Experte Habermehl warnt: „Es kann schnell kippen“ – Die Wahrheit hinter den warmen Februartagen

Frühlingstemperaturen Ende Februar sorgen für Euphorie. Doch genau diese Wärme könnte eine überraschende Entwicklung auslösen, die den März 2026 völlig anders verlaufen lässt als erwartet.
Ende Februar zeigen die Wetterkarten ungewöhnlich hohe Temperaturen. Werte zwischen 15 und regional sogar über 20 Grad lassen vielerorts bereits echte Frühlingsgefühle aufkommen. Nach Wochen mit typischem Winterwetter wirkt diese Entwicklung wie ein klarer Hinweis darauf, dass der Winter endgültig vorbei ist. Sonnige Tage und milde Luft aus südwestlichen Richtungen verstärken den Eindruck eines frühen Saisonwechsels.
Viele Menschen interpretieren diese Phase als Zeichen für einen durchgehend milden März. Wenn sich die Natur bereits früh entwickelt und die Temperaturen deutlich über dem Durchschnitt liegen, entsteht schnell die Erwartung, dass der Frühling dauerhaft Einzug hält. Doch genau diese scheinbar eindeutige Entwicklung kann trügerisch sein.
Warum Wärme gefährlich werden kann
Meteorologisch gehört der März zu den unberechenbarsten Monaten des Jahres. Gerade nach sehr milden Perioden kann sich die Großwetterlage plötzlich verändern. Schon kleine Verschiebungen der Hochdruckgebiete können dazu führen, dass kalte Luft aus Norden oder Osten nach Mitteleuropa gelangt.

In solchen Situationen sind Temperaturstürze von mehr als zehn Grad innerhalb weniger Tage möglich. Was zuvor wie stabiler Frühling wirkt, kann sich dann schnell wieder wie Winter anfühlen. Besonders typisch sind dabei nächtliche Fröste, Schneeschauer oder Graupel, selbst wenn zuvor zweistellige Plusgrade gemessen wurden.
Die entscheidende Wetterlage
Ob ein Märzwinter entsteht, hängt stark davon ab, wie sich die großräumigen Drucksysteme entwickeln. Bleibt der Einfluss milder Luft bestehen, setzt sich wahrscheinlich ein frühlingshafter Trend fort. Verschieben sich die Hochdruckgebiete jedoch weiter nach Norden, kann dies eine Blockadelage auslösen.
Solche Konstellationen öffnen häufig den Weg für kalte Luftmassen aus Osteuropa oder Skandinavien. Dann können selbst nach sehr warmen Februartagen noch einmal spätwinterliche Verhältnisse auftreten. Genau diese Übergangsphasen sind typisch für das Wetter in Mitteleuropa.
Die überraschende Auflösung
Trotz der ungewöhnlichen Wärme sprechen die aktuellen Trends eher gegen einen ausgeprägten Märzwinter. Ein milder Februarabschluss erhöht statistisch die Wahrscheinlichkeit für einen überdurchschnittlich warmen März. Das bedeutet zwar nicht, dass es keine Rückschläge geben kann, doch längere Winterphasen erscheinen derzeit weniger wahrscheinlich.
Die eigentliche Überraschung liegt darin, dass gerade die 20 Grad im Februar kein Vorbote eines späten Winters sein müssen. Im Gegenteil deutet vieles darauf hin, dass der März 2026 insgesamt eher mild und frühlingshaft verlaufen könnte – auch wenn kurze Kälteeinbrüche jederzeit möglich bleiben.