Update: 40 Grad im Sommer 2026 - So groß ist die Chance und diese Regionen trifft die Hitze zuerst

Die Langfristmodelle liegen auf dem Tisch und ein Wert sticht heraus. Wir zeigen, wie realistisch 40 Grad sind und welche Regionen im Sommer 2026 zur Hitze-Hölle werden.
Die Langfristmodelle für den Sommer 2026 liegen auf dem Tisch, und ein Signal ist so deutlich wie selten: Bundesweit liegt die Wahrscheinlichkeit für einen deutlich zu warmen Sommer bei rund 80 Prozent. Einzelne Läufe gehen sogar auf 85 Prozent hoch.
Sowohl die SEAS5-Berechnungen des ECMWF als auch das US-Modell CFSv2 und die Multimodell-Karten von Copernicus C3S setzen den kräftigsten Wärmeüberschuss in den Juli. Juni, Juli und August liefern sich ein enges Rennen, doch der Juli zieht den anderen Monaten davon.
So realistisch sind 40 Grad
Jetzt die Frage, die alle umtreibt: Knacken wir die 40-Grad-Marke? Ehrlich gesagt ist das die hohe Kunst. Die Modelle zeichnen Spitzen von 37 bis 38 Grad – der ganz große Ausreißer nach oben braucht ein perfektes Setup.
SEAS5 ist das saisonale Vorhersagesystem des ECMWF, das mit einem großen Ensemble gekoppelter Modellläufe Prognosen bis zu 7 Monate im Voraus erstellt. Es liefert keine Tagesprognosen, sondern Wahrscheinlichkeiten für Abweichungen von Temperatur und Niederschlag vom langjährigen Mittel.
Dafür müsste sich ein stabiler Hitzedom über Mitteleuropa festsetzen und zugleich heiße Luft aus Spanien und Nordafrika zu uns lenken. Möglich ist das, der Allzeitrekord liegt bei 41,2 Grad. Wahrscheinlich ist es nicht – die Modelle bremsen die großen Erwartungen.
Diese Regionen trifft die Hitze zuerst
Wer die größte Chance auf extreme Hitze hat, steht fest: der Oberrhein und das Rhein-Main-Gebiet. Hier klettern die Höchstwerte im Hochsommer immer wieder Richtung 35 bis 38 Grad – die heißesten Ecken der Republik.
Auch Bayern, Baden-Württemberg und der ganze Westen bekommen die Hitze voll ab. Genau dort, im Kessel zwischen Frankfurt, Mannheim und Freiburg, ist die 40-Grad-Marke am ehesten ein Thema. Tropische Nächte mit über 20 Grad kommen in den Ballungsräumen noch obendrauf.
Im Osten droht der Dürre-Stress
Der Osten spielt in einer eigenen Liga. Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Sachsen liegen ebenfalls im Hitze-Fokus, kämpfen aber zusätzlich mit dem größten Trockenheitsrisiko bundesweit. Die Böden sind nach dem zu trockenen Frühjahr ausgezehrt.

Auch in Franken und entlang des Rheins drohen Trockenstress, braune Wiesen und sinkende Flusspegel. Die NASA-Berechnungen rechnen mit einer Abweichung von ein bis zwei Grad über dem Klimamittel. Der Sommer 2026 wird damit zur echten Belastungsprobe.
Der Norden bleibt der Gewinner
Wer einen entspannten Sommer sucht, fährt am besten an die Küste. Im Nordwesten, an Nord- und Ostsee fällt das Hitzesignal spürbar geringer aus, die Höchstwerte bleiben oft bei moderaten 28 bis 32 Grad.
Schleswig-Holstein und Niedersachsen liefern damit am ehesten das, was viele unter Sommer verstehen: warm genug zum Baden, ohne dass die Klimaanlage zur Überlebensfrage wird. Der Nordosten tendiert sogar zu etwas mehr Regen. Für Strandurlauber ist das die gute Nachricht des Sommers.
Mein Fazit
Unterm Strich steht ein Sommer, der es in sich hat: zu warm, im Süden und Osten zu trocken, mit dem Juli als heißem Höhepunkt. Spitzen um 37 bis 38 Grad sind realistisch eingepreist.
Die 40-Grad-Marke bleibt das Sahnehäubchen für die Hitze-Fans – möglich am Oberrhein, aber keineswegs gesetzt. Eines ist sicher: Wer empfindlich ist, sollte die Mittagshitze meiden und genug trinken. Der Sommer 2026 zeigt die Krallen.
Verpassen Sie nicht die neuesten Nachrichten von Meteored und genießen Sie alle unsere Inhalte auf Google Discover völlig KOSTENLOS
+ Folgen Sie Meteored