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Achtung: Höchste Unwetterstufe violett! Es drohen extreme Unwetter

Gewittertief Emmelinde bringt heute gefährliche Unwetter nach Deutschland. Es muss vor extremen Unwettern durch Orkanböen, großen Hagel und Platzregen gewarnt werden. Sogar Tornados sind möglich.

unwetter deutschland
Ab dem Nachmittag kommt von West nach Ost eine gefährliche Unwetterlage auf Deutschland zu.

Nach den gestrigen Gewittern kommt ab dem Nachmittag die nächste Gewitterfront nach Deutschland gezogen. Das Unwettertief Emmelinde zieht mit seinem Zentrum von Frankreich nach Deutschland. Dabei zieht es einmal von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz über die Landesmitte weiter bis zu Berlin, Brandenburg und Sachsen. Es handelt sich dabei um eine organisierte Unwetterfront. Dabei kommt es zu großem Hagel, Sturm- oder sogar Orkanböen und Platzregen. Dabei besteht beim Durchzug der Unwetterfront ein hohes Gefahrenpotenzial. Bäume können umstürzen, Straßen und Bahnverbindungen blockiert sein. Es werden Erinnerungen an das Pfingstunwetter im Jahr 2014 wach.

Los geht es kurz nach Mittag. Ab 13 bis 14 Uhr erreichen die ersten Ausläufer von Emmelinde den äußersten Westen von Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Verfolgt dazu auch bitte unsere Unwetterwarnungen, damit ihr immer aktuell informiert seid. Die Unwetterfront zieht dann weiter nach Niedersachsen und Hessen, bis zum Abend werden auch Sachsen-Anhalt, Sachsen, Thüringen sowie Berlin und Brandenburg betroffen sein. Auch weiter nördlich und südlich kann es natürlich zu starken Gewittern kommen. Allerdings sind das meist einzelne, lokale Gewitter. Bei Emmelinde handelt es sich dagegen um eine Unwetterfront.

Orkanböen möglich

Die größte Gefahr geht dabei weniger von Regen oder Hagel aus, es sind mehr die starken Winde, die anstehen. Im Zentrum der Unwetterfront können die heftigen Höhenwinde bis runter an den Erdboden durchgemischt werden. Damit sind auch unten am Erdboden Orkanböen möglich. Je nach Wettermodell werden Spitzenböen um 120 bis 140 km/h berechnet. Das ein oder andere Wettermodell rechnet sogar mehr als 150 km/h. Die Bäume stehen im vollen Laubkleid, sind also sehr angreifbar für solche Böen. Da werden reihenweise Bäume umstürzen. Bitte wachsam sein, das Auto, wenn möglich in die Garage fahren und heute in den betroffenen Gebieten keine Ausflüge unternehmen und schon gar nicht in die Wälder.

Gewitter
Die Karte zeigt die Blitze die ab der Mittagszeit den Westen Deutschland erreichen. Die ersten Unwetter ziehen dann nach Deutschland.

Starkregen kann regional Keller volllaufen lassen. Dabei könnte auch wieder das Ahrtal betroffen sein. Dort kam es erst am Montag zu Starkregen mit Überflutungen. Das ist auch heute wieder möglich. Dazu wird es im Süden des Landes ungewöhnlich heiß. Im Breisgau steigen die Temperaturen heute Nachmittag auf 33 oder gar 34 Grad. Auch sonst werden in der Mitte bis zu 32 Grad erreicht.

Gewitter lassen in der Nacht langsam nach

Erst am späten Abend erreichen die Gewitter und Unwetter dann auch den Osten. Dort wird es dann in Sachsen, Berlin und Brandenburg besonders brenzlig. Es drohen auch hier schwere Gewitter. Orkanböen sind dabei wieder das größte Problem. Dazu Starkregen und großer Hagel. Erst in der Nacht lassen die Gewitter langsam nach und das Unwettertief zieht nach Polen weiter.

Morgen wird es dann freundlicher und teilweise auch sommerlich. Im Norden gibt es noch einzelne Schauer, in der Mitte und im Süden scheint dagegen oft die Sonne. Dort kommt das Hoch Zeus an. Der Sonntag bringt dann in ganz Deutschlands schönes Maisommerwetter, bevor sich am Montag die nächste Unwetterlage einstellt. Wir halten Euch auf dem Laufenden.