Wird das eine Altweiber-Hitzewelle? Nach einem der heißesten Sommer seit Aufzeichnungsbeginn kommt die Hitze wieder
Hitzerekorde, große Trockenheit – und jetzt schon wieder schwitzen? Nach einem außergewöhnlichen Sommer könnte der Süden am Freitag erneut die 30-Grad-Marke knacken. Und dann geht es auch schon in den nächsten Tagen Vorort mit der ungewöhnlichen Wärme weiter. Während viele auf Abkühlung hoffen, legt der September nach. Droht eine längere Hitzephase oder bleibt es beim kurzen Comeback?

Der Sommer 2026 geht als einer der extremsten seit Messbeginn in die Geschichte ein. Mit einer Durchschnittstemperatur von 19,6 Grad war es der zweitwärmste Sommer seit 1881. Nach den vorläufigen Auswertungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) war die Saison zudem von einer extremen Dürre geprägt: Bundesweit fiel rund 28 Prozent weniger Niederschlag als im Schnitt der Referenzperiode 1961 bis 1990.
Besonders heftig traf es den Südwesten – am Hoch- und Oberrhein registrierten die Stationen örtlich über 50 Hitzetage. Ausgerechnet dort droht jetzt der nächste heiße Nachschlag.
Für hitzemüde Menschen bedeutet das erneut warme Wohnungen und anstrengende Nachmittage statt der erhofften Erholung, während die Nächte zumindest zeitweise Gelegenheit zum Lüften und Durchatmen bieten.
Warum die herbstliche Abkühlung nicht nachhaltig ist
Tiefausläufer bringen dem Norden, dank der klassischen Westwetterlage, wiederholt Wolken, Regen und Wind. Weiter südlich hält eine Hochdruckbrücke dagegen.
Kaltfronten verlieren beim Vorrücken nach Süden an Kraft. Nach dem europäischen Modell schwächt sich eine Front am Samstag so weit ab, dass sie den äußersten Süden nicht mehr wirksam abkühlt.
Gleichzeitig gelangt bereits am Freitag wärmere Luft aus Südwesteuropa nach Süddeutschland. Zum Sonntag dreht die Strömung zunehmend auf Südwest bis Süd: Heiße Subtropikluft erreicht Baden-Württemberg und Bayern . Das europäische Modell berechnet dann über dem Süden in ungefähr 1.500 Metern Höhe außergewöhnliche 18 bis 23 Grad.

Wie sich am Boden die Hitze etablieren wird
Unter Hochdruckeinfluss sinkt Luft ab, wird zusammengedrückt und erwärmt sich. Wolken lösen sich leichter auf.
Die Sonne erreicht den Boden, der Wärme an die darüberliegende Luft abgibt.
Luftbewegungen verteilen diese Wärme. Trockene Böden können die Erwärmung verstärken, weil weniger Energie für Verdunstung verbraucht wird.
So entstehen trotz längerer Nächte nochmals heiße Nachmittage. Kühle Morgenstunden, Tau und örtlicher Nebel vermitteln gleichzeitig Altweibersommergefühl.
Vier Tage zwischen Frösteln und Schwitzen
Freitag erreicht der Süden 26 bis 30 Grad, am Oberrhein örtlich mehr. Norden und Mitte bleiben mit Regen und möglichen Gewittern bei 18 bis 24 Grad.
Samstag folgen im Westen und Süden 24 bis 29 Grad, am Oberrhein örtlich 30 Grad. Norden und Osten erreichen dagegen 18 bis 24 Grad, begleitet von Wolken und teils kräftigem Wind.
#Großwetterlage
— Meteored Deutschland (@MeteoredDE) September 1, 2026
Zwischen Tief Tessa und Hoch Thomas bleibt Deutschland wettergeteilt
️ Heute im N Schauer, lokal Gewitter im S häufiger Sonne
️ Morgen bringt eine Front dem N Regen, Mitte und S bleiben meist trocken ️
Alle Infos
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Sonntag steigt die Temperatur im Südwesten auf bis zu 32 Grad. Westen und Süden erreichen sonst 25 bis 30 Grad, Norden und Osten 20 bis 25 Grad.
Montag bleiben Mitte und Süden bei 25 bis 30 Grad. Später drohen einzelne kräftige Gewitter. In der Nordhälfte werden 20 bis 25 Grad erwartet.
Eine Hitzephase die die drei Tage 'Wellen-Definition' verdient
Regional sind damit mindestens drei heiße Tage hintereinander angepeilt. Am Oberrhein rechnet das ECMWF auch mit 30 Grad am Dienstag und am Mittwoch kommt ditze mit bis 32 Grad ins östliche Alpnevorland an.