Was rollt am kommenden Dienstag auf Deutschland zu? Meteorologe schlägt Alarm: "So extrem hatten wir das selten im Mai!"

Eisige Polarluft kracht am Dienstag über Deutschland! Die Schneefallgrenze sackt rapide ab, stellenweise bis auf 500 Meter runter. Pankratius zeigt sein hässlichstes Gesicht – und Gärtner müssen sich warm anziehen.
Was sich da am Wochenstart über Mitteleuropa zusammenbraut, das hat es wirklich in sich! Ein kräftiger Höhentrog schaufelt ab Montag eiskalte Polarluft direkt aus dem Nordmeer bis runter zu den Alpen.
Die aktuellen Berechnungen des europäischen ECMWF und auch das amerikanische NOAA-GFS zeigen für Dienstagnachmittag in 1.500 Metern Höhe Werte um minus 4 Grad über Süddeutschland. So eisige Werte sieht man eher Ende März, nicht ausgerechnet zu Pankratius mitten im Wonnemonat Mai.
Schneefallgrenze stürzt rapide ab
Und das macht sich sofort bemerkbar: Innerhalb weniger Stunden rauscht die Schneefallgrenze regelrecht in den Keller. In den Alpen rechne ich mit Schnee bis etwa 1.000 Meter, in den deutschen Mittelgebirgen oberhalb von 700 bis 900 Metern.
Vom Schwarzwald über die Eifel und das Sauerland bis hinüber ins Erzgebirge mischt sich verbreitet Schnee unter den Regen. Auf den höhergelegenen Bundesstraßen kann es richtig glatt werden – Sommerreifen sind hier definitiv ein Problem!
500 Meter? Ja, kurzzeitig sogar das!
Der eigentliche Hammer kommt aber in den kräftigen Schauer- und Graupelzellen. Zieht so ein dicker Brocken durch, kühlt sich die Luftmasse schlagartig nochmal kräftig ab.

Die effektive Schneefallgrenze sackt dann lokal bis auf 500 Meter ab! Auf der Schwäbischen Alb, im südlichen Hunsrück oder im Bayerischen Oberland kann es kurz weiß werden. Mitten im Mai – in dieser Heftigkeit gab es das zuletzt im Jahr 2019.
Frost-Alarm in den Nächten – Gärtner aufgepasst!
Noch unangenehmer wird die Nacht zum Mittwoch. Klart der Himmel zwischen den Schauern mal auf, fällt das Thermometer in vielen Tälern auf 0 bis plus 2 Grad. In Bodennähe drohen leichte bis mäßige Fröste mit Werten zwischen minus 1 und minus 4 Grad. Wer seine Tomaten, Gurken oder Geranien schon rausgestellt hat, sollte heute Abend wirklich handeln. Sonst ist die ganze Bepflanzung morgen früh hinüber!
Bibber-Wetter bis Christi Himmelfahrt
Eine schnelle Erholung? Fehlanzeige. Auch Mittwoch und Donnerstag bleiben die Werte mit gerade mal 9 bis 14 Grad ungemütlich kalt, dazu immer wieder kräftige Schauer und sogar Graupelgewitter.
An Christi Himmelfahrt ist von Vatertags-Stimmung wenig zu spüren – statt Bollerwagen und kurze Hose heißt es eher Regenjacke und Wollpulli. Ausflüge bitte gut planen, ein Blick aufs Wetterradar vorm Losfahren spart hier so manchen Schreck.
Wann kommt endlich die Wende?
Erst zum kommenden Wochenende deutet sich eine zaghafte Erwärmung an. Die ECMWF-Ensembles bringen die Temperaturen langsam wieder Richtung 18 bis 20 Grad, auch der Niederschlag lässt dann nach. Bis dahin gilt aber: Heizung wieder hoch, Schal raus, empfindliche Pflanzen rein! Der Mai 2026 wird in die Wetterstatistik eingehen – als ein Monat, in dem die Eisheiligen ihrem alten Ruf wirklich gerecht wurden.
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