Endlich: Donnerstag strahlt Bayern in Frühlingssonne – aber nur einen Tag: Danach drohen Wolken, Regen und Frostnächte

Der Frühling klopft an Bayerns Tür: Rund um die Tagundnachtgleiche bringt Hochdruck Lukas drei sonnige Tage nach München. Doch frostige Nächte erinnern daran, dass der Winter noch nicht ganz verschwunden ist. Was es für Bayern bedeutet, dass das Hoch sich am Wochenende verabschiedet erklärt hier im Artikel unsere Wetterexpertin.

Ein Tag vor der Tagundnachtgleiche zeigt sich der Himmel über München zunächst mild und sonnig: Am Donnerstag erreicht die Sonne ihr Maximum mit 12 Stunden, ein Vorgeschmack auf den Frühling.
Ein Tag vor der Tagundnachtgleiche zeigt sich der Himmel über München zunächst mild und sonnig: Am Donnerstag erreicht die Sonne ihr Maximum mit 12 Stunden, ein Vorgeschmack auf den Frühling.

Bayern wartet sehnlichst auf ein deutliches Zeichen des Frühlings. Nun spielt die Atmosphäre endlich mit.

Rund um die bevorstehende Tagundnachtgleiche stellt sich über Mitteleuropa eine stabile Wetterlage ein, die vielerorts für Sonnenschein und milde Temperaturen sorgt – auch in München.

Ein ausgedehntes Hochdruckgebiet erstreckt sich von Osteuropa bis nach Mitteleuropa und hält größere Regengebiete fern. Statt dichter Wolken dominieren freundliche Himmelsbilder mit viel Sonne und nur vereinzelten Quellwolken.

In München kämpft die Sonne am Mittwoch nur kurz um Aufmerksamkeit mit 5 Stunden, am Donnerstag erreicht sie ihren glanzvollen Höhepunkt von 12 Stunden, am Freitag lässt sie deutlich nach auf 7 Stunden, und schon am Samstag verschwindet sie nahezu vollständig hinter einem grauen Wolkenschleier.

Tagsüber steigen die Temperaturen auf 13 bis 16 Grad, entlang der Donau bis 15 Grad, in den Alpen bleibt es kühler (2000 m: 1–4 Grad, Zugspitze: -7 Grad).

Frostige Nächte und Reif

Trotz milden Tagen erinnert die Nacht weiterhin an den Winter. Bei klarem Himmel entweicht die Wärme schnell. Die Tiefstwerte liegen in der Nacht zum Donnerstag zwischen +2 und -3 Grad, in Alpentälern bis -5 Grad. Örtlich kann Glätte durch überfrierende Nässe entstehen, auf Wiesen und Autoscheiben bildet sich Reif, der im ersten Sonnenlicht glitzert. Südlich der Donau tritt lokal dichter Nebel auf, Sichtweiten fallen teilweise unter 150 m.

Frischer Ostwind

Zwischen dem stabilen Hoch über Mitteleuropa und einem Tief über dem Mittelmeer entsteht ein spürbarer Druckunterschied.

Ein frischer Ostwind weht besonders in den Alpen und im Alpenvorland. In Schwaben und westlichem Oberbayern treten Böen bis 60 km/h auf, in den Hochlagen der Alpen bis 70 km/h, auf Gipfeln vereinzelt 80 km/h. Der Wind verdrängt Nebel, hält die Luft klar und sorgt für ausgezeichnete Fernsicht.

Freitag – die Atmosphäre verändert sich

Am Freitag zeigt sich das Wetter wechselhafter. In der oberen Atmosphäre nähert sich ein schwacher Höhenkeil eines Trogsystems aus Norden. Die Luftschichtung wird instabil, wodurch sich feuchte Luft hebt, abkühlt und Wolken entstehen.

Gleichzeitig erreichen atmosphärische Störimpulse aus Höhentiefs über Osteuropa und dem Mittelmeer Bayern.

Diese Störungen schwächen die bisher stabile Hochdrucklage in der Höhe, während am Boden die milden Temperaturen zunächst erhalten bleiben.

In München reduziert sich die Sonnenscheindauer auf 7 Stunden, Höchstwerte liegen bei 10–15 Grad, in den Kammlagen um 8 Grad, auf der Zugspitze bei -6 Grad, auf dem Großen Arber bei 3 Grad. Vereinzelt treten kurze Schauer auf, besonders im Norden und Osten Bayerns. Der Wind weht weiterhin schwach bis mäßig aus Nordost.

Samstag – Wolken, Regen und kaum Sonne

Am Samstag verschiebt sich die Wolkendecke weiter, die Sonne erreicht praktisch null Stunden. Regional fällt leichter Regen. Maximalwerte in München und den Niederungen liegen zwischen 7 und 12 Grad, in den Kammlagen um 5 Grad. Minima nachts +2 bis -2 Grad, örtlich Glätte. Die Atmosphäre zeigt sich deutlich unruhiger, die Hochdruckbedingungen sind weitgehend aufgelöst.

Frühlingstag und Nacht in Balance

Der März zeigt sich klassisch: tagsüber mild und sonnig, nachts frostig. Kalte Nächte, Nebelfelder, frischer Ostwind und erste Wolkenfelder prägen die Übergangszeit.

Für die Bayern gilt: die frühlingshafte Witterung und die Sonnestrahlen am Donnerstag genießen und dann die frische bis milde Luft spüren, die darauf am Wochenende folgt – und den Moment bewusst erleben, wenn Winter und Frühling noch nebeneinander existieren.