Hitze-Hammer hält an nach Pfingsten – jetzt zeigen die Modelle, was das für den Sommer 2026 bedeutet

Auch nach Pfingsten lässt das Sommerhoch Alexander nicht locker, bis zur Wochenmitte bleibt es heiß. Doch wann kippt die Lage und was sagt diese frühe Hitze über den Sommer 2026 aus.
Wer gehofft hatte, mit dem Pfingstmontag sei die Hitze auch schon wieder vorbei, darf aufatmen oder sich warm anziehen – je nach Geschmack. Das Sommerhoch bleibt uns nämlich erhalten.
Auch in der neuen Woche dominiert die Hochdruckbrücke das Wettergeschehen über Deutschland, und die Temperaturen verharren auf hochsommerlichem Niveau. Die große Frage lautet jetzt: Wie lange geht das so weiter?
So heiß werden die nächsten Tage
Von Dienstag bis etwa Mittwoch ändert sich am Grundmuster wenig. Der Wärmeschwerpunkt verlagert sich dabei spürbar in den Südwesten und Süden, wo am Oberrhein und in Südbayern erneut Werte zwischen 30 und 35 Grad drin sind.

Etwas anders sieht es im Norden aus: An den Küsten und in Schleswig-Holstein bremst kühlere Meeresluft die Temperaturen auf angenehmere 22 bis 25 Grad. Regen bleibt fast überall die große Ausnahme.
Ab Wochenmitte kippt die Großwetterlage
Doch die Hitze hat ein Verfallsdatum. In der zweiten Wochenhälfte verlagert sich das Hoch nach Westen, und auf seiner Rückseite dreht die Strömung auf Nord. Damit gelangt deutlich frischere Luft nach Mitteleuropa.

Die Berechnungen des ECMWF lassen die Höchstwerte zum kommenden Wochenende verbreitet auf 18 bis 22 Grad zurückgehen, im Süden bleibt es mit bis zu 24 Grad noch etwas wärmer. Der erste Hitzeschub des Jahres findet damit sein vorläufiges Ende.
Anfang Juni droht die Schafskälte
Pünktlich zum Monatswechsel rückt ein altbekanntes Phänomen in den Fokus: die Schafskälte. Noch ringen die Modelle um die Details, denn der zerfallende Polarwirbel schickt einzelne Kaltluftcluster Richtung Europa.
Setzt sich diese Variante durch, sacken die Mittelwerte Anfang Juni auf rund 20 Grad ab. Die Wahrscheinlichkeit für eine spürbare Abkühlung zum Juni-Beginn liegt derzeit bei etwa 55 Prozent – ein nachhaltiger Sommerdurchbruch sieht anders aus.
Was die frühe Hitze für den Sommer 2026 verrät
Und genau hier wird es für den Gesamtsommer interessant. Eine derart kräftige Hitze schon in der letzten Maiwoche ist ein deutliches Signal. Die saisonalen Berechnungen von NOAA CFSv2 und NASA GEOS-5 zeigen für Juni bis August eine Abweichung von rund zwei Grad über dem langjährigen Mittel.
Dazu liegt das Mittelmeer bereits jetzt ungewöhnlich warm, was zusätzliche Energie für spätere Hitzewellen liefert. Die Chance auf einen deutlich zu warmen Sommer 2026 liegt damit bei rund 80 Prozent.
Fazit: Eine Vorschau, kein Dauerzustand
Unterm Strich heißt das: Die Hitze begleitet uns noch bis ungefähr zur Wochenmitte, danach folgt eine spürbare Verschnaufpause mit möglichem Schafskälte-Einschlag. Die warme Maiwoche ist aber kein Ausreißer, sondern eher ein Vorgeschmack auf das, was im Hochsommer noch kommen dürfte. Der Sommer 2026 hat seine heißeste Phase mit großer Wahrscheinlichkeit noch vor sich.
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