Kaltes Schmuddelwetter zu den Herbstferien in Bayern - Urlauber aufgepasst: "Am Mittelmeer drohen schwere Unwetter"

Zum Herbstferienbeginn in Bayern gibt es häufig trübes Novembergrau und ein Höhentief sorgt für Schnee auf den Bergen. Wer stattdessen "in die Sonne" ans Mittelmeer flüchtet, könnte eine "böse Überraschung" erleben.

Im Herbst wird der Nebel wieder zum großen Thema
Im Herbst wird der Nebel wieder zum großen Thema

An diesem Wochenende beginnen in Bayern die einwöchigen Herbstferien. Das Wetter zeigt sich dabei von seiner typisch herbstlichen Schmuddelseite. Während an Halloween (Samstag) ein Hoch für das typische "Nebel-Lotto" sorgt, bringt ein Höhentief an Allerheiligen sogar ein wenig Schnee für die Berge.

Wer in den Schulferien allerdings nochmal "Sonne und Wärme" am Mittelmeer sucht, dem könnte genau dieses Höhentief einen gewaltigen Strich durch die Rechnung machen. Der Kaltlufttropfen, der am Sonntag auch Bayern streift, zieht dann mit sehr kalter Luft in der Höhe Richtung östliches Mittelmeer.

Extreme Unwettergefahr in Griechenland und der Türkei

Die Temperaturen liegen in dem Kaltlufttropfen in 5,5 Kilometern Höhe bei unter minus 20 Grad und treffen dann auf das immer noch 21 bis 25 Grad warme Mittelmeer. Durch diese riesigen vertikalen Temperaturunterschiede drohen zu Wochenbeginn dem östlichen Mittelmeerraum extreme Unwetter mit enormen Regenmengen.

Da die genaue Zugbahn solcher Höhentiefs schwer zu berechnen ist, lässt sich die genaue Entwicklung noch nicht exakt vorhersagen. Nach derzeitigem Stand dürften aber Teile von Griechenland und der Türkei besonders betroffen sein. Hier drohen, ähnlich wie vor knapp zwei Wochen in Spanien, Südfrankreich und auf Korsika, extremer Starkregen, Sturzfluten und Überschwemmungen. Einige Modelle berechnen schon wieder Regenmengen von über 400 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit.

Doch zurück zum Wetter in Bayern: Am Samstag bestimmt Hochdruckeinfluss das Wetter in Süddeutschland. Im Herbst bedeutet das aber nicht unbedingt "eitel Sonnenschein", vielmehr macht das "Nebel-Lotto" für uns Meteorologen die Vorhersage schwer. Die Regionen mit strahlendem Sonnenschein und trübem Nebelgrau liegen dann oft nur wenige Kilometer oder Höhenmeter auseinander.

So wird der Tag in den Niederungen verbreitet trüb durch Nebel oder Hochnebel. Gute Chancen auf Sonnenschein gibt es Richtung Allgäu und im Alpenvorland, oberhalb von 800-1000 Metern scheint verbreitet die Sonne. Die Höchstwerte liegen bei 6 bis 10 Grad.

Neuschnee auf den Bergen

Am Sonntag (Allerheiligen) streift dann das besagte Höhentief den Freistaat. Bei vielen Wolken kann es insbesondere in der Osthälfte Bayerns etwas Regen geben, in den Alpen sowie im Bayerischen Wald fällt oberhalb 800-1000 Metern Schnee. Dabei sind bis in die Nacht zum Montag in den Alpen 1-5 cm, in den Staulagen des Hochgebirges 10-20 cm Neuschnee möglich, der Schwerpunkt liegt in den Berchtesgadener Alpen. Im Bayerwald sind in Hochlagen bis zu 3 cm Neuschnee möglich. Die Höchsttemperaturen liegen bei 3 bis 9 Grad, oberhalb von 1200m um 0 Grad.

In der nächsten Woche setzt sich das meist trübe Schmuddelwetter fort, nur örtlich gibt es mal größere Auflockerungen. Richtig sonnig wird es wahrscheinlich nur in den Gipfellagen der Alpen. Dazu bleibt es recht kühl mit Höchstwerten von 5 bis 10 Grad, nachts liegen die Werte um den Gefrierpunkt.