Unwetter auf den Kanaren: Extreme Regenmengen und Sturm - Meteorologe warnt: "200 bis über 300 Liter Regen drohen"
Vorsicht für Urlauber und Einheimische auf den Kanaren: Schwere Unwetter bedrohen die Inseln im Atlantik aufgrund von ungewöhnlich heftigen Regenmassen, Stürmen und meterhohen Wellen. Der spanische Wetterdienst hat entsprechende Warnungen für die Region ausgegeben.

Die bei Touristen beliebten Kanaren droht mit dem ausgeprägten Wolkenwirbel von Tief "Therese" eine markante Unwetterlage. Dabei drohen neben einem ausgeprägtem Sturm und meterhohen Wellen vor allem extreme Regenmengen in kurzer Zeit. Dabei sind in einigen Regionen 200 bis über 300 Liter Regen pro Quadratmeter möglich!
Die Kanarischen Inseln sind eigentlich für ihr ganzjährig sehr mildes und relativ stabiles Wetter bekannt und deshalb auch bei Urlaubern aus Deutschland sehr beliebt. Jetzt aber drohen Teilen der Kanaren Starkregenfälle, wie sie seit Menschengedenken die Region nicht mehr heimgesucht haben könnten.
Unwetterwarnung vom spanischen Wetterdienst Aemet
Von den markanten Regenfällen werden besonders die südwestlichen Inseln der Kanaren betroffen sein. Höchste Alarmstufe gilt dabei im Westen von La Palma sowie im Süden von Teneriffa und Gran Canaria, wo die größten Regenmengen erwartet werden.
Die Kanaren sind vulkanischen Ursprungs und haben stark zerklüftete Gebirge bis über 3000 Meter Höhe. Der höchste Berg Spaniens, der Pico del Teide, befindet sich auf der Insel Teneriffa mit 3718 Metern. Durch die hohen Gebirge kommen zusätzliche größere Staueffekte zum Tragen und es drohen Sturzfluten, Erdrutsche und größere Überschwemmungen. In engen Gebirgstälern besteht dadurch akute Lebensgefahr!
Bitte von Freitag bis Sonntag auf allen südwestlichen Inseln der Kanaren an einem sicheren Ort sein, besonders im Westen von La Palma sowie im Süden von Teneriffa und Gran Canaria.
— Jörg @kachelmann anderswo: @realkachelmann (@Kachelmann) March 17, 2026
Es wird womöglich Regenmengen geben, wie sie seit Menschengedenken nicht gefallen sind in kurzer
Der spanische Wetterdienst Aemet warnt inzwischen in aller Deutlichkeit vor den Unwettern. In den betroffenen Regionen sollten unbedingt die aktuellen Unwetterwarnungen aufmerksam verfolgt und entsprechende Warnungen ernst genommen werden. Menschen in den betroffenen Regionen sollten sich von diesem Freitag bis zum Sonntag unbedingt an einem sicheren Ort aufhalten.
Angesichts der drohenden Gefahren haben auf den Kanaren umfangreiche Schutzmaßnahmen begonnen. So wurden bereits Schulen und Kindergärten geschlossen und die Behörden riefen dazu auf, wo immer möglich von zu Hause aus zu arbeiten.
Viel Schnee im Hochgebirge
Flüge zu den am westlichsten gelegenen Inseln La Palma und El Hierro wurden zu anderen Flughäfen umgeleitet. Mit zunehmendem Sturm könnten weitere Flüge ausfallen und der Betrieb von Fähren stillgelegt werden. An den Küsten drohen infolge des Sturms meterhohe Wellen von über fünf Metern Höhe.
Betroffen von dem Sturm sind übrigens auch die Azoren, wo an den Nordküsten über 8 Meter hohe Wellen möglich sind. In den Hochlagen der kanarischen Gebirge fällt der Niederschlag oberhalb von 1800 bis 2000 Meter als Schnee und dort können erhebliche Schneemengen zusammenkommen.