Von Schauerwolken zum Frühlingslicht: Wie Berlin dem astronomischen Frühling entgegengeht und jeden Tag heller wird

Schauer, Graupel und Wind bestimmen noch die erste Wochenhälfte in Berlin. Doch pünktlich zur Tagundnachtgleiche am Freitag kehrt der Frühling zurück – mit Sonne, milder Luft und täglich längerem Licht.

Frühling in Sicht: Mit Kaffee, Longboard und Regenjacke startet dieser Berliner in einen Tag voller Sonne und längerer Lichtstunden.
Frühling in Sicht: Mit Kaffee, Longboard und Regenjacke startet dieser Berliner in einen Tag voller Sonne und längerer Lichtstunden.

Die neue Woche beginnt in Berlin zunächst mit Wetter, das eher an launische Apriltage erinnert als an den nahenden Frühling. Wolken ziehen rasch über den Himmel, zwischendurch gehen Schauer nieder, gelegentlich mischt sich sogar Graupel darunter.

Dazu frischt der Wind spürbar auf und sorgt dafür, dass sich die Temperaturen kühler anfühlen als sie tatsächlich sind.

Am Dienstag zeigt sich die Atmosphäre noch wechselhaft, doch bereits jetzt deutet sich eine langsame Beruhigung an. Hinter den letzten Schauern lockern die Wolken zunehmend auf. Gerade in den Morgenstunden bleibt es allerdings frisch: In leicht wolkigen Nächten kann das Thermometer noch einmal in Richtung Gefrierpunkt sinken.

Mehr Sonne auf dem Weg zur Tagundnachtgleiche

Im Laufe der Woche übernimmt dann Hoch Lukas allmählich die Regie über das Wetter in der Hauptstadtregion. Die Luft wird stabiler, die Schauer verschwinden, und die Sonne gewinnt mehr und mehr Raum am Himmel.

Schon am Mittwoch erleben viele Berliner einen deutlich freundlicheren Tag. Häufig scheint die Sonne von einem weitgehend klaren Himmel, und die Temperaturen steigen wieder an. Die Höchstwerte liegen zwischen 14 und 16 Grad, begleitet von einem schwachen, zeitweise mäßigen Wind aus Südost bis Ost. Werte in diesem Bereich sorgen dafür, dass sich die Stadt erstmals in dieser Woche wieder spürbar frühlingshaft anfühlt.

Auch die Nacht zum Donnerstag verläuft überwiegend ruhig. Bei meist geringer Bewölkung bleibt es trocken, und die Temperaturen sinken auf 3 bis -2 Grad, bei schwachem Wind.

Der große Moment: Die Tagundnachtgleiche

Der Donnerstag bleibt unter Hochdruckeinfluss zunächst überwiegend freundlich. Der Himmel zeigt sich heiter bis wolkig, erst am Abend können sich im Norden dichtere Wolken bemerkbar machen, Regen ist jedoch zunächst nicht zu erwarten. Die Temperaturen erreichen 14 bis 17 Grad, bei schwachem Wind aus wechselnden Richtungen, der am Nachmittag und Abend auf Nordwest dreht.

Am Freitag erreicht diese Entwicklung ihren symbolischen Höhepunkt. Dann ist Frühlingsanfang – zumindest aus astronomischer Sicht.

Am 20. März um 15:45 Uhr (MEZ) steht die Sonne exakt über dem Äquator. Dieser Moment wird als Tagundnachtgleiche oder Äquinoktium bezeichnet.

An diesem Tag dauert weltweit fast überall auf der Erde Tag und Nacht nahezu gleich lang. Auch in Berlin teilen sich Licht und Dunkelheit den Tag nahezu gerecht. Danach jedoch gewinnt das Licht täglich weiter an Boden. Mit jedem Morgen geht die Sonne ein wenig früher auf, und am Abend bleibt es länger hell.

Frühling spürbar in der Hauptstadt

In der Nacht zum Freitag zieht allerdings noch einmal dichtere Bewölkung auf, und von Norden kann vorübergehend Regen durchziehen. Die Temperaturen gehen auf 4 bis 1 Grad zurück, bodennah ist stellenweise Frost möglich, bei schwachem Wind aus Nordwest bis Nord.

Der Freitag selbst zeigt sich dann wechselnd bewölkt. Im Tagesverlauf lockert es immer wieder auf, besonders am Nachmittag. In der Südhälfte Brandenburgs kann anfangs noch etwas Regen fallen, sonst bleibt es meist trocken. Die Höchsttemperaturen erreichen 10 bis 12 Grad, begleitet von schwachem bis mäßigem Wind aus Nord bis Nordost.

In der folgenden Nacht kühlt es bei meist geringer Bewölkung erneut deutlich ab. Die Temperaturen sinken auf +2 bis -2 Grad, in Bodennähe tritt verbreitet Frost auf. Dazu weht ein schwacher bis mäßiger Nordostwind.

Während sich die Parks langsam wieder füllen und Cafés ihre ersten Tische nach draußen stellen, macht sich auch in der Natur ein vorsichtiger Wandel bemerkbar. Knospen öffnen sich, mehr Blüten erscheinen, und die längeren Tage bringen neues Leben in die Stadt.

So führt der Weg dieser Märzwoche von grauen Schauerwolken hin zu mehr Sonnen-Licht und milder Luft. Wenn am Freitag schließlich der astronomische Frühling beginnt, passt auch das Wetterbild dazu: Berlin startet in eine Jahreszeit, die mit jedem Tag ein wenig länger heller und sonniger wird.