Hat der Sommer sein Pulver schon verschossen?

Nach dem heißen Sommerauftakt ist es nun deutlich kühler geworden. Eine RÜckkehr der Sommerhitze ist bis weit in die zweite Monatshälfte nicht in Sicht. Hat der Sommer 2019 bereits sein Pulver verschossen?

Anneliese Lunkenheimer Anneliese Lunkenheimer 09 Juli 2019 - 15:00 UTC
Hochsommer vorbei
Hat der Hochsommer sein Pulver schon verschossen?

Kaum ist die große Hitze verflogen, da mehren sich die Anfragen, ob es das nun schon mit dem Hochsommer gewesen sei. Nun: Normalerweise kommen die heißesten Tage des Jahres erst noch. Sie sind meist Ende Juli und Anfang August zu finden und heißen im Volksmund auch Hundstage. Bis Monatsmitte ist erstmal in Sachen Hitze nicht viel zu sehen. Die vergangenen Nächte waren sehr frisch. Da war das große Zittern angesagt. Stellenweise wurden nur 5 bis 10 Grad gemessen. Ganz lokal kam es sogar zu Bodenfrost.

Natürlich hat der Sommer noch nicht sein Pulver verschossen, kann er auch gar nicht. Er hat sich auch nicht verausgabt. Das kann nur ein Mensch oder ein Tier. Wetter kann sich nicht auspowern. Das Wetter kommt, wie es kommt. An der See kommt es derzeit extrem kühl daher. Die Höchstwerte liegen kaum bei 15 Grad. Dabei weht auch noch ein frischer Wind. Urlaub an Nord- und Ostsee ist derzeit eine sehr kalte Angelegenheit.

Neue Hitze nicht in Sicht

Auch im Rest des Landes ist es deutlich kühler geworden als noch im Juni. Während der Juni der heißeste Juni seit 1881 war, ist der Juli derzeit verglichen mit den vergangenen 30 Jahren sogar leicht zu kalt. Von einem weiteren Hitzerekord sind wir ganz weit weg. Die nächsten Tage bringen insgesamt Durchschnittskost. Die Temperaturen steigen dabei im Süden und Südwesten wieder ein wenig an und schaffen es auf bis zu 28 Grad. Die 30-Grad-Marke wird aber in dieser Woche unerreicht bleiben. Was nächste Woche passiert ist noch unsicher.

In der zweiten Wochenhälfte wird es allerdings zunehmend schwüler. Die Luft wird feuchter und damit kann sich spätestens ab Donnerstag das ein oder andere Gewitter entwickeln. Der Freitag bringt dann in der Westhälfte und später auch im Süden weitere Schauer und Gewitter. Lokal besteht die Gefahr einzelner Unwetter mit Starkregen und Hagel. Der Regen sorgt immerhin für ein ganz klein wenig Entspannung an der Dürrefront.

Gewitterluft bringt Regen

Allerdings ist auch Starkregen nicht unbedingt das Beste für die Natur, denn dabei fällt binnen kurzer Zeit reichlich Regen vom Himmel. Und der hat meist keine Zeit zum Einsickern, sondern fließt an der Erdoberfläche schnell ab und nimmt dabei stellenweise noch das Erdreich mit. Das ganze schadet also mehr, als das es einen Nutzen hat. Das gilt besonders in der Landwirtschaft. Außerdem ist Hagel nicht wirklich ein willkommenes Wettergeschehen. Es sorgt für Schäden an den landwirtschaftlichen Kulturen.

Die Gewitter und Schauer dauern auch noch am Samstag an. Je nach Stärke können lokal bis zu 30 Liter Regen pro Quadratmeter fallen. Aber der Regen ist weiterhin nicht flächendeckend. Daher ist mit keiner Entspannung der Dürrelage zu rechnen. Aber immerhin ist es besser als nichts. Der großflächige Dauerregen bleibt weiter aus. Im Nordosten fällt ohnehin fast gar nichts.

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