Nach dem Saharastaub kehrt der Frühling nach NRW zurück - Meteorologe verspricht: "Sonne und 20 Grad"
Saharastaub über Deutschland sorgt für dichte Wolken und eine schwierige Wettervorhersage. In den kommenden Tagen kommt die Sonne nach NRW zurück und lässt auch die Temperaturen wieder deutlich ansteigen.

Im Grunde wirkte das Wetter zu Wochenbeginn in Deutschland erstmal unspektakulär. Der Himmel ist auch in Nordrhein-Westfalen (NRW) grau in grau und dort wo es regnete, gab es den sogenannten "Blutregen". Dabei wird der rötlich-bräunliche Saharastaub mit dem Regen aus der Atmosphäre gewaschen und setzt sich beispielsweise auf Autos nieder, erkennbar an den braun-orangen Flecken.
Blutregen ist übrigens kein meteorologischer oder wissenschaftlicher Begriff, sondern eine umgangssprachliche Redewendung, die von vielen Medien gerne benutzt wird. Im Mittelalter wurde "Blutregen" oft als göttliches Omen oder Warnzeichen interpretiert, die große Angst und Furcht vor Krieg, Seuchen oder den Zorn Gottes auslösten. Damals war die natürliche Ursache (Saharastaub) noch unbekannt.
Probleme der Wettermodelle bei Saharastaub
Die Wettervorhersage wird übrigens durch den Saharastaub erschwert, da die Staubpartikel Einfluss auf die Wolkenbildung haben. Viele Modelle unterschätzen diese Wirkung und berechnen häufig viel Sonnenschein, während es in der Realität deutlich bewölkter und die Sicht zudem deutlich eingetrübt ist. Dadurch wird oftmals auch die Temperaturprognose von den Modellen zu hoch berechnet, da die Wolken und die dichte Staubschicht die Sonneneinstrahlung deutlich abschirmen.
Einiges an Saharastaub über Deutschland heute. Auch auf dem Satellitenbild die typischen geriffelten Strukturen erkennbar: https://t.co/HwYMm2uTts https://t.co/dyHA6bsJRV#Wetter #Saharastaub #Satellitenbilder #Deutschland pic.twitter.com/bhDOCdJmjr
— WetterKontor (@WetterKontor) April 13, 2026
Auf dem Satellitenbild zeigen die Wolken bei Saharastaub oft eine wellenförmige, "gerippte" und "geriffelte" Struktur, so wie sie am Montag über Deutschland gut zu erkennen war. Während in den nächsten Tagen die Wolken in weiten Teilen des Landes noch zäh bleiben können, verschwindet in der äußersten Westhälfte Deutschlands, und damit auch in NRW, der Saharastaub und die Sonne kann sich wieder besser durchsetzten.
Nach dem trüben Montag in NRW mit gelegentlichem Regen und kühlen Temperaturen von nur um die 10 Grad, verstärkt sich am Dienstag wieder der Hochdruckeinfluss. Dabei kann es Richtung Ostwestfalen-Lippe anfangs noch stark bewölkt sein, sonst scheint aber schon verbreitet die Sonne mit einigen dichteren Quellwolken, zum Abend ist es in ganz NRW freundlich. Die Temperaturen legen im Vergleich zum Vortag spürbar zu und erreichen 13 Grad an der Weser und 17 Grad am Rhein, kühler ist es im Hochsauerland mit maximal 9 Grad.
Temperatur-Entwicklung
— Meteored Deutschland (@MeteoredDE) April 13, 2026
️ Temperaturtrend: Anfangs noch gedämpft mit 1015 °C, regional kühler
Anstieg: Zur Wochenmitte wieder milder mit 1520 °C
Nächte: Kühl mit +8 bis 0 °C, örtlich Frost möglich
Alle Infos zum Wetter gibt es hier
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In der Nacht zu Mittwoch ist der Himmel gering bewölkt bis klar und es wird kalt bei 5 bis 0 Grad, in einigen Tallagen des Berglands bis -2 Grad. Verbreitet kann es somit zu Bodenfrost kommen.
Frühlingshaft warme Aussichten
Tagsüber wird es am Mittwoch viel Sonnenschein mit nur wenigen Wolken geben und die Temperaturen kratzen wieder an der 20 Grad-Marke. Die Höchstwerte liegen im Flachland verbreitet bei 16 bis 19 Grad, am Rhein um die 20 Grad. Nur im höheren Bergland wird es mit 13 Grad nicht ganz so warm.
Ab Donnerstag kommen dann zwar wieder mehr Wolken ins Spiel und somit wird es nicht mehr ganz so sonnig wie die Tage zuvor werden. Ganz vereinzelt ist dann auch mal ein Schauer oder ein kurzes Gewitter dabei, meistens und vielerorts bleibt es aber auch trocken. Dazu bleibt es bis zum Wochenende frühlingshaft mild bei Werten bis an die 20 Grad-Marke und auch die Nächte werden durch die zeitweiligen Wolken nicht mehr so kühl werden.
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