Herbststurm am Freitag ist nur der Anfang! Wetterkarten zeigen DAS für Sonntag: „Zweiter, kräftigerer Schlag”

Der erste Herbststurm ist im Anmarsch, doch die Experten blicken längst weiter. Hinter Irland braut sich ein Tief zusammen, das am Sonntag noch heftiger zuschlagen könnte.

Noch wirkt alles harmlos. Ein Hoch über Skandinavien schickt trockene Ostluft nach Deutschland, morgens liegt in vielen Tälern dichter Nebel, und in klaren Nächten wird es sogar frostig. Wer heute aus dem Fenster schaut, ahnt nicht, was sich da draußen auf dem Atlantik gerade zusammenbraut.

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Doch genau dort geht es jetzt richtig los. Die Wettermodelle rechnen nicht mit einem einzigen Sturm, sondern mit einem echten Doppelschlag. Erst kommt der Freitag, und dann folgt womöglich der Tag, über den bald alle reden: der Sonntag.

Ab Mittwoch kippt das Wetter

In der Nacht zum Mittwoch rückt von Westen und Südwesten der erste Regen an. Im Tagesverlauf ziehen fast überall dicke Wolken auf, nur der Osten und Nordosten bleiben zunächst noch etwas länger verschont. Besonders nass wird es im Süden und Südosten.

Auf Mitteleuropa zieht ein schwerer Sturm zu. Genauer gesagt sind gleich zwei Stürme im Anmarsch. Der erste erreicht Deutschland am Freitag.
Auf Mitteleuropa zieht ein schwerer Sturm zu. Genauer gesagt sind gleich zwei Stürme im Anmarsch. Der erste erreicht Deutschland am Freitag.

Dort können örtlich bis zu 30 Liter pro Quadratmeter vom Himmel kommen. Gleichzeitig purzeln die Temperaturen, mehr als 9 bis 14 Grad sind dann kaum noch drin. Der Goldene Oktober macht damit erst einmal Pause.

Donnerstag: Das Sturmtief explodiert regelrecht

Am Donnerstag beginnt dann das eigentliche Spektakel. Über dem Atlantik entsteht ein neues Tief, das sich in kürzester Zeit massiv verstärkt. In der Nacht zum Freitag erreicht es seinen Höhepunkt mit einem Kerndruck von knapp unter 980 Hektopascal.

Die Nordsee bekommt das als Erstes zu spüren. Schon am Donnerstag sind dort Böen der Stärke 8 bis 9 möglich, an der Küste können sogar Gewitter aufziehen. Wer auf den Inseln oder am Deich unterwegs ist, sollte die Warnungen jetzt ernst nehmen.

Freitag: Der erste Herbststurm fegt über den Westen

Am Freitag zieht das Tief etwas abgeschwächt zur Nordsee, sein Regenband schiebt sich aber von Westen über Deutschland. In der Westhälfte drohen stürmische Böen, auf den Bergen und in freien Lagen auch Sturmböen. Gartenmöbel, Blumenkübel und Trampoline sollte man spätestens jetzt sichern.

Und trotzdem: Der Freitag ist noch nicht das große Finale. Das ist ein ordentliches Herbsttief, aber noch kein Kracher. Der Blick der Experten wandert deshalb schon einen Schritt weiter.

Was hinter Irland lauert

Denn während alle auf den Freitag starren, zeigen die Wetterkarten bereits den nächsten Brocken. Nordwestlich von Irland rechnen die Modelle ein extrem tiefes Sturmtief, das in der Nacht zum Sonntag unser Wetter erreichen könnte.

Bis Sonntag kann es lokal kräftige Regengüsse geben.
Bis Sonntag kann es lokal kräftige Regengüsse geben.

Alle schauen gerade auf den Freitag, dabei ist das eher das Vorspiel. Das Tief dahinter könnte uns einen zweiten, kräftigeren Schlag verpassen. Für den Sonntag deutet sich damit vielerorts windiges bis stürmisches Wetter an.

Sturm-Doppelschlag: Kommt es wirklich so heftig?

Entschieden ist noch nichts. Das zweite Tief kann sich noch stärker entwickeln, es kann aber auch schwächer ausfallen oder weiter nördlich vorbeiziehen. Gerade bei so tiefen Atlantiktiefs ändern sich die Berechnungen oft von Lauf zu Lauf. Ob es so kommt, ist offen, aber die Doppel-Sturmlage sollte man unbedingt auf dem Schirm haben.

Fest steht dagegen eines: Mit dem Wochenende startet endgültig der Vollherbst. Es wird nass, windig und unbeständig, die Temperaturen pendeln sich bei 8 bis 12 Grad ein. Wer am Wochenende unterwegs sein will, sollte die Vorhersagen in den nächsten Tagen ganz genau verfolgen.