Die Klimaerwärmung ist in vollem Gang: Die Gletscher schmelzen!

Schlimme Meldungen aus Grönland: Die Gletscher schmelzen im Juni so rasant wie noch nie. Doch auch die Alpengletscher schmelzen immer weiter. Nächste Woche erwartet uns in Europa zudem eine massive Hitzewelle.

Thomas Dengfurt Thomas Dengfurt 18 Juni 2019 - 16:00 UTC
Gletscherschmelze
Aufgrund des Klimawandels schmelzen die Gletscher immer schneller ab.

Der Klimawandel schlägt immer mehr durch oder vielleicht sollte man besser sagen die Klimaerwärmung. Es ist Fakt, dass sich die globale Temperatur in den vergangenen Jahren immer weiter erhöht hat und zwar in den letzten 100 Jahren so schnell wie selten zuvor in der Erdgeschichte. Schaut man genauer hin, so findet man rückwirkend keinen vergleichbaren Zeitraum in der die Temperatur in so kurzer Zeit so stark angestiegen ist. Das sollte nachdenklich stimmen.

Aus Grönland erreichen uns nun Bilder die zeigen wie in diesem Juni die dortigen Gletscher überdurchschnittlich stark abgeschmolzen sind. Schlittenhunde rennen quasi durchs Schmelzwasser welches auf den Eisflächen steht. Auch die Alpengletscher mussten in den vergangenen Jahrzehnten einiges an Größe und Fläche einbüßen. Das könnte sich nächste Woche noch einmal drastisch verstärken, denn dann wird es offenbar extrem warm. Selbst in 1500 m Höhen könnten dann in den Alpen 28 bis knapp 30 Grad erreicht werden. Das sind in der Tat außergewöhnliche Werte.

Massive Höhenluft erreicht kommende Woche Mitteleuropa

Natürlich ist das Klima Wetter über einen sehr langen Zeitraum beobachtet. Daher kann man diese eine Ereignis auf Grönland nicht direkt 1:1 ummünzen. Aber die Faktenlage ist da eindeutig. Vergleicht man die Daten der vergangenen Jahrzehnte sieht man sehr gut, wie sich die globale Temperatur immer weiter erhöht hat. Fakt ist, dass es neben dem natürlich Klimawandel auch den menschengemachten Klimawandel gibt. Der Mensch ist nun mal in großer Zahl auf dem Planeten vertreten und hat natürlich mit seinem Handeln längerfristig auch Einfluss auf das Klima.

Wir hatten zuletzt 13 Monate in Folge die wärmer als der langjährige Durchschnitt der Jahres 1961 bis 1990 gewesen sind. Nach einem etwas zu kühlen Mai setzt sich diese warme Wetterlage auch im Juni fort. Der Juni ist im Osten des Landes bisher rekordwarm. Auch in den anderen Landesteilen ist der Monat bisher gut 1 bis 3 Grad wärmer als üblich. Nächste Woche könnte es einen ordentlichen Hitzenachschlag geben.

Hitzesommer 2019 nicht mehr unwahrscheinlich

Bereits vor Wochen hatten einige Wetterdienst vor einem heißen und trockenen Sommer gewarnt. Das scheint sich zumindest für den Juni zu bewahrheiten. Der Monat ist bisher sehr warm und es geht noch wärmer. Nächste Woche kommt neue Hitze aus Nordafrika in Richtung Mitteleuropa gezogen und es könnte abermals sehr heiß werden. Wie heiß genau, dass müssen wir abwarten.

Auch die längerfristigen Wettermodelle sehen mittlerweile einen eher warmen Juli und August auf Deutschland zukommen. Das könnte also eine sehr spannende Wetterlage werden. Allerdings bräuchten wir dringend Landregen, denn in einigen Regionen ist es aktuell deutlich zu trocken. Doch der bleibt erstmal aus. Hitze und Dürre dominieren die kommenden Tage. Unwetter sind meist nur der berühmte Tropfen auf den heißen Stein.

Werbung