Fast 20 Grad kälter! Doch was danach kommt, ahnt jetzt kaum jemand

Vergangenen Freitag glühte Deutschland bei fast 39 Grad. Jetzt dreht das Wetter komplett. Am Wochenende wird es ungemütlich – und die Zahlen lassen viele schlucken.

Noch vor wenigen Tagen ächzte halb Deutschland unter der Gluthitze. Am vergangenen Freitag kletterte das Thermometer im Westen und Südwesten auf bis zu 39 Grad – die Klimaanlagen liefen heiß, der Rhein schrumpfte weiter, und an erholsamen Schlaf war in den Nächten kaum zu denken.

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Doch damit ist jetzt Schluss. Wer sich schon auf das nächste heiße Wochenende gefreut hat, wird sich gewaltig wundern. Denn was da gerade auf uns zurollt, hat mit Hochsommer erst einmal herzlich wenig zu tun.

Vom Backofen in den Herbstmodus

Der Unterschied könnte kaum krasser sein. Statt schweißtreibender 39 Grad stehen an diesem Wochenende vielerorts nur noch 20 bis 25 Grad auf dem Zettel. Im Norden, etwa auf Sylt, kratzt das Thermometer stellenweise gerade so an der 17-Grad-Marke.

Am vergangenen Wochenende war es regional deutlich zu heiß für die Jahreszeit. An diesem Wochenende erleben wir das genaue Gegenteil.
Am vergangenen Wochenende war es regional deutlich zu heiß für die Jahreszeit. An diesem Wochenende erleben wir das genaue Gegenteil.

Dazu ziehen dichte Wolken auf, es wird wechselhaft, und immer wieder prasseln Schauer herunter – örtlich krachen sogar kräftige Gewitter durch. Kurz gesagt: Regenjacke statt Badehose. Ein Temperatursturz von fast 20 Grad innerhalb einer einzigen Woche.

"Da geht der Sommer erst mal in die Knie"

Was steckt dahinter? Ein Tiefdruckgebiet mischt die Wetterküche komplett neu auf und schaufelt kühlere, feuchte Luft nach Deutschland. »Da geht der Sommer erst mal richtig in die Knie«, bringt es der renommierte Diplom-Meteorologe und Buchautor Dominik Jung auf den Punkt.

Der bundesweit bekannte Meteorologe macht aber auch Mut: »Wer jetzt schon den Herbst kommen sieht, sollte seine Sommerklamotten bloß nicht zu früh wegpacken.« Heißt im Klartext: Das dicke Ende ist noch längst nicht erreicht.

Die Hundstage machen ihrem Namen alle Ehre

Richtig pikant ist das Timing. Ausgerechnet an diesem Wochenende enden die sogenannten Hundstage – jene traditionell heißeste Phase des ganzen Hochsommers zwischen dem 23. Juli und dem 23. August.

Das aktuelle Wochenende bringt kein Freibadwetter. Da ist eher frösteln angesagt.
Das aktuelle Wochenende bringt kein Freibadwetter. Da ist eher frösteln angesagt.

Und sie verabschieden sich mit einem echten Paukenschlag: erst noch einmal richtig Feuer, dann der abrupte, kühle Rückzug. Fast wie aus dem Lehrbuch. Der Volksmund wusste eben schon immer, dass es danach häufig deutlich ungemütlicher wird.

Achtung, jetzt kommt die Überraschung

Doch wer jetzt glaubt, das war's mit dem Sommer 2026, der könnte sich gewaltig täuschen. Schon ab Mitte der neuen Woche dreht die Temperaturkurve nämlich wieder steil nach oben.

Dann sind gebietsweise erneut 25 bis 33 Grad drin. Der Hochsommer ist also keineswegs erledigt – er legt nur eine kurze Verschnaufpause ein. Das große Schwitzen könnte schneller zurück sein, als vielen lieb ist.

Das sollten Sie jetzt wissen

Für das Wochenende bedeutet das ganz konkret: Wer raus will, hält den Regenschirm besser griffbereit und ist auf Gewitter gefasst. Die ganz große Hitze pausiert – und diese Abkühlung tut Mensch, Tier und den staubtrockenen Böden spürbar gut.

Für alle Sonnenhungrigen gibt es trotzdem eine gute Nachricht: Es ist nur ein Zwischentief, kein Abschied. Der Sommer holt noch einmal richtig Anlauf. Man sollte ihn dieses Jahr nur nicht zu früh abschreiben – 2026 hat schon oft genug bewiesen, dass am Ende alles ganz anders kommt, als alle denken.