Fällt die Formel 1 einem Super-Taifun zum Opfer?

Ruhiges Wetter am Wochenende in Deutschland. Dagegen ein Taifun der Superlative direkt vor Japans Haustüre. Das bekannte Formel 1- Rennen in Suzuka ist gefährdert. Der Taifun bringt Böen bis 200 km/h.

Johannes Habermehl Johannes Habermehl 09 Okt 2019 - 11:02 UTC
Taifun Hagibis
Taifun Hagibis zieht nach Japan und gefährdet dort am Wochenende das Formel1- Rennen in Suzuka.

Die vergangenen Tage haben wir oft über Hurrikans gesprochen. So heißen diese Wirbelstürme auf dem Atlantik. Auf dem Pazifik nennt man das ganze Taifun und Zyklon heißt es übrigens im Indischen Ozean. Nun zieht eben so ein extrem große Taifun Richtung Südjapan. Er trägt den Namen Hagibis. Und er hat es in sich. Derzeit ist es noch weit weg von Japan und hat Spitzenböen bis zu 300 km/h.

In den kommenden Tagen zieht er weiter Richtung Süd-Japan. Und genau dort findet an diesem Wochenende Das Formel 1- Rennen statt. Das könnte sehr gefährlich werden, denn der Sturm kommt dort am Samstag mit voller Wucht an, also mitten in den Vorbereitungen und den Trainingsrunden und das ist natürlich sehr gefährlich. Die Böen könnten nach den aktuellen Berechnungen bis zu 200 km/h betragen und das beim Landgang.

Rennen in Suzuka ist massiv gefährdet

Landgang bedeutet, dass der Taifun mit seinem Windfeld auf Land trifft, in diesem Fall auf Japan. Dabei schwächt er sich etwas ab. Das kommt durch die Reibung mit der Landfläche zustande. Allerdings bleibt sein Zentrum, auch Auge genannt, die ganze Zeit auf dem Pazifik. Daher schwächt er sich nicht allzu stark ab und bleibt weiter gefährlich.

Taifun mit Starkregen
Der Taifun Hagibis bringt heftigen Regen und dadurch drohen Überflutungen.

Ein Problem sind auch die immensen Regenmengen. Da können binnen weniger Stunden bis zu 400 mm Niederschlag vom Himmel kommen. Das führt entsprechend zu Überflutungen und Schäden an der Infrastruktur. Schon allein aus diesen Gründen sollte man überdenken, ob man das Rennen nicht doch besser absagen sollte.

Goldener Oktober in Deutschland

Bei uns in Deutschland wird es dagegen richtig schön werden. Das Hoch Lisbeth streckt seine Fühler besonders in den Süden und auch in die Mitte von Deutschland aus. Daher wird es hier am Samstag und auch am Sonntag recht sonnig und trocken sein. Die Höchstwerte erreichen dabei bis zu 26 Grad. Das sind die absoluten Höchstwerte. Bei 25 Grad spricht man sogar noch einmal von einem Sommertage.

Rund um die See wird es allerdings eher leicht wechselhaft bleiben. Dort sind Tiefs unterwegs und die bringen stellenweise dichte Wolken, aber auch mal Regen. Mit Werten um 15 Grad bleibt es hier kühler. Sonst kann man das Wochenende für Outdoor-Aktivitäten nutzen.

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