Amerikanischer Wetterdienst warnt: Arctic Blast bringt Rekordkälte in den Südosten – Lebensgefahr für Mensch und Tier!

Ein eisiger Arctic Blast rast auf den Südosten der USA: Rekordkälte bedroht Menschen, Tiere und Häuser. Amerikanischer Wetterdienst warnt dringend – Lebensgefahr!

Prognostizierte Schneemengen für New York City: Je nach Zugbahn des Wintersturms werden verbreitet 20–30 cm, in einem ungünstigen Szenario lokal bis zu 40 cm (≈ 16 Zoll) Neuschnee erwartet.
Prognostizierte Schneemengen für New York City: Je nach Zugbahn des Wintersturms werden verbreitet 20–30 cm, in einem ungünstigen Szenario lokal bis zu 40 cm (≈ 16 Zoll) Neuschnee erwartet.

An der Ostküste der Vereinigten Staaten entwickelt sich an diesem Wochenende ein Wintersturm, der selbst erfahrene Meteorologen aufhorchen lässt. Der staatliche US-Wetterdienst NOAA beschreibt ein sich rasch intensivierendes Küstentief, das weite Teile des Ostens mit Schnee, Sturm und extremer Kälte überzieht.

Die Entwicklung folgt dabei nahezu idealtypisch den physikalischen Mechanismen einer Bombogenese – einer explosionsartigen Verstärkung eines Tiefdrucksystems innerhalb von weniger als 24 Stunden.

Arktische Luft trifft auf tropische Energie

Die meteorologische Ausgangslage ist hochgradig instabil.

  • Eine arktische Luftmasse aus Ostkanada breitet sich weit nach Süden aus und erreicht den Südosten der USA.
  • Gleichzeitig fließt entlang der US-Ostküste der Golfstrom, dessen Oberflächentemperaturen teils über 20 Grad Celsius liegen.

Der daraus resultierende horizontale Temperaturgradient gehört zu den stärksten der Nordhemisphäre und liefert enorme potenzielle Energie für barokline Zyklogenese.

Explosive Vertiefung über dem Atlantik

Während sich erste Niederschläge im Binnenland einstellen, verlagert sich der Tiefkern in den frühen Stunden des Samstags auf den Atlantik. Dort beginnt die Phase der rasanten Intensivierung. Der Kerndruck fällt deutlich, die Druckgradienten verschärfen sich, und das Windfeld weitet sich innerhalb weniger Stunden massiv aus.

NOAA spricht in diesem Zusammenhang von einer „explosive deepening“, einem klaren Hinweis auf bombenzyklonale Prozesse.

Blizzard-Bedingungen und massive Schneefälle

Für große Teile von Georgia, den Carolinas und Südost-Virginia erwartet der Wetterdienst eine gefährliche Kombination aus starkem bis heftigem Schneefall und Sturm- bis Orkanböen.

Durch die anhaltenden Winde kommt es zu ausgeprägten Schneeverwehungen, die die Sicht teils auf nahezu null reduzieren.

Solche Blizzard-Bedingungen können über viele Stunden anhalten und machen Verkehrswege unpassierbar, während gleichzeitig Rettungs- und Versorgungsmaßnahmen erheblich erschwert werden.


Prognose in Zahlen

Legende / Hinweise:

  • Alle Werte basieren auf den Prognosen des amerikanischen Wetterdienstes (NOAA / NWS, WPC, 30.01.2026).

  • Windchill-Effekte nicht in allen Regionen explizit dargestellt, aber besonders im Ohio Valley lebensbedrohlich.

Region / Bundesstaat

Erwarteter Schneefall

Windböen

Temperaturen

Risiken & Hinweise

Nordgeorgia / Carolinas

20–30 cm

80–100 km/h

-5 bis -10 °C

Blizzard-Bedingungen möglich, Straßen unpassierbar

Süd-Virginia

15–25 cm

70–90 km/h

-8 bis -12 °C

Schneeverwehungen, Stromausfälle möglich

Ohio Valley

15–25 cm

80–100 km/h

-20 °C

Extrem niedrige Windchill-Werte, Gefahr für Menschen & Tiere

Nord-Florida

2–5 cm

40–60 km/h

-1 bis -5 °C

Gefrierende Straßen, Vorsicht für Außenaktivitäten

Küstennähe / Carolinas

15–25 cm + verweht

100–120 km/h

-2 bis -8 °C

Starke Verwehungen, hohe Schneeverwehungen, erhöhte Sturmflutgefahr

Küste unter Druck: Sturmfluten und hohe Wellen

Besonders kritisch ist die Situation entlang der Atlantikküste.

Die rasche Vertiefung des Tiefs erzeugt einen starken Sturmstau, begleitet von hohen signifikanten Wellen.

In exponierten Küstenabschnitten drohen Überflutungen, Erosion und lokal schwere Schäden durch Brandung.

Solche Effekte sind typisch für stark ausgeprägte Nor’easter (starkes, stürmisches Tiefdruckgebiet, das typischerweise an der Ostküste der USA entsteht. Der Name kommt daher, dass die stärksten Winde meist aus nordöstlicher Richtung ((north-east)) auf Land treffen) werden hier jedoch durch die außergewöhnliche Dynamik des Systems deutlich verstärkt.

Arktischer Kälteeinbruch bis nach Südflorida

Hinter dem Sturm folgt ein weiterer Extremfaktor: eine massive arktische Kaltluftzufuhr. Die Temperaturen sinken in großen Teilen des Ostens deutlich unter den Gefrierpunkt, vielerorts werden neue Tagesrekorde erwartet. Bemerkenswert ist die südliche Ausdehnung der Kälte.

Nach Prognosen der NOAA erreichen Frosttemperaturen bis Sonntagmorgen selbst Südflorida – ein dort seltenes Ereignis.

Gefährliche Windchills und klare Warnungen

In Kombination mit den starken Winden fallen die gefühlten Temperaturen drastisch. Im Süden werden verbreitet negative Windchill-Werte erwartet, im Ohio-Tal lokal unter minus 20 Grad Celsius.

Der staatliche Wetterdienst warnt vor gesundheitlichen Risiken, Frostschäden an Infrastruktur sowie eingefrorenen Wasserleitungen und ruft zu Schutzmaßnahmen auf.

Ein Lehrbuchfall der atmosphärischen Dynamik

Während der Osten der USA unter extremen Winterbedingungen leidet, bleibt der Westen des Landes vergleichsweise mild. Dieser starke thermische Kontrast verdeutlicht die außergewöhnliche Großwetterlage.

Für Meteorologen ist das Ereignis ein eindrucksvoller Beleg dafür, wie schnell und energiereich die Atmosphäre reagieren kann, wenn arktische Luftmassen auf warme Ozeanströmungen treffen.

Quelle

NOAA / National Weather Service, Weather Prediction Center, Short Range Forecast Discussion, 30 Jan 2026.