Keine Hitzewelle im Juli?

Nach einem viel zu warmen Juni, kocht der Juli nun auf Sparflamme. Da sind derzeit keine neuen Hitzewellen in Sicht. Das könnte sogar bis weit nach Monatsmitte so bleiben. Wird es ein kühler Juli?

Leon Beurer Leon Beurer 05 Juli 2019 - 11:08 UTC
Juli 2019
Geht dem Sommer im Juli die Puste aus?

Der heutige Freitag und auch der Samstag bringen dem Süden Deutschlands nochmal viel Sonnenschein und auch sommerliche Temperaturen. Dort sind 25 bis 30, am Samstag sogar bis zu 32 Grad möglich. Hoch Winnie dreht nochmal richtig auf und bringt dem Süden ein Wochenende mit Badewetter. Doch ab Sonntagnachmittag strömt dann kühlere Luft auch in den Süden. Im Norden ist es am Samstag und Sonntag ohnehin schon herbstlich. Immer wieder ziehen dort Wolken durch, stellenweise fällt etwas Regen und dazu weht ein frischer Wind. An der See herrscht Wetter wie im Herbst.

Ab Montag ist es dann erstmal deutlich kühler und die 25-Grad-Marke wird auch im Süden des Landes nicht mehr erreicht. Nachts gibt es wieder Werte unter 10 Grad, teilweise auch unter 5 Grad. Der Sommer kocht auf Sparflamme. Es wird kühler, aber der Landregen bleibt weiter aus. Immer wieder scheint die Sonne. Das bedeutet also nicht, dass wir unfreundliches Regenwetter bekommen, obwohl das dringend nötig wäre.

Bis Monatsmitte keine Hitzewelle in Sicht

In der gesamten zweiten Juliwoche geht es eher durchwachsen weiter. Neben einem Sonnen-Wolken-Mix bleibt es relativ kühl. Erst zum zweiten Juliwochenende könnte es etwas wärmer werden. Diese Entwicklung ist aber noch nicht ganz sicher. Spitzenwerte von 30 Grad und mehr sind bis Monatsmitte derzeit nicht zu erwarten. Die Wahrscheinlichkeit für eine Hitzewelle ist gering.

Nach einem sehr warmen, teils auch extrem heißen Juni, geht es nun ziemlich kühl weiter. Nach den ersten vier Julitagen ist die Bilanz für den Juli noch ziemlich durchwachsen. Der Norden ist bisher deutlich zu kühl, der Süden eher etwas zu warm. Doch in den Tagen ab Sonntag dürfte es auch im Süden deutlich zu kühl werden. Der Juli knüpft damit ganz und gar nicht an den heißesten Juni aller Zeiten an.

Dürre wird immer schlimmer

Doch der Landregen fällt weiterhin nicht. Heute und morgen gibt es im Norden etwas Regen. Auch in Mecklenburg-Vorpommern wird es etwas nasser. Allerdings sind das maximal 5 bis 10 Liter Regen pro Quadratmeter und auch das nur sehr vereinzelt und nicht verbreitet. Die große Dürre kann diese Wetterlage nicht beendet, zumal der stramme Wind den Erdboden sofort wieder austrocknet.

Dürre Juli 2019
Im Juli könnte nach Berechnungen des europäischen Wettermodells die große Dürre weitergehen.

Im Juli sieht es nach den Prognosen vom europäischen Wetterdienst in Sachen Regen eher schlecht aus. Die Trockenheit könnte weiter anhalten. Die Waldbrandgefahr bleibt sehr hoch und die Natur, sowie die Landwirtschaft leidet unter der trockenen Wetterlage. Wann es mal wieder ausgiebig regnen wird, das steht derzeit in den Sternen.

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