Amerikanischer Wetterdienst warnt: Arctic Blast bringt Rekordkälte in den Südosten – Lebensgefahr für Mensch und Tier!
Ein eisiger Arctic Blast rast auf den Südosten der USA: Rekordkälte bedroht Menschen, Tiere und Häuser. Amerikanischer Wetterdienst warnt dringend – Lebensgefahr!

An der Ostküste der Vereinigten Staaten entwickelt sich an diesem Wochenende ein Wintersturm, der selbst erfahrene Meteorologen aufhorchen lässt. Der staatliche US-Wetterdienst NOAA beschreibt ein sich rasch intensivierendes Küstentief, das weite Teile des Ostens mit Schnee, Sturm und extremer Kälte überzieht.
Die Entwicklung folgt dabei nahezu idealtypisch den physikalischen Mechanismen einer Bombogenese – einer explosionsartigen Verstärkung eines Tiefdrucksystems innerhalb von weniger als 24 Stunden.
Arktische Luft trifft auf tropische Energie
Die meteorologische Ausgangslage ist hochgradig instabil.
- Eine arktische Luftmasse aus Ostkanada breitet sich weit nach Süden aus und erreicht den Südosten der USA.
- Gleichzeitig fließt entlang der US-Ostküste der Golfstrom, dessen Oberflächentemperaturen teils über 20 Grad Celsius liegen.
Der daraus resultierende horizontale Temperaturgradient gehört zu den stärksten der Nordhemisphäre und liefert enorme potenzielle Energie für barokline Zyklogenese.
Explosive Vertiefung über dem Atlantik
Während sich erste Niederschläge im Binnenland einstellen, verlagert sich der Tiefkern in den frühen Stunden des Samstags auf den Atlantik. Dort beginnt die Phase der rasanten Intensivierung. Der Kerndruck fällt deutlich, die Druckgradienten verschärfen sich, und das Windfeld weitet sich innerhalb weniger Stunden massiv aus.
Blizzard-Bedingungen und massive Schneefälle
Für große Teile von Georgia, den Carolinas und Südost-Virginia erwartet der Wetterdienst eine gefährliche Kombination aus starkem bis heftigem Schneefall und Sturm- bis Orkanböen.
Durch die anhaltenden Winde kommt es zu ausgeprägten Schneeverwehungen, die die Sicht teils auf nahezu null reduzieren.
Solche Blizzard-Bedingungen können über viele Stunden anhalten und machen Verkehrswege unpassierbar, während gleichzeitig Rettungs- und Versorgungsmaßnahmen erheblich erschwert werden.
Prognose in Zahlen
Legende / Hinweise:
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Alle Werte basieren auf den Prognosen des amerikanischen Wetterdienstes (NOAA / NWS, WPC, 30.01.2026).
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Windchill-Effekte nicht in allen Regionen explizit dargestellt, aber besonders im Ohio Valley lebensbedrohlich.
| Region / Bundesstaat | Erwarteter Schneefall | Windböen | Temperaturen | Risiken & Hinweise |
| Nordgeorgia / Carolinas | 20–30 cm | 80–100 km/h | -5 bis -10 °C | Blizzard-Bedingungen möglich, Straßen unpassierbar |
| Süd-Virginia | 15–25 cm | 70–90 km/h | -8 bis -12 °C | Schneeverwehungen, Stromausfälle möglich |
| Ohio Valley | 15–25 cm | 80–100 km/h | -20 °C | Extrem niedrige Windchill-Werte, Gefahr für Menschen & Tiere |
| Nord-Florida | 2–5 cm | 40–60 km/h | -1 bis -5 °C | Gefrierende Straßen, Vorsicht für Außenaktivitäten |
| Küstennähe / Carolinas | 15–25 cm + verweht | 100–120 km/h | -2 bis -8 °C | Starke Verwehungen, hohe Schneeverwehungen, erhöhte Sturmflutgefahr |
Küste unter Druck: Sturmfluten und hohe Wellen
Besonders kritisch ist die Situation entlang der Atlantikküste.
Die rasche Vertiefung des Tiefs erzeugt einen starken Sturmstau, begleitet von hohen signifikanten Wellen.
In exponierten Küstenabschnitten drohen Überflutungen, Erosion und lokal schwere Schäden durch Brandung.
Solche Effekte sind typisch für stark ausgeprägte Nor’easter (starkes, stürmisches Tiefdruckgebiet, das typischerweise an der Ostküste der USA entsteht. Der Name kommt daher, dass die stärksten Winde meist aus nordöstlicher Richtung ((north-east)) auf Land treffen) werden hier jedoch durch die außergewöhnliche Dynamik des Systems deutlich verstärkt.
Arktischer Kälteeinbruch bis nach Südflorida
Hinter dem Sturm folgt ein weiterer Extremfaktor: eine massive arktische Kaltluftzufuhr. Die Temperaturen sinken in großen Teilen des Ostens deutlich unter den Gefrierpunkt, vielerorts werden neue Tagesrekorde erwartet. Bemerkenswert ist die südliche Ausdehnung der Kälte.
Nach Prognosen der NOAA erreichen Frosttemperaturen bis Sonntagmorgen selbst Südflorida – ein dort seltenes Ereignis.
As a massive #WInterStorm slammed the U.S., @NOAA's satellites tracked it from its humble beginnings to the bitter cold end.
— NOAA Satellites (@NOAASatellites) January 30, 2026
Read more in this week's #EarthFromOrbit: https://t.co/J8lg7MtyGE pic.twitter.com/xq4RBrK6Ab
Gefährliche Windchills und klare Warnungen
In Kombination mit den starken Winden fallen die gefühlten Temperaturen drastisch. Im Süden werden verbreitet negative Windchill-Werte erwartet, im Ohio-Tal lokal unter minus 20 Grad Celsius.
Ein Lehrbuchfall der atmosphärischen Dynamik
Während der Osten der USA unter extremen Winterbedingungen leidet, bleibt der Westen des Landes vergleichsweise mild. Dieser starke thermische Kontrast verdeutlicht die außergewöhnliche Großwetterlage.
Für Meteorologen ist das Ereignis ein eindrucksvoller Beleg dafür, wie schnell und energiereich die Atmosphäre reagieren kann, wenn arktische Luftmassen auf warme Ozeanströmungen treffen.
Quelle
NOAA / National Weather Service, Weather Prediction Center, Short Range Forecast Discussion, 30 Jan 2026.