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Heftige Luftmassengrenze nächste Woche über Deutschland?

In der nächsten Woche erwartet uns turbulentes Wetter mit viel Regen, Sturm und Schnee. Ab Wochenmitte wird es dann entlang einer Luftmassengrenze richtig spannend.

Luftmassengrenze
Polare Kaltluft und Frühlingsluft sind auch in der nächsten Woche nicht weit voneinander entfernt. Es könnte sich über Deutschland sogar eine scharfe Grenze bilden.


Was für eine klirrend kalte Aprilnacht! Am kältesten wurde es über einer Schneedecke im Harz mit knapp -11 Grad, in Eslohe im Sauerland gab es mit -10,0 Grad sogar einen neuen Aprilkälterekord. Auch in Kyritz und Genthin an der Grenze von Brandenburg und Sachsen-Anhalt wurden mit -7,8 und -7,5 Grad noch neue Rekorde verzeichnet. Hier liegt zwar kein Schnee, aber die extrem trockenen Böden könnten dort auch ein Grund für die sehr kalten Nächte sein. Tagsüber ist dort kaum Wasser zum Verdunsten da, somit kühlt sich die trockene Luft in der Nacht stärker ab. Seit Ende Februar hat es in dieser Region so gut wie gar nicht geregnet!

Das wird sich in der nächsten Woche allerdings endlich ändern. Gleich mehrere Tiefs können die Trockenheit dort zumindest etwas lindern. Am Montag regnet es im Norden verbreitet. Dazu weht ein starker Wind mit stürmischen Böen um 70 km/h, an der Küste sind sogar einzelne schwere Sturmböen um 95 km/h möglich. Nur ganz im Süden am Alpenrand bleibt es den ganzen Tag freundlich. Nach den Schneefällen der letzten Tage zeigt sich hier nochmal eine winterliche Landschaft.

Grenzwetterlage und nächster Sturm ab Donnerstag?

Dienstag und Mittwoch sind dann relativ grau und teils regnet es auch etwas. Es wird wieder milder, sodass sich der Schnee im Süden wohl schnell wieder verabschieden dürfte. Am Donnerstag könnte sich sogar nochmal eine Sturmlage einstellen. Ob hierbei nur die Küste oder ganz Deutschland betroffen sein wird, ist noch nicht klar. In jedem Fall gibt es viel Regen, vor allem in den Weststaulagen einiger Mittelgebirge könnte es bis Ende nächster Woche zwischen 50 und 100 Liter Regen geben!

Wahrscheinlich treffen dabei irgendwo über Deutschland polare Kaltluft und subtropische Warmluft aufeinander. An dieser Luftmassengrenze stellen sich kräftige Niederschläge ein und da es eine schleifende Front sein wird (Front liegt strömungsparallel), gibt es in einem Streifen über Deutschland wahrscheinlich sehr viel Regen. Wo genau das der Fall sein wird, wird von den Modellen noch unterschiedlich berechnet. Auch die Lage der Schneefallgrenze wird wieder ein Thema sein. An der Nordseite der Luftmassengrenze wird die Kaltluft für ein weites Absinken dieser Grenze sorgen. Auch eine erneute Schneepackung bis ins Flachland ist dabei eine Möglichkeit.

Wie sieht der Trend zu Ostern aus?

Aus den Wettermodellen ist noch nicht wirklich etwas abzulesen. Es ist schlicht und einfach noch zu lange hin. Das amerikanische Langfristmodell deutet jedoch eher auf einen kühlen und feuchten April hin. Das Modell hatte bereits den extrem trockenen und sonnigen März sehr gut vorhergesagt. Es deutet also momentan eher auf eine Fortdauer des wechselhaften Wetters zu Ostern hin...