"Wasser marsch!" Über 50 Liter Regen für NRW - Temperatursturz

Nach dem langen und sommerlich warmen Wochenende in Deutschland wird in dieser Woche alles anders. Über NRW formiert sich eine Luftmassengrenze und bringt neben einer markanten Abkühlung auch jede Menge Regen. Ein Segen für die trockene Natur oder schon "zuviel des Guten"?

Im Bereich einer Luftmassengrenze bestimmen in dieser Woche kräftige Regenfälle das Wetter in NRW
Im Bereich einer Luftmassengrenze bestimmen in dieser Woche kräftige Regenfälle das Wetter in NRW

Nach dem Bilderbuchwetter am 1. Maifeiertag mit einem strahlend blauen und wolkenlosem Himmel über ganz Deutschland, brachte das vergangene Wochenende in einer schwül-warmen Luftmasse die ersten kräftigen Gewitter nach Nordrhein-Westfalen (NRW).

Wie für sommerliche Gewitterlagen typisch kam es dabei zu großen regionalen Unterschieden bei den Regenmengen. Während einige Gebiete keinen oder nur wenig Niederschlag verzeichneten, gab es an einigen Stationen im Land über 20 Liter auf den Quadratmeter (mm). Spitzenreiter war dabei die Wetterstation in Duisburg-Baerl mit 22,6 mm Regen, gefolgt von Baesweiler (20,9 mm), Willich (20,8 mm) und Aachen-Orsbach (20,7 mm).

Kräftige Abkühlung nach dem Sommer-Wochenende

Am vergangenen Wochenende war es dazu noch verbreitet sommerlich warm mit Temperaturen von über 25 Grad, die wärmsten Orte waren in NRW am vergangenen Samstag Bielefeld, Lippstadt und Bonn-Auerberg mit Werten um 27 Grad. Noch wärmer wurde es am Sonntag im äußersten Osten Deutschlands, hier wurde in Cottbus mit 29,4°C die 30 Grad-Marke nur knapp verfehlt.

Von solchen Temperaturen können wir in NRW in dieser Woche nur träumen, denn neben jeder Menge Regen steht auch eine markante Abkühlung bevor. Im kräftigen Dauerregen werden zur Wochenmitte teilweise nur Werte um 10 Grad erreicht. Erst zum kommenden Wochenende hin könnte es wieder deutlich wärmer werden.

Am Dienstag baut sich über der Mitte Deutschlands und damit auch in NRW eine Luftmassengrenze auf. Während in den Süden und Südosten des Landes nochmals frühsommerlich warme Luftmassen strömen, erreicht den Norden und Nordwesten deutlich kältere Luft aus Nordeuropa.

Am Dienstag gibt es in NRW bei starker Bewölkung zunächst nur einzelne Schauer, am Nachmittag breitet sich in der Südhälfte des Landes aber zunehmend kräftiger Dauerregen aus, dabei sind auch einzelne Gewitter mit Starkregen möglich. Die Höchstwerte liegen zwischen 14 Grad im Norden und 18 Grad vor dem Regen im Süden von NRW. In der Nacht zum Mittwoch breitet sich der teilweise kräftige Dauerregen auf ganz NRW aus bei Tiefstwerten von 10 bis 6 Grad.

Über 50 Liter Regen möglich

Am Mittwoch verlagert sich der Niederschlagsschwerpunkt in die Nordhälfte des Landes. Hier kann es bei Temperaturen von nur 10 bis 13 Grad den ganzen Tag weiter regnen, im Süden sind besonders am Nachmittag auch mal längere Regenpausen dabei, hier können die Temperaturen bis 16 Grad erreichen. Dabei können bis zum Mittwochabend verbreitet 20 bis 40 Liter Regen zusammenkommen, regional sind auch Mengen über 50 mm möglich! Nach der Trockenheit wird sich die Natur über den satten Regen freuen, trotzdem sind örtlich bei Starkregen auch Überflutungen möglich.

Am Donnerstag ist örtlich noch leichter Regen möglich, größere Mengen sind dann aber nicht mehr zu erwarten. Es bleibt kühl bei Werten von 13 bis 16 Grad, im Hochsauerland um 9 Grad. Ab Freitag werden dann wieder deutlich wärmere Luftmassen aus dem Süden nach NRW geführt und auch die Sonne kommt wieder häufiger zum Zuge. Die Höchstwerte steigen am Freitag auf 20 Grad und könnten am Samstag wieder an der 25 Grad-Marke knabbern. Ob dann schon wieder Schauer und Gewitter eine Rolle spielen, muss allerdings noch abgewartet werden.

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