Hauptstadtwetter: viel Sonnenschein wegen Hoch Quirin. Doch frostige Nächte lassen die Späti-Besucher ordentlich bibbern

Es zieht tagsüber die Berliner wieder nach draußen. Die Sonne strahlt von einem oft locker bewölktem Himmel. Nach Sonnenuntergang fallen die Temperaturen schnell. Vor dem Spät oder im Biergarten ist einen dicke Jacke vonnöten.

Leerer Gehweg vor einem Späti in Berlin – später Treffpunkt des Berliner Nachtlebens.
Leerer Gehweg vor einem Späti in Berlin – später Treffpunkt des Berliner Nachtlebens.

In Berlin und Brandenburg stellt sich ab Dienstag eine stabile Wetterlage ein, die von einem kräftigen Hochdrucksystem über Nordeuropa geprägt wird.


Das Skandihoch Quririn erstreckt sich mit einem Keil bis nach Mitteleuropa und sorgt für weitgehend ruhige Verhältnisse.

Gleichzeitig bleibt das Höhentief Rapunzel über Osteuropa bestehen, wodurch Deutschland in einer Übergangszone zwischen Hoch- und Tiefdruckeinfluss liegt. Für die Hauptstadt bedeutet das vor allem eines: viel Ruhe in der Atmosphäre, aber auch markante Gegensätze bei den Temperaturen.

Kalte Luft aus Nordosten prägt die Region

Während im Westen Deutschlands bereits deutlich mildere Luft einströmt, erreicht Berlin weiterhin kühlere Luft aus nordöstlichen Richtungen. In rund 1500 Metern Höhe liegen die Temperaturen nur um den Gefrierpunkt oder knapp darunter.

Dieser Luftmassenzustrom, als Kaltluftadvektion verhindert, dass sich die Luft trotz Sonnenschein genauso schnell erwärmt wie dies möglich ist in südwestlichen Landesteilen. Die Folge sind vergleichsweise gedämpfte frühlingshafte Tageshöchstwerte, die meist zwischen 12 und 15 Grad liegen.

Sonnenbrillen-Wetter und der Schirm bleibt zuhause

Trotz der kühlen Luft zeigt sich das Wetter in Berlin vorwiegend freundlich. Unter dem Einfluss absinkender Luftbewegungen lösen sich Wolken im Tagesverlauf zunehmend auf.

Besonders am Nachmittag dominiert vielerorts die Sonne und strahlt ungehindert vom blauen Himmel. Nur zeitweise ziehen aus Nordosten noch flache Wolkenfelder durch, die jedoch kaum Einfluss auf das Wettergeschehen haben.

Achtung: Nächte bleiben frostig

Ein besonderes Augenmerk gilt den Nächten. Durch den klaren Himmel und den nur schwachen Wind kann sich die Luft stark abkühlen. In Berlin selbst bleiben die Temperaturen meist knapp über dem Gefrierpunkt, doch im Umland sowie in windgeschützten Lagen ist leichter Frost durchaus möglich.

In Bodennähe kann es sogar noch kälter werden, was insbesondere für ‚Berliner Nächte‘ außer Haus problematisch ist.

Deutliche Unterschiede innerhalb Deutschlands

Während Berlin unter dem Einfluss kühler Luft steht, zeigt sich im Südwesten Deutschlands ein ganz anderes Bild. Dort sorgt zusätzliches Absinken der Luft für eine stärkere Erwärmung, sodass Temperaturen von über 20 Grad erreicht werden können. Diese Unterschiede verdeutlichen die derzeitige Lage: Deutschland ist in zwei unterschiedliche Luftmassen geteilt, mit Berlin auf der kühleren Seite.

Kurze Störung zum Ende der Woche

Zum Ende der Woche könnte sich die ruhige Wetterlage laut den einschlägigen Wettermodellen GFS und ECMWF vorübergehend ändern. Eine schwache Störung zieht von Westen her über Deutschland hinweg und bringt vorübergehend dichtere Wolken und vielleicht auch etwas Regen, wobei einzelne Gewitter nicht ausgeschlossen sind. Insgesamt bleibt der Einfluss jedoch begrenzt, und bereits zum Wochenende setzt sich erneut trockeneres und freundlicheres Wetter durch.

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