Fast 30°C Wassertemperatur: Was braut sich am Mittelmeer zusammen?

Hitzewellen, schwere Waldbrände und Trockenheit ohne Ende. Rund ums Mittelmeer werden die Menschen ordentlich gebeutelt. Nun droht neues Ungemach. Die Wassertemperaturen nähern sich lokal der 30-Grad-Marke. Es drohen schwer Unwetter, im Herbst sogar hurrikanartige Stürme, die Medicanes.

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Im Mittelmeer könnte es bald zu einer Quallenplage kommen. Zudem drohen schwere Unwetter.

Jetzt wird es richtig spannend rund ums Mittelmeer. Die Temperaturen des Meerwassers steigen und steigen immer weiter an. Besonders rund um die Balearen wurden fast schon 30 Grad gemessen. Damit liegen wir gut 5 Grad über den für die Jahreszeit normalen Werten. Das ist einfach nur noch eine warme Badewanne. Abkühlung findet man bei diesen Spitzenwerten kaum noch. Die Lage könnte sich auch noch als sehr gefährlich entwickeln. Ab 27 Grad und mehr bilden sich im Atlantik die gefährlichen Hurrikans. Das könnte nun auch im Herbst gehäuft im Mittelmeer passieren. Dort nennt man das Phänomen Medicanes.

Es sind im Grunde wirbelsturmartige Entwicklungen, da steckt auch ein wenig Hurrikan mit drin. Strömen im Herbst aus Norden kühlere Luftmassen über das extrem warme Mittelmeer, regt das die Bildung solcher Stürme enorm an, vielleicht auch schon im August oder September. Das warme Wasser begünstigt diese Entwicklung enorm. Es drohen schwere Unwetter durch Sturm und Starkregen. Das sind alles andere als gute Aussichten. Erst verbrennt alles und trocknet aus und jetzt kommen die Regenfluten.

Quallenplage droht im Mittelmeer

Aber es geht noch weiter. Aufgrund der hohen Temperaturen droht regional eine Quallenplage. Die Tiere vermehren sich bei diesen hohen Werten geradezu sprunghaft. Nicht zuletzt kam es immer öfters zur Sichtung von Haien. Denen gefällt das sehr warme Wasser natürlich auch nur zu gut. Man sieht also, da drohen unter Umständen bald viele weitere Probleme rund ums Mittelmeer, für die Anwohner, aber natürlich auch für die vielen Urlauber. Da könnte der Urlaub bald noch recht gefährlich werden.

Die hohen Temperaturen werden bis weit in den Winter hinein erhalten bleiben. Sollten dann milde Südwestwinde in der eigentlich kalten Jahreszeit von dort zu uns wehen, dann stehen uns zeitweise sehr warme Witterungsabschnitte bevor. Ein milder Winter wäre nicht das schlechteste, sollte es Probleme mit den Gaslieferungen geben.

Hitzepeak in Deutschland, Montag bis 39 °C

Während es rund ums Mittelmeer sehr heiß weitergeht, müssen wir auch in Deutschland heute mal wieder schwitzen und das von München bis nach Hamburg. Die Höchstwerte erreichen heute 30 bis 35 Grad, stellenweise auch 37 bis 39 Grad. Abends ziehen dann aus Westen Schauer und Gewitter auf, aber es drohen keine flächendeckenden Niederschläge und kaum Unwetter. Die Abkühlung verläuft eher ganz langsam durch einen Luftmassenwechsel, viel wird nicht passieren.

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So heiß wird der heutige Montag in Deutschland ausfallen, teilweise deutlich mehr als 35 Grad.

Der Trend für die kommenden 10 bis 14 Tage zeigt für Deutschland sommerliche Temperaturen und dazu viel Trockenheit. Regen ist teilweise gar keiner in Sicht und das weiterhin über einen längeren Zeitraum. Perspektivisch tut sich da rein gar nichts an der aktuellen Lage ändern.

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