Startet bereits die Gewittersaison? Am Horizont sind schon die ersten Starkregenereignisse auszumachen!
Nach zunächst ruhigen Tagen baut sich im Hintergrund eine neue ‚unschöne‘ Wetter-Dynamik auf: Erste gewittrige Starkregen deuten sich an, denn die Atmosphäre wird spürbar deutlich instabiler.

Der Frühling mit winkt letzendlich mit 25 Grad nach einer Phase mit zunehmender Wetterberuhigung. Denn es setzt sich zum Wochenende ein freundlicher und deutlich stabilerer Witterungscharakter durch.
Verantwortlich ist ein sich vorübergehend regenerierender Höhenrücken, der sich von Westen über Mitteleuropa ausdehnt und den zuvor noch wirksamen Tiefdruckeinfluss weitgehend zurückdrängt.
Am Boden unterstützt ein Hochdruckkeil diese Entwicklung, sodass in vielen Regionen zunächst schon fast sommerliche Wettererscheineungen evoziert werden.
Schon geht's los: Aprilsommer mit sommerlicher Wärme inklusive sommerlichen Gewittern
Der Samstag startet vielerorts freundlich bis sonnig. Die Luftmasse ist im Vergleich zu den Vortagen deutlich milder geworden. Die Temperaturen erreichen in der Fläche meist 18 bis 22 Grad, im Südwesten lokal sogar bis etwa 23 bis 25 Grad. In Richtung Nordosten bleibt es mit 10 bis 15 Grad etwas frischer.
In etwa 850 hPa liegen die Temperaturen bei rund +3 bis +8 Grad, was für eine regionale Einmilderung spricht.
Zunächst dominiert also ruhiges Frühlingswetter. Der Wind bleibt schwach bis mäßig und dreht zunehmend auf südliche bis südöstliche Richtungen.
Aber Achtung: damit wird kontinuierlich etwas feuchtere Luft herangeführt, während sich gleichzeitig erste schwache Störungen in der Höhe bemerkbar machen. Das wiederum iniziert die zahlreichen Wolken und Instabilität der Schichtung.
Im Tagesverlauf nimmt die Labilität der Atmosphäre langsam zu. Zwar bleibt die großräumige Dynamik noch begrenzt, doch lokal können bei Auflockerungen bereits erste Konvektionsprozesse angestoßen werden und die Schauerneigung steigt, den der Tiefdruckeinfluss mit der vom Nordwesten mit einem Ausläufer und wärmeren Luftmassen in 850 hPa nimmt zu.

Erste Gewitterzellen, Starkregenereignisse und stürmische Böen
Besonders am späteren Nachmittag und Abend steigt die Wahrscheinlichkeit für einzelne, teils kräftige Schauer und Gewitter. Diese bleiben zwar räumlich begrenzt, können jedoch lokal intensiv ausfallen.
Starkregenfälle mit Niederschlagsraten von über 10 bis 20 mm in kurzer Zeit können auftreten. In Gewitternähe sind Böen zwischen etwa 40 und stürmischen 70 km/h wahrscheinlich.
Die Niederschlagssäule enthält dabei etwa 15 bis 25 mm niederschlagbares Wasser, was bei konvektiven Entwicklungen punktuell für Starkregen sorgt. Hagel spielt aufgrund der insgesamt noch begrenzten Dynamik nur eine untergeordnete Rolle.
Sonntag: kälter, schauerartiger Niederschlag- aber nicht durchgehend nass
Am Sonntag setzt sich die wechselhafte Entwicklung fort. Die Temperaturen bleiben mit meist 12 bis 17 Grad im mäßig milden Bereich. Es treten wiederholt Regengebiete auf, die gebietsweise 5 bis 10 l/m² bringen, lokal auch mehr durch schauerartige Verstärkungen.
Die Gewitter entstehen im aktuellen Setup nicht flächig, sondern ausschließlich dort, wo kurzfristig Hebungsimpulse durchziehen.
Viel los über unseren Köpfen
Denn Auslöser ist ein schwaches, ostwärts abziehendes Höhentief, was die Luft in der mittleren Troposphäre zum Aufsteigen anregt. Sobald diese Hebung ausreicht, wird die vorhandene Labilität punktuell aktiviert – dann können sich rasch einzelne Schauer- oder Gewitterzellen entwickeln.
Außerhalb dieser Hebungszonen dominiert jedoch Absinken, sodass viele Regionen trotz ähnlicher Ausgangslage stabil und trocken bleiben.
Genau diese räumlich stark begrenzte Dynamik erklärt die hohe Unsicherheit und die nur sehr lokale Gewitterneigung.
Damit handelt es sich noch nicht um eine flächige Gewitterlage, sondern eher um erste, punktuelle konvektive Entladungen im Übergang zur unbeständigeren Wetterphase.
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