Erreicht Hurrikan Lorenzo nach den Azoren Europa?

Hurrikan Lorenzo erreicht am Mittwoch die Azoren und zieht dann weiter Richtung Irland. Dort kommt er dann als Orkantief an und hat weiterhin sehr viel Sturm im Gepäck. Er beeinflusst das Wetter in Europa.

Johannes Habermehl Johannes Habermehl 01 Okt 2019 - 11:17 UTC
Hurrikan Lorenzo
Hurrikan Lorenzo erreicht am Mittwoch die westlichen Azoren. Dabei werden Spitzenböen über 150 km/h erwartet.

Was muss man sich da von so manchem Meteorologen wieder für Diskussionen anhören: Nein, da käme kein Hurrikan nach Europa. Natürlich kommt da kein Hurrikan nach Europa, da sich Lorenzo vorher auf dem Atlantik in ein Orkantief umwandelt. Aber es ist nach wie vor noch das gleiche Urprungsgebilde. Nun ist er lediglich ein außertropisches Sturmtief bzw. Orkantief geworden.

Daher ist es völlig legitim zu sagen, dass der Hurrikan derzeit Kurs auf Europa hat und hier als ehemaliger Hurrikan bzw. als Orkantief aufschlagen wird. Einige Möchte-Gern-Meteorlogen wissen es natürlich wieder besser und diskutieren um das Thema heran. Fakt ist auch, dass der ehemalige Hurrikan natürlich Einfluss auf unser Wetter in Europa haben wird.

Kein Oktoberhoch in Sicht

Die Wetterlage bleibt dadurch sehr durchwachsen. Ein stabiles Oktoberhoch wird sich daher erstmal nicht aufbauen. Wir müssen uns in Sachen goldener Oktober noch etwas gedulden. Der ex-Hurrikan bringt Westeuropa viel Sturm, vielleicht sogar Orkanböen. Und auch heute ist noch nicht genau klar, wie es dann mit dem ehemaligen Hurrikan weitergehen wird.

Zugbahn Hurrikan Lorenzo
So bewegt sich der Hurrikan über den Atlantik. Später erreicht er als Sturmtief auch die Britischen Inseln.

Aktuell ist sogar wieder möglich, dass er in seinen letzten Rest sogar bis nach Deutschland ziehen wird. Dort dürfte sein Sturmfeld aber so gut wie nicht mehr vorhanden sein. Die Entwicklung ist auf jeden Fall sehr spannend. Lorenzo war zeitweise ein Hurrikan der Stufe 5. Das ist die höchste Stufe. So ein starker Hurrikan war noch nie so weit östlich und nördlich auf dem Atlantik unterwegs.

Langes Wochenende wird ziemlich wechselhaft

Das lange Wochenende wird eine ziemlich nasse Angelegenheit. Es wird immer wieder regnen und zeitweise auch windig sein. Den großen Sturm wird es aber nicht geben. Die Temperaturen erreichen am Tag der Deutschen Einheit 10 bis 14 Grad. Am frühen Morgen kann es stellenweise sogar Bodenfrost geben. Die Höchstwerte am Freitag liegen dann ebenfalls bei kühlen 9 bis 15 Grad.

Am Donnerstag scheint ab und zu die Sonne, im Tagesverlauf ziehen hier und da Schauer vorüber. Am Freitag gibt es einen Mix aus Sonne und Wolken. Hier und da schauert es. Am Samstag und am Sonntag geht das wechselhafte Wetter weiter. Besonders am Sonntag wird es durch neuen Regen ziemlich nass. Die Temperaturen ändern sich dabei kaum.

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