Das unglaubliche und seltene optische Phänomen des "Brockengespenst". Wie entsteht es?

Dieses Phänomen äußert sich durch das Erscheinen einer großen, undefinierten und schwarzen Silhouette, die nichts anderes ist als der Schatten des Beobachters, umgeben von einem regenbogenähnlichen Lichthof.

Brockengespenst
Oft verblüfft seine Erscheinung den Betrachter so sehr, dass sie ihn in eine mystische Erfahrung führt.

Das Brockengespenst, auch bekannt als "Glorie", ist ein sehr seltenes optisches Phänomen, das unter besonderen atmosphärischen Bedingungen beim Wandern in den Bergen auftritt. Dieses Phänomen äußert sich durch das Erscheinen einer großen, undefinierten und schwarzen Silhouette, die nichts anderes als der Schatten des Beobachters ist, umgeben von einem regenbogenähnlichen Halo. Oft verblüfft sein Erscheinen den Beobachter so sehr, dass es ihn in eine mystische Erfahrung führt.

Warum ist es so selten zu beobachten?

Das Phänomen ist selten und schwer zu beobachten, weil es nur auftritt, wenn die Sonne recht tief steht, hinter dem Beobachter. Gleichzeitig muss sich dieser an der oberen Grenze einer Wolkenschicht befinden, die von einem klaren und heiteren Himmel dominiert wird.

Glorie
Das Phänomen der "Glorie" oder des "gebrochenen Spektrums" entsteht nach der gleichen Dynamik wie Regenbögen. Es ist nämlich das Ergebnis der Beugung des Sonnenlichts an Wassertropfen.

Nur so kann die Sonne den vergrößerten Schatten des Beobachters auf den weißen Wolkenteppich projizieren. Die Vergrößerung des Schattens, die der Beobachter wahrnimmt, ist eine Illusion, die dadurch entsteht, dass die Oberfläche der relativ nahen Wolken als gleich weit entfernt von den in den Wolkenlücken sichtbaren Objekten auf dem Boden angesehen wird, die in Wirklichkeit viel weiter entfernt sind.

Dieselbe Dynamik wie bei Regenbögen

Das Phänomen der "Glorie" oder "Brockengespenst" entsteht nach der gleichen Dynamik wie der Regenbogen. Tatsächlich ist es das Ergebnis der Beugung des Sonnenlichts an Wassertropfen.

Der einzige Unterschied liegt in der unterschiedlichen Größe der Wassertropfen. Beim Regenbogen sind die durch den Regen erzeugten Wassertropfen natürlich größer als die Wassertropfen in einer niedrigen (nicht sehr dicken) Wolke, wie im Fall von "Gloria".

Die Kugelgröße ist viel kleiner als die eines normalen Regenbogens und liegt je nach Größe der Tropfen zwischen 5° und 20°. Die Farben werden umso gesättigter, je größer die Wassertropfen sind, während die Farben bei kleinen Tropfen eher verblassen und sich dem Weiß annähern. Dies erklärt die bemerkenswerten chromatischen Unterschiede zwischen einem Regenbogen und dem "gebrochenen Spektrum".

Herkunft des Namens

Der Name dieses besonderen optischen Effekts stammt vom 1141 Meter hohen Brocken, dem höchsten Gipfel des Harzes in Norddeutschland, wo das Phänomen schon mehrfach beobachtet wurde, da die Gegend besonders neblig ist.

Glorie
Aus historischen Quellen wissen wir, dass die erste Beobachtung des Phänomens auf das Jahr 1736 zurückgeht, und zwar in den peruanischen Anden, berichtet von einer französischen Expedition.

Das Spektrum ist nur in großer Höhe, im Hochgebirge, bei niedrigen Wolken (Stratus, Stratocumulus) in der Nähe der Bergrücken zu beobachten. Noch häufiger wird es im Flug beobachtet, wenn sich ein Flugzeug über den Wolken bewegt und seinen Schatten auf sie projiziert, der in diesem Fall ebenfalls von einem kreisförmigen Regenbogen umgeben ist.

Die ersten Beobachtungen des seltenen Phänomens

Aus historischen Quellen wissen wir, dass die erste Beobachtung des Phänomens auf das Jahr 1736, in den peruanischen Anden zurückgeht, berichtet von einer französischen Expedition unter der Leitung von Charles Marie de La Condamine und Pierre Bouguer. Später wurde das Phänomen auch von Johann Esaias Silberschlag, einem deutschen Schäfer und Naturwissenschaftler, im Jahr 1780 beschrieben.

In China wird dieses Phänomen Buddha-Licht genannt. Es wurde oft auf hohen, wolkenbedeckten Bergen wie dem Huang Shan und dem Berg Emei beobachtet. Da der farbige Halo immer den Schatten des Beobachters umgibt, wurde es oft als Hinweis auf die persönliche Erleuchtung des Beobachters angesehen, die mit dem Buddha oder etwas Göttlichem verbunden ist.