Laut Atmosphärenforscher droht "seltenes Wetterphänomen": Niederschlagsabkühlung bringt Karnevalsschnee!

Neue Modelle sehen ein seltenes Wetterphänomen: Niederschlagsabkühlung könnte überraschend Schnee bis in tiefe Lagen bringen. Experten warnen vor spontanen Wetterwechseln rund um Rosenmontag.
Die Großwetterlage bleibt vor den Karnevalstagen ausgesprochen spannend. Während milde Atlantikluft immer wieder Regen bringt, liegt östlich davon weiterhin kalte Luft sehr nahe an Deutschland. Genau diese Konstellation sorgt dafür, dass kleine Verschiebungen in den Modellen große Auswirkungen haben können.
Laut Experteneinschätzungen ist die Atmosphäre derzeit besonders anfällig für kurzfristige Abkühlungen. Tagsüber wirkt vieles eher nasskalt und unspektakulär, doch nachts reicht oft schon ein schwacher Impuls, damit Niederschläge in Schnee übergehen.
Seltenes Wetterphänomen: Niederschlagsabkühlung
Meteorologen sprechen aktuell von einem eher seltenen Mechanismus, der für Überraschungen sorgen kann: die Niederschlagsabkühlung. Dabei kühlt intensiver Niederschlag die Luftschichten so stark ab, dass Regen plötzlich bis in tiefe Lagen als Schnee fällt.
Besonders nachts kann dieser Effekt stärker ausfallen, wenn die Temperaturen ohnehin nahe am Gefrierpunkt liegen. Genau deshalb halten Wetterexperten kurzfristige Schneefälle selbst dort für möglich, wo zuvor noch Regen erwartet wurde.
Rosenmontag im Fokus der Modelle
Einige aktuelle Berechnungen lassen sogar den Rosenmontag zeitweise winterlich erscheinen. Zwar sprechen die Modelle weiterhin gegen einen nachhaltigen Wintereinbruch, doch einzelne Niederschlagsfelder könnten bei passenden Bedingungen bis in die Niederungen als Schnee fallen. Besonders in der Nacht und am frühen Morgen steigt die Wahrscheinlichkeit für weiße Überraschungen.
Entscheidend bleibt, wie weit sich die kalte Nordostluft behaupten kann und ob sich die seltene Abkühlung durch Niederschlag tatsächlich durchsetzt.
Nasskalte Tage, frostige Nächte
Insgesamt bewegt sich das Temperaturniveau meist im Bereich von wenigen Grad über null, nachts jedoch häufig nahe am Gefrierpunkt oder leicht darunter. Diese Kombination sorgt dafür, dass Straßenverhältnisse sich schnell ändern können. Gefrierender Regen, Schneeregen oder kurzer Schneefall bleiben mögliche Begleiter der Karnevalstage.

Besonders in windgeschützten Regionen kann sich Kaltluft länger halten, wodurch dort die Chancen auf winterliche Phasen etwas höher liegen als im Westen.
Regenmengen bleiben ein großes Thema
Neben der Schneefrage spielt auch der Regen eine wichtige Rolle. Die Modelle berechnen weiterhin teils ergiebige Niederschläge im Westen und Südwesten, die bis Fastnachtsdienstag größere Mengen erreichen können. Dadurch bleibt das Wetter insgesamt eher grau und feucht. Selbst wenn Schnee fällt, wird er in vielen Regionen nur vorübergehend liegen bleiben. Die Schneefallgrenze schwankt stark und reagiert empfindlich auf Intensität und Zeitpunkt der Niederschläge.
Keine große Winterwende in Sicht
Trotz aller Spannung deutet sich nach aktuellem Stand kein flächendeckender Wintereinbruch an. Vielmehr bleibt Deutschland in einer nasskalten Übergangslage, in der Regen, Schneeregen und kurze Schneeschauer wechseln. Genau das macht die kommenden Tage so unwegsam und schwer vorherzusagen. Überraschungsschnee bleibt möglich, vor allem nachts und rund um kräftigere Niederschläge, doch dauerhaft winterlich wird es voraussichtlich nicht. Wer an Karneval unterwegs ist, sollte daher mit schnellen Wetterwechseln rechnen.