Experte spricht von "krassester Winterwetterlage ever" - erst der Nordosten und dann ganz Deutschland? Extremkälte kommt

Erst klirrend kalt im Nordosten, dann womöglich landesweit frostig: Wettermodelle zeigen eine Ausweitung der Kälte bis zur Faschingszeit mit Schnee- und Eisrisiken.


Die erste Februarwoche beginnt mit einem markanten Kältepol im Nordosten von Deutschland. Dauerfrost tagsüber mit minus 2 bis minus 8 Grad und strenge Nachtfröste bis minus 15 Grad prägen das Bild. Verantwortlich ist eine kontinentale Kaltluftmasse, die trockene, klare Nächte begünstigt und die Auskühlung verstärkt.

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In Bodennähe hält sich die Kälte besonders hartnäckig. Glatte Straßen, vereiste Gewässer und gefrorene Böden sind die Folge – ein Winter, der seinem Namen gerecht wird.

Was passiert nach der ersten Woche

Nach diesem frostigen Auftakt richtet sich der Blick auf die Modellentwicklung bis Monatsmitte. Mehrere Läufe zeigen, dass die Kälte nicht rasch abgebaut wird. Stattdessen deutet sich eine schrittweise West- und Südwestverlagerung an. Der Nordosten bleibt eisig, während sich die Temperaturanomalien ausweiten. Entscheidend ist, ob milde Atlantikluft blockiert wird. Genau hier setzen die aktuellen Signale an: Hochdruckbrücken könnten den Zustrom milder Luft hemmen.

Sibirische Luft aus Osteuropa

Im Fokus steht die Frage: Woher kommt die Kälte? Die Antwort lautet Osteuropa. Eine sibirisch geprägte Luftmasse kann zunächst den Osten und Norden erreichen und sich anschließend unter Hochdruckeinfluss weiter ausbreiten. Dieser Prozess ist typisch, wenn kalte Kontinentalluft dichter und schwerer ist als milde Meeresluft. Sie unterströmt wärmere Luftschichten und setzt sich bodennah durch – ein klassischer Mechanismus für anhaltende Frostlagen.

Experte in Sorge: "Dieser Februar könnte eine krasse Wendung nehmen"
Experte in Sorge: "Dieser Februar könnte eine krasse Wendung nehmen"

Warum die Kälte plötzlich stärker vorstößt

Der scheinbar abrupte Vorstoß erklärt sich durch die Druckverteilung: Baut sich westlich ein Hoch auf und östlich ein Tief, entsteht ein starker Ost- bis Nordoststrom. Dieser schiebt die Kaltluft wie auf Schienen nach Westen. Gleichzeitig werden mildere Luftmassen abgedrängt oder nach Norden umgelenkt. Das Resultat sind Temperaturstürze, teils begleitet von Schneefällen, wenn feuchte Luft auf die Kälte trifft.

Schnee und Eis zur närrischen Zeit

Brisant wird es rund um Fastnacht, Karneval und Fasching. Sollte sich die Kälte landesweit etablieren, steigt die Wahrscheinlichkeit für Schnee bis in tiefe Lagen. Bei wechselnden Fronten drohen Eisregen und gefrierender Niesel – ein Risiko für Umzüge und Straßenfeste. Rosenmontag mit Schnee und Eis wäre meteorologisch bemerkenswert und organisatorisch eine Herausforderung. Strecken, Sicherheit und Mobilität stünden unter besonderem Druck.

Einordnung und Unsicherheiten

Trotz der eindrucksvollen Signale bleibt Unsicherheit. Kleine Verschiebungen in der Großwetterlage entscheiden über Dauer und Reichweite der Kälte. Klar ist: Die Modelle zeigen kein kurzes Intermezzo, sondern das Potenzial für mehrwöchige Winterkälte. Ob sie ganz Deutschland erfasst, hängt von der Blockierung milder Westwinde ab. Der Februar könnte damit winterlich prägend werden – mit Frost, Schnee und eisigen Nächten bis weit in die Monatsmitte.