Meteorologe warnt: "Da geht nichts mehr" Orkantief mit Schneechaos, Eisregen und Orkanböen bis 140 km/h in Deutschland

Deutschland steht vor einem massiven Wetterumbruch: Orkanböen, Eisregen und Schneestürme legen ganze Regionen lahm und lassen Erinnerungen an den Winter 1978/79 wieder aufleben.
Ein extremes Orkantief steuert am Freitag direkt auf Deutschland zu und bringt eine Wetterlage von historischer Dimension. Meteorologen warnen vor einem explosiven Zusammenspiel aus Wind, Schnee und Eis, das sich innerhalb weniger Stunden zuspitzt.
Besonders brisant ist die exakte Zugbahn des Tiefs, die mitten über Deutschland verläuft. Dadurch geraten mehrere Regionen gleichzeitig unter akute Unwettergefahr, während sich die Fronten kaum verlagern. Die Situation gilt als hochdynamisch, mit raschen Wetterumschwüngen, die Planungen nahezu unmöglich machen und den gesamten Tagesverlauf prägen werden.
Orkan im Westen und Südwesten
Im Westen und Südwesten entfaltet der Sturm seine volle zerstörerische Kraft. In Rheinland-Pfalz, Hessen, dem Saarland sowie in Teilen von Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg werden Orkanböen bis 140 km/h in höheren Lagen erwartet. Selbst in tieferen Regionen drohen schwere Sturmböen um 100 km/h. Bäume können entwurzelt werden, Dächer beschädigt und Stromleitungen beschädigt.
Besonders gefährlich sind umherfliegende Trümmer, die zur ernsthaften Gefahr für Menschen werden. Behörden rechnen mit zahlreichen Feuerwehreinsätzen und warnen eindringlich davor, sich unnötig im Freien aufzuhalten.
Eisregen und Tauwetter als zusätzliche Gefahr
Zusätzlich zum Sturm sorgt die kritische Temperaturverteilung für massive Probleme. Zunächst fällt vielerorts gefährlicher Eisregen, der Straßen und Gehwege spiegelglatt werden lässt. Kurz darauf folgt Regen und rapides Tauwetter, wodurch sich die Lage weiter verschärft. Überflutete Straßen, blockierte Abflüsse und Aquaplaning sind möglich.

Besonders in Mittelgebirgslagen kann der Wechsel zwischen Frost und Tau massive Verkehrsprobleme verursachen. Einsatzkräfte warnen vor kaum kalkulierbaren Risiken, da sich die Bedingungen innerhalb kürzester Zeit drastisch ändern können.
Schneeinferno im Nordosten
Während der Westen vom Sturm gepeitscht wird, droht dem Nordosten ein echtes Schneeinferno. Dort bleibt die Luft eisig, und das Orkantief zapft die kalte Seite an. Innerhalb kurzer Zeit fallen 10 bis 20 Zentimeter Neuschnee, lokal sogar mehr. Gleichzeitig sorgt starker bis schwerer Sturm für massive Schneeverwehungen, die Straßen unpassierbar machen.
Autofahrer könnten stecken bleiben, Räumdienste stoßen an ihre Grenzen. Teilweise wird es auf den Straßen buchstäblich kein Durchkommen mehr geben, ein Szenario, das Erinnerungen an den legendären Winter 1978/79 wachruft.
Verkehr vor dem Kollaps
Die Auswirkungen auf den Verkehr könnten dramatisch ausfallen. Straßen, Schienen und Flughäfen sind gleichermaßen bedroht. Umgestürzte Bäume, vereiste Oberleitungen und verwehte Gleise können den Bahnverkehr regional zum Erliegen bringen. Flughäfen müssen mit Verspätungen und Ausfällen rechnen, während auf Autobahnen lange Staus drohen.

Experten sprechen von einer hohen Wahrscheinlichkeit großflächiger Einschränkungen, insbesondere während der Hauptverkehrszeiten. Pendler und Reisende sollten sich auf erhebliche Verzögerungen einstellen oder Fahrten besser ganz verschieben.
Kälterückfall nach dem Sturm
Nach dem Durchzug des Orkantiefs ist die Lage noch lange nicht entspannt. In der Nacht auf Samstag strömt auf der Rückseite des Tiefs deutlich kältere Luft ein. Niederschläge gehen im Südwesten erneut in Schnee bis in tiefe Lagen über. Nasse Straßen gefrieren, Glätte breitet sich aus, und der Winter meldet sich mit Macht zurück.
Die Kombination aus Sturmfolgen und neuem Schneefall macht die Situation besonders heikel. Experten warnen: Dieser Wettertag könnte Deutschland noch lange beschäftigen.