Wetter-Schock nach dem Spätsommer: Von 24 Grad auf 5 Grad in nur 48 Stunden – und in den Alpen droht der erste Schnee

Heute noch fast Sommer, am Sonntag nasskalter Herbst: Deutschland steht vor einem gewaltigen Temperatursturz. Innerhalb von zwei Tagen fallen die Werte regional um fast 20 Grad. Auf den Alpengipfeln wird es weiß.

Der Freitag ist so etwas wie das große Finale des Spätsommers. Sobald sich die Nebelfelder am Vormittag verzogen haben, strahlt in weiten Teilen des Landes die Sonne. Besonders im Südwesten wird es mit bis zu 24 Grad noch einmal richtig warm – für Mitte Oktober ein beachtlicher Wert, nur ein Grad unter einem offiziellen Sommertag.

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Doch der Schein trügt. Wo sich der Nebel länger hält, kommen die Temperaturen nicht über 12 Grad hinaus, und im Nordwesten verdichten sich bereits am Nachmittag die Wolken. Spätestens am Abend setzt dort Regen ein. Es ist der Startschuss für einen der heftigsten Wetterumschwünge dieses Herbstes.

Die Kaltfront kommt in der Nacht

In der Nacht zum Samstag rückt aus Nordwesten ein breites Regenband bis in die Mitte Deutschlands vor. An der Nordsee können sich sogar einzelne Gewitter bilden, gleichzeitig dreht der Wind auf Nordwest bis Nord und legt kräftig zu. An der Küste sind steife Böen zu erwarten.

Eben noch "zu warm" und ein paar Stunden später schlägt das Wetter in die andere Richtung um. Am Wochenende stellt sich eine negative Temperaturanomalie ein.
Eben noch "zu warm" und ein paar Stunden später schlägt das Wetter in die andere Richtung um. Am Wochenende stellt sich eine negative Temperaturanomalie ein.

Der Osten und Südosten bleibt vorerst noch verschont, hier ist es zunächst klar, später bildet sich gebietsweise Nebel. Die Tiefstwerte schwanken stark zwischen 14 Grad im Westen und 4 Grad im Südosten. Schon jetzt zeigt sich, wie unterschiedlich die Luftmassen über dem Land sind.

Samstag: Fast 15 Grad weniger als am Vortag

Am Samstag schlägt die kühle Nordluft voll zu. Der Regen zieht weiter in den Osten und Süden, und aus den Alpen heraus regnet es teils schauerartig und kräftig. In der Eifel bleibt das Thermometer bei mageren 9 Grad hängen – rund 15 Grad weniger als am Freitag im Südwesten.

Lediglich am östlichen Alpenrand sind noch bis zu 19 Grad möglich, im Süden Bayerns bleibt es bis zum Abend oft trocken. An Nord- und Ostsee frischt der Wind teils stürmisch auf. In der Nacht zum Sonntag sinken die Werte bei Auflockerungen bis auf 2 Grad.

Sonntag: Nur noch 5 Grad bei Dauerregen

Den Tiefpunkt erreicht der Absturz am Sonntag. Von Südosten verlagert sich der Regen in den Südwesten und Westen und bleibt dort teilweise den ganzen Tag hängen. Bei Dauerregen kommen die Temperaturen dort kaum über 5 Grad hinaus – von 24 auf 5 Grad innerhalb von nur 48 Stunden.

Das Wetter am Wochenende zeigt sich besonders im Südwesten wechselhaft.
Das Wetter am Wochenende zeigt sich besonders im Südwesten wechselhaft.

Im Südosten dagegen lässt sich die Sonne länger blicken, dort werden noch einmal bis zu 19 Grad erreicht. An den Küsten bläst ein kräftiger, böiger Wind aus Nordost, an der Ostsee teils in Sturmstärke. Ein Tag, an dem Sie je nach Wohnort entweder die Regenjacke oder die Sonnenbrille brauchen.

Erster Schnee auf den Alpengipfeln

Mit der kühlen Luft und den kräftigen Niederschlägen am Alpenrand rückt auch das Thema Schnee in den Fokus. In den Hochlagen der Alpen können die Niederschläge am Wochenende in Schnee übergehen, die höchsten Gipfel dürften sich weiß überzuckern.

Für das Flachland und die Mittelgebirge gibt es allerdings Entwarnung. Dort ist die Luft schlicht noch zu mild, Schneeflocken sind kein Thema. Ein echter Wintereinbruch bis in tiefere Lagen zeichnet sich in den nächsten Tagen nicht ab.

Ausblick: Nebel, Sonne und ein neuer Dämpfer

Zum Start in die neue Woche beruhigt sich die Lage. Am Montag regnet es im Westen anfangs noch, sonst setzt sich nach Nebelauflösung häufig die Sonne durch, bei 10 bis 19 Grad. Auch der Dienstag wird mit 11 bis 18 Grad oft freundlich, allerdings werden die Nächte mit Werten bis 2 Grad empfindlich kalt.

In den Alpen kann es in den Hochlagen am Wochenende sogar Schnee geben.
In den Alpen kann es in den Hochlagen am Wochenende sogar Schnee geben.

Ab Mittwoch zieht von Südwesten neuer Regen auf, mit 12 bis 19 Grad bleibt es aber mild. Der Donnerstag bringt eine Mischung aus Sonne und Regen bei 13 bis 18 Grad. Zum nächsten Wochenende deutet sich dann der nächste Dämpfer an: viele Wolken, immer wieder Regen, mehr Wind und langsam sinkende Temperaturen. Der Spätsommer ist damit endgültig Geschichte.