Aufgrund der Hitzewelle werden wir diesen Winter in Frankreich wahrscheinlich weniger Äpfel haben

Die extrem hohen Temperaturen, unter denen Frankreich in diesem Jahr gelitten hat, zwingen Landwirte und Obstbauern dazu, sich auf geringere Ernten als üblich einzustellen. Wird es diesen Winter zu einer Apfelknappheit kommen?

Ist der Apfelanbau in Gefahr?
Ist der Apfelanbau in Gefahr?

Das Verschwinden der Äpfel. Immer mehr Obstbauern machen sich Sorgen. Der Klimawandel greift ihre Produktion direkt an, die buchstäblich ihre Existenzgrundlage darstellt. Obst, Gemüse, Weinreben … Alle landwirtschaftlichen Erzeugnisse scheinen dem seit mehreren Jahrzehnten anhaltenden Temperaturanstieg zum Opfer zu fallen. In diesem Jahr schlagen die Apfelbauern mehr denn je Alarm.

Ein Ertragsrückgang von rund 20 % wird erwartet

Obstbäume leiden in der Tat besonders stark unter den extrem hohen Temperaturen. Fachleute der Branche sind besonders besorgt um die Apfelproduktion und die Ernte für diesen Winter, wie der Obstbauer Laurent Rougerie erklärt.

Aufgrund der extremen Dürre und der wiederholten Hitzewellen ist davon auszugehen, dass die Ernte sowohl mengen- als auch qualitätsmäßig geringer ausfallen wird und die Äpfel kleiner sein werden.

Der Apfel gilt oft als die Lieblingsfrucht der Franzosen

Tatsächlich wird das Wachstum der Früchte durch die Dürre verlangsamt oder sogar zum Stillstand gebracht. Das liegt daran, dass der Wassermangel den Obstbaum unter Stress setzt. Die Folge: Die Früchte können sich nicht richtig entwickeln. Im besten Fall erhalten wir zu kleine Früchte, im schlimmsten Fall weisen die Früchte Anzeichen von Verbrennungen auf. Sie können daher nicht verkauft werden. Ganz zu schweigen davon, dass kleinere Früchte die gesamte Lieferkette gefährden.

Tatsächlich ist die geringere Größe der Erzeugnisse an sich schon ein echtes Problem, hat aber auch noch eine weitere, weitreichendere Auswirkung, sagt Laurent Rougerie.

Für die Obstbauern ist das ein doppelter Schlag. Es entsteht ein Wertverlust sowohl aufgrund der Größe als auch der Menge: Je kleiner der Apfel, desto weniger produzieren wir.
Ohne Wasser können sich Früchte nicht entwickeln
Ohne Wasser können sich Früchte nicht entwickeln

Und wo Dürre herrscht, herrscht natürlich auch ein gravierender Wassermangel. Doch wie wir gesehen haben, können sich Früchte ohne Wasser nicht entwickeln. Das bedeutet, dass Landwirte und Obstbauern sich anpassen und größere Wassermengen einplanen müssen, um auf mögliche Niederschlagsausfälle und damit auf deutlich trockenere Böden vorbereitet zu sein. Mit anderen Worten: Die Fachleute sind gezwungen, viel mehr Wasser zu speichern.

Viele Landwirte geben zu, dass ihnen bereits das Wasser ausgeht. Ein echtes Problem, wenn man bedenkt, dass diese Ressource zudem zunehmend knapp zu werden droht. Thierry Moisy, ein Apfelbauer, macht sich Sorgen um die künftigen Produktionskosten.

Schätzungen zufolge werden pro Hektar Obstplantage 5.000 Kubikmeter Wasser benötigt, um die Bäume vor Frühlingsfrösten zu schützen, das Fruchtwachstum zu fördern und sogar ein Sprühsystem zur Bewältigung extremer Hitze zu entwickeln: Das sind erhebliche Investitionen.
Auch der Weinbau ist in Gefahr
Auch der Weinbau ist in Gefahr

Diese Temperaturveränderungen zwingen die Fachleute dazu, sich anzupassen. Neue Techniken, neue Anbaugebiete, neue Obstsorten? Es ist nun unerlässlich, das bisherige Modell zu überdenken und neue Methoden für die Herstellung von Rohkostprodukten in Betracht zu ziehen.

Artikelreferenz

Mathilde Durand. (2026). Canicule : « Les arbres ont soif en permanence »… Va-t-on manquer de pommes à cause des fortes chaleurs de cet été ?.