Enorme Wetterkontraste über Deutschland: "Regen und Sturmgefahr" versus "Sonne und Hitze"
Die Gegensätze beim Wetter verschärfen sich noch einmal: Einem kühlen und regnerischem Norden mit Sturmgefahr steht ein sonniger und heißer Süden gegenüber. Auch am Wochenende bleiben die Unterschiede bestehen.

Der September bleibt dem Muster des Sommers treu bzw. verschärft ihn sogar noch einmal. Einem wechselhaftem und eher kühlem Norden Deutschlands steht ein oft sonniger und heißer Süden und Südwesten gegenüber. Insbesondere am Freitag besteht dabei im Norden mit einem Randtief bei teilweise großen Regenmengen eine große Sturmgefahr!
Gleichzeitig wird der Süden des Landes bei Temperaturen über 30 Grad in der Sonne brutzeln. Hier wird man sich kaum vorstellen können, wie mehrere hundert Kilometer nordwärts das Wetter für Kapriolen sorgt. In einem breiten Streifen vom nördlichen Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen über Sachsen-Anhalt bis nach Berlin/Brandenburg dürfte am Freitag ein markantes Sturmfeld durchziehen.
Regen und Sturm im Norden, Hitze im Süden
Da die Bäume noch durchweg belaubt sind, drohen bei Sturmböen von 70 bis 90 km/h Äste abzubrechen oder auch einzelne Bäume umzustürzen. In diesem Bereich nicht in die Wälder gehen und unbedingt die aktuellen Warnungen vom Deutschen Wetterdienst (DWD) ernst nehmen. Der Höhepunkt des Sturms liegt am Freitag in den Nachmittagsstunden und schwächt sich zum Abend ab.
Morgen zieht ein Randtief bzw. eine Welle über den Norden hinweg. Neben kräftigem Regen frischt der Wind an der Südflanke der Welle stark auf. #Sturmböen von 70 bis örtlich um 90 km/h sind möglich.https://t.co/IbBU5FGkHd /LD pic.twitter.com/N35h17jQeL
— Kachelmannwetter (@Kachelmannwettr) September 3, 2026
Dazu wird es in der gesamten Nordhälfte immer wieder mal regnen, teilweise auch kräftiger mit regional durchaus ordentlichen Regenmengen. Weiter südlich gibt es über der Mitte Deutschlands einen Streifen von Rheinland-Pfalz über Hessen, Thüringen bis nach Sachsen, wo es erstmal mit etwas Sonne noch trocken, aber auch sehr windig ist. Hier kommt die Kaltfront des Randtiefs aus dem Norden erst am Freitagabend an.
Im Süden Deutschlands ist von alledem nicht viel zu spüren. Vom Saarland, über Bade-Württemberg bis nach Bayern scheint die Sonne am Freitag von einem fast wolkenlosem Himmel und es bleibt durchweg trocken. Dazu wird es für September noch einmal hochsommerlich heiß bei Werten von 29 bis 33 Grad.
Es zeichnet sich für den morgigen Freitag ein sehr nasser Streifen im Norden ab, in dem auch strichweise über 30 l/m² fallen können. Wo der ganz genau liegt, ist im Detail aber noch unsicher.https://t.co/hcSBrQJlVy /LD pic.twitter.com/2TevMLWXWW
— Kachelmannwetter (@Kachelmannwettr) September 3, 2026
In der Nordhälfte werden mit dem Regen und dem Sturm dagegen kaum 20 Grad erreicht, Richtung Nord- und Ostsee dürfte schon bei 18 Grad Schluss sein. Vor der Kaltfront werden in dem Streifen über der Mitte Deutschlands immerhin nochmal spätsommerliche Werte um 25 Grad erreicht.
Weiter kühler im Norden, sommerlich heiß am Oberrhein
In der Nacht zum Samstag zieht die Kaltfront dann auch in den Süden Deutschlands, schwächt sich dabei aber ab. Besonders nach Südwesten hin fällt kein oder nur wenig Regen, sonst kann es einzelne Schauer oder Gewitter geben. Hier bleibt es eine laue Nacht für September bei Tiefstwerten von 19 bis 16 Grad. Hinter der Kaltfront kühlt es in der Nordhälfte bei 12 bis 15 Grad deutlicher ab.
Am Wochenende bleiben die Nord-Südgegensätze beim Wetter bestehen: Der Samstag bringt im Norden kühles Schauerwetter bei 18 bis 21 Grad, in der Mitte und im Südwesten gibt es dagegen viel Sonnenschein, nur Richtung Alpen noch letzte Schauer bei 23 in Bayern und bis 27 Grad am Oberrhein. Der Sonntag wird vorübergehend mal in ganz Deutschland sehr sonnig und trocken. Die Temperaturgegensätze bleiben allerdings bestehen bei maximal 20 Grad im hohen Norden und bis zu 30 Grad im Südwesten am südlichen Oberrhein.