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Endlich Frühling: Hoch Renate bringt viel Sonnenschein!

Hoch Renate kommt und bringt viel Sonnenschein. Ab Donnerstag können wir regional mit bis zu 14 Sonnenstunden täglich rechnen. Endlich wird es schöner. Die Sache hat allerdings einen kleinen Haken.

Viel Sonne
Hoch Renate sorgt in den kommenden Tagen für viel Sonnenschein, die Nächte sind allerdings noch oft recht kühl.

Endlich gibt es etliche schöne Tage am Stück. Die Sonne scheint zwar schon aktuell recht viel, wird aber heute Nachmittag von einer Kaltfront und dessen Wolken nochmal unterbrochen. Doch ab morgen ist sie dann wieder da und bringt uns tolles Wetter bis über das kommende Wochenende hinaus. Den meisten Sonnenschein gibt es in der Mitte und im Süden. Im Norden ziehen anfangs noch ein paar Wolken durch. Es ist dann aber überall trocken und richtig schön.

Zu verdanken haben wir das tolle Wetter Hoch Renate. Das schiebt sich immer mehr Richtung Deutschland und beschert uns sonnige Tage. Das kleine Problem an der Sache: Hoch Renate sorgt meist für eine Luftströmung aus nördlichen Richtungen. Daher sind die Luftmassen ziemlich kalt. Doch zu dieser Jahreszeit kann die Sonne schon gut einheizen und daher steigen die Werte trotzdem auf 10 bis 17 Grad. Würden die Luftmassen aus Südwesten kommen, hätten wir wohl schon bis zu 25 Grad in den kommenden Tagen. So aber bleibt es kühler.

Sonnige Tage, klare und kalte Nächte

Sonnenschein am Tag bedeutet aber auch, dass die Nächte wieder ziemlich kühl werden. Die Tiefstwerte rutschen immer unter die 10-Grad-Marke und teilweise auch nahe an die 0-Grad-Marke heran. Aber dafür werden wir dann am Tag mit viel Sonnenschein verwöhnt und das wie gesagt bis weit in die nächste Woche hinein. Da wird es nur noch selten Regen geben. Das wiederum wird aber die Trockenheit in Deutschland deutlich verstärken.

Bleibt der Regen aus, dann droht Deutschland das vierte zu trockene Jahr in Folge. Bereits 2018, 2019 und 2020 fielen zu trocken aus.

Aktuell ist der April deutlich zu trocken. Über die Hälfte der üblichen Niederschlagsmengen ist bisher noch nicht gefallen und die Prognosen sehen in den kommenden Tagen weitgehend trockenes Wetter. Das bedeutet da wird auch erstmal nichts mehr viel vom Himmel kommen. Schon der März brachte wieder ein Defizit von 15 Prozent. Wenn sich die aktuelle Lage bestätigen sollte, dann könnte es im April ein Defizit von rund 50 Prozent geben. Das mag der ein oder andere vielleicht ganz anders wahrgenommen haben. Es war zwar wechselhaft, aber dabei kamen meist nur regionale und kurze Schauer vom Himmel. Viel zu wenig.

Dürre könnte wieder zum Problem werden

Die ersten Auswirkungen des wenigen Regens sind bereits spürbar bzw. sichtbar. Einige Flüsse haben recht wenig Wasser, dabei sollten sie im Frühling nach dem Winter eigentlich gut gefüllt sein. Der Rheinpegel bei Worms misste nur noch 1 Meter und hat damit den Bereich des Niedrigwassers erreicht. Der Trend für den Mai macht auch keine große Hoffnung.

Niedrigwasser
Die Pegel der deutschen Flüsse sind vielerorts schon wieder auf einem niedrigen Niveau angekommen. Die Trockenheit dauert an.

Das US-Wettermodell CFS und das europäische Wettermodell ECMWF sehen einen zu trockenen Mai für Deutschland. Die Lage könnte sich in Sachen Trockenheit also wieder zuspitzen. Das sind keine guten Nachrichten. Es droht das vierte zu trockene Jahr in Folge!