere Fänge aus Flüssen und Meeren quantifizieren und dokumentieren, können wir außerdem die Wirksamkeit von Maßnahmen zur Eindämmung der Verschmutzung an der Quelle messen.“, erläutert Ocean Cleanup.

Sie hat sich zum Ziel gesetzt bis 2040 insgesamt 90 Prozent des schwimmenden Plastiks aus den Ozeanen entfernt zu haben.

Der neue Rekord von 25 Millionen Kilo im Jahr 2025 macht Hoffnung auf weitere Rekorde. Was heute noch unmöglich scheint, könnte mit neuen Partnerländern und weiteren engagierten Unternehmen vielleicht tatsächlich gelingen.

Quellenhinweise

The ocean cleanup. (2025). Year in Review: The Ocean Cleanup Continues to Break Records. General. Updates

WWF e.V. (2026). Das kann kein Meer mehr schlucken: Unsere Ozeane versinken im Plastikmüll. Plastikmüll im Meer. Plastik. Themen und Projekte.