Wie hoch sind die Chancen, dass es nochmal Winterwetter gibt?

Winter, wo steckst Du? Wie viele Chancen hat der Winter in den nächsten Wocgen noch? Wie sieht die aktuelle Februarprognose aus? Wir schauen uns den aktuellen Stand in Sachen Winter etwas genauer an.

Leon Beurer Leon Beurer 23 Jan 2020 - 13:13 UTC
Winterwetter
Wie hoch sind die Chancen, dass es bis Ende Februar nochmal richtiges Winterwetter geben wird?

Die Winterwahrscheinlichkeit sinkt in der nächsten Woche mal wieder Richtung null. Statt Kälte und Schnee kommt Schwung in die Atmosphäre. Es gibt viel Wind, teilweise auch Sturm und damit verbunden wird es wieder deutlich milder werden. Lokal sind Höchstwerte über 10 Grad drin. Da stellt man sich langsam wirklich die Frage: Gibt es überhaupt nochmal Winterwetter in dieser Saison?

Wenn man nach Prozentangaben fragen würde, dann stehen die Chancen auf eine Einwinterung im Februar wohl nur noch bei 10 Prozent. Viel ist da laut aktuellem Langfristtrend einfach nicht mehr zu erwarten. Natürlich kann es nochmal Schnee geben oder auch frostige Nächte. Aber nach viel Schnee mit Dauerfrost, sieht es in dieser Saison leider ganz und gar nicht mehr aus.

Der US-Wetterdienst NOAA hat den Winter abgeschrieben

Schaut man sich die Prognose für den Februar 2020 vom US-Wetterdienst NOAA und seinem CFS-Modell an, dann ist schnell klar: Hier gibt es für den Winter nichts mehr zu holen. Der ist gelaufen. Der Monat soll teilweise 3 Grad zu warm ausfallen, nach Osteuropa hin sogar um bis zu 5 Grad zu warm. Das ist wirklich extrem zu warm. Wenn schon in Russland nur milde Luft unterwegs ist, dann kann man sich schon denken, dass das für unseren Winter aus nichts Gutes bedeuten kann.


Februar 2020
Ähnlich wie das US-Wettermodell, sieht auch das europäische Wettermodell einen sehr milden Februar auf ganz Europa zukommen.

Auch das europäische Wettermodelle sieht das ganze ähnlich. Keine Kälte und kaum Niederschläge. Da wird sogar mit einem extrem zu trockenen Monat gerechnet. Damit kann sich unter Umständen auch die Dürre wieder deutlich verstärken. So oder so, es ist alles mögliche zu erkennen in der Langfristprognose, nur eben keinerlei Winterwetter.

Bis zum Wochenende noch Ruhe vor dem Sturm

Derzeit liegt fast das ganze Land unter einer dicken Hochnebeldecke. Nur die Hochlagen gucken raus. Es ist einfach keine Luftbewegung mehr da und so konnte sich eine fette Inversionswetterlage einstellen. Unten ist es kalt und oben ist es sehr mild. So lange der hohe Luftdruck dominiert, bleibt das auch so. Das wird sich aber bald ändern. Nächste Woche kommt tiefer Luftdruck und damit auch Wind und dann löst sich der Nebel und Hochnebel schnell auf.

Dafür müssen wir in der kommenden Woche aber mit Sturm rechnen. Besonders betroffen könnte der Nordwesten sein. Das deutsche Wettermodell rechnet an der Nordsee sogar mit Böen um 150 km/h. Diese Entwicklung sollte man gut im Auge behalten. Es besteht Unwettergefahr durch schweren Sturm. Je nach Wettermodell ist die ganze Sache aber noch mit Unsicherheiten behaftet.

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