Hitzewelle rollt an: Bis zu 31 Grad – kommen jetzt sogar noch mal Wüstentage?

Der Herbststurm im Norden ist kaum durch, da dreht das Wetter komplett: Die Modelle zeigen einen kräftigen Warmschub. Bis zu 31 Grad sind drin – und einzelne Rechnungen legen sogar noch was drauf.
Kaum ist der erste Herbststurm durchgezogen, da bahnt sich schon die nächste Überraschung an. Die Wettermodelle zeigen für die kommenden Tage steil nach oben – und zwar überraschend kräftig. Nach dem eiskalten Dämpfer der letzten Woche schlägt das Pendel jetzt mit voller Wucht in die andere Richtung aus.
Vor allem der Süden und Südwesten bekommen wieder echtes Sommerfeeling ab. Und die große Frage, die sich gerade viele stellen: Ist das nur ein kurzes Aufbäumen – oder legt der Spätsommer noch mal einen richtigen Zahn zu?
Woher die plötzliche Wärme kommt
Verantwortlich ist ein Hochdruckgebiet, das sich breitmacht und auf seiner Vorderseite ungewöhnlich warme Luft weit nach Norden schaufelt. Diese sogenannte Südwestlage ist wie geschaffen dafür, milde bis warme Luft direkt zu uns zu lenken. Die Sonne steht zwar tiefer als im Hochsommer, aber sie reicht locker, um die Werte kräftig anzuheizen.
Das Ergebnis: Während der Norden zeitweise noch ein paar Wolken und schwache Schauer abbekommt, dreht der Süden voll auf. Genau diese Grenze zwischen kühl und warm verschiebt sich in den nächsten Tagen immer weiter nach oben.
Schon am Sonntag bis zu 30 Grad im Südwesten
Und es geht schnell: Bereits am Sonntag klettern die Temperaturen im Südwesten spürbar. Entlang des Oberrheins, in der Pfalz und im Breisgau sind örtlich Werte bis an die 30-Grad-Marke drin – Ende September ist das schon ein dickes Ausrufezeichen.

Zum Vergleich: Der langjährige Durchschnitt für den ganzen Monat liegt bei gerade mal gut 13 Grad. Wenn jetzt die 30 wackelt, reden wir also von einer Abweichung, die sich gewaschen hat.
Nächste Woche legt der Spätsommer nach
Und danach? Kein schneller Absturz in Sicht. Die neue Woche startet vielerorts mit ruhigem, sehr mildem Herbstwetter, im Süden dazu reichlich Sonne. Verbreitet werden es angenehme 22 bis 26 Grad, im Südwesten bleibt die Luft am wärmsten.
Damit hält sich der Spätsommer deutlich hartnäckiger, als es der eisige Wochenanfang zuletzt vermuten ließ. Wer die warmen Tage nutzen will, hat also länger etwas davon – die letzte Runde im Freibad-Gefühl ist noch nicht abgepfiffen.
Und dann Anfang Oktober die nächste Spitze?
Jetzt wird es richtig spannend: Ausgerechnet zum Monatswechsel auf Oktober deuten die Modelle die nächste Warmwelle an. Das europäische Modell rechnet für Anfang Oktober erneut mit Werten von 30 Grad und etwas mehr – und das mitten im Herbst.

Sollte sich das bestätigen, hätten wir binnen weniger Tage gleich zwei Wärme-Höhepunkte am Stück. Ein Spätsommer-Finale, das diesen Namen wirklich verdient – und das so kurz vor Oktober alles andere als normal ist.
Kommen sogar noch mal Wüstentage?
Bleibt die Frage, die viele elektrisiert: Sind bei dieser Wetterlage sogar noch mal Wüstentage drin, also 35 Grad und mehr? Ehrlich gesagt wäre das jetzt eine echte Sensation – die Sonnenkraft lässt zu dieser Jahreszeit einfach nach, und die langen, kühlen Nächte bremsen die Werte aus. Einzelne Modelle deuten zwar einen noch kräftigeren Schub an, doch bis zur echten Wüstenhitze fehlt ein gutes Stück.
Dazu kommt: Vor allem im Süden bleibt es viel zu trocken, die Dürre lauert nur darauf, zurückzukehren. Und Vorsicht bei zu viel Euphorie – so weit im Voraus können die Modelle noch kippen, der Polarwirbel rührt sich im Hintergrund längst. Der Spätsommer zeigt jetzt also noch mal die Muskeln. Wie lange er sie behält, entscheidet sich in den nächsten Tagen.