„50 bis 100 Liter!" – Unwetter-Freitag im Norden, während der Süden bei 32 Grad brutzelt

Der Sommer zeigt zwei Gesichter: Der Süden schwitzt bei bis zu 32 Grad, im Norden drohen Sturmböen und Regenmassen. Am Wochenende beruhigt sich alles – doch dann kommt der Absturz.

Deutschland erlebt in diesen Tagen einen echten Wetter-Zwiespalt. Im Süden lacht die Sonne, das Thermometer klettert am Freitag stellenweise auf 32 Grad – Hochsommer pur. Doch nur wenige hundert Kilometer weiter nördlich sieht die Welt völlig anders aus.

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Dort ziehen dichte Wolken auf, es schüttet und stürmt. Zwischen Nordsee und Ostsee kündigt sich ein turbulenter Freitag an, der es in sich hat. Kaum zu glauben, dass beide Wetterwelten am selben Tag in ein und demselben Land stattfinden.

Bis zu 100 Liter Regen – der Norden versinkt

Die Regenmengen, die auf Niedersachsen und Teile von Schleswig-Holstein zurollen, sind gewaltig. Je nach Wettermodell fallen allein am Freitag zwischen 50 und 100 Liter pro Quadratmeter – und das binnen weniger Stunden. Örtlich sind es rund 30 Liter in kürzester Zeit, was schnell für vollgelaufene Keller und überflutete Straßen sorgen kann.

Dem Norden drohen am Freitag starke Niederschläge, Gewitter mit Hagel und auch noch Sturmböen.
Dem Norden drohen am Freitag starke Niederschläge, Gewitter mit Hagel und auch noch Sturmböen.

Der Schwerpunkt dieser Regenmassen liegt klar im Norden und in der Mitte. Besonders die Küstenregionen und das Binnenland dahinter bekommen die volle Wucht der Tiefausläufer ab. Wer dort unterwegs ist, sollte sich auf Dauerregen und plötzliche Schauer einstellen.

Sturmböen bis 100 km/h und kräftige Gewitter

Doch es bleibt nicht beim Regen. Ein lebhafter West- bis Südwestwind peitscht übers Land, im Norden und im Bergland gibt es stürmische Böen von 50 bis 75 km/h. In exponierten Gipfellagen drohen sogar schwere Sturmböen bis 100 km/h.

Kommen dann noch Gewitter dazu, wird es richtig ungemütlich: Mit Hagel und schweren Sturmböen um 100 km/h ist zu rechnen. Autofahrer sollten mit umherfliegenden Ästen und schlechter Sicht rechnen, Ausflügler ihre Pläne im Norden lieber verschieben.

Der Süden feiert derweil den Sommer

Ganz anders die Lage südlich von Main und Mosel. Hier bleibt es heiter bis sonnig und knochentrocken. Die Temperaturen erreichen sommerliche 26 bis 32 Grad, dazu weht der Wind nur mäßig.

Die Wetterlage ist am Freitag im Norden sehr ruppig. Es kommt sogar zu Sturmböen und lokal zu schweren Sturmböen.
Die Wetterlage ist am Freitag im Norden sehr ruppig. Es kommt sogar zu Sturmböen und lokal zu schweren Sturmböen.

Wer also am Oberrhein oder in Bayern wohnt, kann den Freitag noch einmal im Freibad oder im Biergarten genießen. Ein Sommertag wie aus dem Bilderbuch, während anderswo die Feuerwehr im Dauereinsatz sein dürfte. Von den Turbulenzen im Norden ist hier praktisch nichts zu spüren.

Wochenende bringt Entspannung für fast alle

Zum Glück beruhigt sich die Lage am Wochenende spürbar. Der Regen zieht sich am Samstag bis zu den Alpen zurück und klingt am Abend ab, danach setzt sich verbreitet die Sonne durch. Endlich können auch die geplagten Norddeutschen wieder aufatmen und Sonne tanken.

Der Sonntag wird sogar der freundlichste Tag: viel Sonnenschein, kaum Wolken und Werte zwischen 19 Grad an den Küsten und bis zu 30 Grad am Oberrhein. Nur an der vorpommerschen Küste fallen anfangs noch letzte Schauer.

Nächste Woche droht der große Absturz

So schön das Wochenende auch wird – die Ruhe könnte trügerisch sein. Ab Montag ziehen von Westen wieder dichte Wolken auf, örtlich fällt Regen, und die Temperaturen rutschen nachts auf 8 bis 16 Grad ab.

Alles deutet darauf hin, dass es in der neuen Woche einen deutlichen Wetter-Absturz gibt. Genießen Sie also die letzten warmen Tage bis Sonntag – danach wird es spürbar ungemütlicher und herbstlicher.