Lebensgefahr im Ferienparadies! Monster-Unwetter bringt 300 Liter Regen nach Valencia, Ibiza und Mallorca

Sonne, Strand, Herbstferien? Daraus wird nichts! Ein Monster-Unwetter rollt auf Spaniens Ostküste und die Balearen zu. Sturzfluten, Hagel und Sturmböen machen das Urlaubsparadies zur Gefahrenzone.

Eigentlich sollte es die perfekte Flucht vor dem grauen Herbst werden. Herbstferien, ab in den Flieger, noch einmal Sommer tanken an der Costa Blanca oder auf den Balearen. Doch ausgerechnet dort, wo jetzt Zehntausende deutsche Urlauber hinwollen, braut sich ein Monster-Unwetter zusammen.

Über dem westlichen Mittelmeer entsteht zum Wochenende ein kräftiges Unwettertief, das sich regelrecht an der spanischen Ostküste festbeißt.

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Der Höhepunkt wird nach aktuellem Stand für Sonntag und Montag erwartet. Im Visier stehen vor allem die Region Valencia, die Costa Blanca sowie die Ferieninseln Ibiza und Mallorca.

Was die Wettermodelle da zeigen, ist alles andere als harmlos: sintflutartiger Starkregen, Hagel und Sturmböen bis 100 km/h. Aus dem Ferienparadies wird örtlich eine Zone mit Lebensgefahr!

Über 300 Liter Regen: Gandia mitten im Zentrum

Die aktuellen Berechnungen des europäischen Wettermodells sind schlicht erschreckend. Bis Montagabend summieren sich die Regenmengen rund um Gandia auf mehr als 320 Liter pro Quadratmeter. Zum Vergleich: In Deutschland fällt so viel Regen im Schnitt in vier bis fünf Monaten. In Alzira sind es über 220 Liter, in Dénia knapp 200 Liter.

Nun trifft es in den kommenden Stunden erneut das westliche Mittelmeer. Ein neues Unwettertief sorgt für Starkregen - bis 300 (!!!) Liter!
Nun trifft es in den kommenden Stunden erneut das westliche Mittelmeer. Ein neues Unwettertief sorgt für Starkregen - bis 300 (!!!) Liter!

Auch die Großstadt Valencia bekommt mehr als 110 Liter pro Quadratmeter ab, in Sagunto sind es rund 95 Liter. Weiter nördlich bei Castelló de la Plana und Vinaròs kommen immer noch um die 60 Liter zusammen. Das Problem: Ein großer Teil davon fällt in nur wenigen Stunden. Die ausgedörrten Böden nach dem langen, heißen Sommer können diese Wassermassen kaum aufnehmen.

Ibiza und Mallorca: Auch die Ferieninseln werden getroffen

Wer glaubt, auf den Inseln sei man sicher, irrt leider gewaltig. Das Tief schickt seine Unwetterzellen weit hinaus aufs Meer, und Ibiza liegt mitten in einer Zone mit extremen Mengen. Rund um Ibiza-Stadt werden mehr als 120 Liter pro Quadratmeter berechnet.

Auf Mallorca sieht es etwas weniger dramatisch aus, entwarnen kann man dort trotzdem nicht. Vor allem der Osten und Südosten der Insel mit Manacor und Campos kommt auf knapp 50 Liter, in Palma sind es um die 25 Liter. Dazu können kräftige Gewitter mit Hagel und Sturmböen übers Wasser ziehen. Fähren und Flüge könnten durcheinandergewirbelt werden, Verspätungen oder Ausfälle sind möglich.

Die Erinnerung an die Todesflut 2024 ist noch frisch

Gerade in der Region Valencia läuten bei solchen Prognosen alle Alarmglocken. Ende Oktober 2024 hatte dort eine verheerende Flut ganze Ortschaften verwüstet, mehr als 220 Menschen kamen ums Leben. Auch damals steckte ein sogenannter Kaltlufttropfen dahinter, in Spanien als DANA gefürchtet.

Genau so eine Wetterlage droht jetzt wieder. Das noch sehr warme Mittelmeer liefert enorm viel Feuchtigkeit, in der Höhe liegt kalte Luft. Diese Mischung ist hochexplosiv. Gewitter können sich stundenlang über derselben Stelle entladen, aus harmlosen Bachbetten werden binnen Minuten reißende Ströme. Ob es ganz so schlimm wird wie 2024, lässt sich heute noch nicht sagen. Ernst nehmen muss man die Lage aber unbedingt.

Alicante, Murcia und Torrevieja: Im Süden etwas weniger Regen

Weiter südlich an der Costa Blanca zeigen die Karten geringere, aber immer noch kräftige Mengen. In Calp sind gut 60 Liter möglich, in Alicante, Torrevieja und Murcia jeweils um die 40 bis 50 Liter pro Quadratmeter. Im Hinterland bei Alcoy und Elda bleibt es mit 20 bis 35 Litern vergleichsweise ruhiger.

Eine Entwarnung ist das aber nicht. Gerade in den Küstenstädten reichen schon solche Mengen, um Straßen, Unterführungen und Tiefgaragen in kurzer Zeit volllaufen zu lassen. Dazu kommen Sturmböen und hoher Wellengang. Der Strand ist an diesen Tagen definitiv kein guter Ort.

So schützen Sie sich im Urlaub

Wer jetzt in den Herbstferien nach Spanien fliegt oder schon vor Ort ist, sollte die Lage genau im Blick behalten. Achten Sie unbedingt auf die Warnungen der spanischen Behörden und auf Hinweise Ihres Hotels oder Reiseveranstalters. Bei akuter Gefahr verschickt Spanien Warnmeldungen direkt aufs Handy. Diese Nachrichten sollten Sie auf keinen Fall einfach wegklicken.

Am Sonntag und Montag treibt ein Unwettertief sein Unwesen im westlichen Mittelmeerraum. Das kann sehr gefährlich werden.
Am Sonntag und Montag treibt ein Unwettertief sein Unwesen im westlichen Mittelmeerraum. Das kann sehr gefährlich werden.

Meiden Sie bei Starkregen unbedingt ausgetrocknete Flussbetten, Unterführungen und Tiefgaragen. Fahren Sie nicht durch überflutete Straßen, schon 30 Zentimeter Wasser können ein Auto wegspülen. Verschieben Sie Ausflüge am Sonntag und Montag lieber und bleiben Sie in sicheren, höher gelegenen Gebäuden. Und prüfen Sie vor der Abreise den Status Ihres Fluges. Wie lange sich das Monster-Unwetter hält, ist noch unsicher.