"Das kennen wir sonst nur aus dem Sommer:" Wetterforscher warnt vor merkwürdiger März-Entwicklung

Regen kommt zurück, doch eines bleibt: ungewöhnliche März-Milde. Experten sprechen von einer seltsamen Wetterlage – und der Monat steuert weiter auf Rekordkurs zu.


Der März zeigt sich derzeit von einer Seite, die man sonst eher aus dem späten Frühling oder sogar aus dem Sommer kennt. Nach der ersten Woche deutet bereits vieles darauf hin, dass dieser Monat in den Top 5 der wärmsten Märzmonate seit Beginn der Messungen im Jahr 1881 landen könnte. Bereits in den vergangenen Tagen wurden zahlreiche neue Tages- und Dekadenrekorde aufgestellt.

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Auch wenn sich das Wetter in den kommenden Tagen etwas wechselhafter zeigt und stellenweise wieder mehr Regen fällt, ändert das nichts am grundlegenden Trend: Es bleibt ungewöhnlich mild – mild und noch einmal mild. Meteorologen sprechen inzwischen von einer bemerkenswerten Entwicklung, denn selbst für einen milden März liegen die Temperaturen deutlich über dem, was normalerweise zu erwarten wäre.

Saharastaub und milchiger Himmel

Am Sonntag zeigt sich der Himmel über Deutschland unterschiedlich. Im Norden und Nordosten ist es teilweise dichter bewölkt, besonders rund um die Ostsee können am Morgen vereinzelt ein paar Tropfen fallen. In der Osthälfte ziehen verbreitet hohe und mittelhohe Wolkenfelder durch, doch meist bleibt es trocken. Ganz anders im Süden und Westen: Hier scheint erneut häufig die Sonne.

Eine Wetterlage wie im Sommer: viel Wärme und sogar erste Gewitter.
Eine Wetterlage wie im Sommer: viel Wärme und sogar erste Gewitter.

Allerdings wirkt der Himmel durch Saharastaub oft milchig und leicht trüb. Die Temperaturen steigen auf 13 bis örtlich 20 Grad, nur direkt an der See bleibt es mit rund 10 Grad deutlich kühler. Der Wind weht meist schwach aus östlichen Richtungen. In der Nacht zum Montag lockern die Wolken vielerorts auf oder der Himmel ist klar. Gegen Morgen kann sich besonders im Süden stellenweise Nebel bilden. Die Tiefstwerte liegen zwischen 7 und 0 Grad, im Südosten örtlich sogar bei minus 3 Grad.

Freundlicher Wochenstart

Der Montag startet vielerorts freundlich und meist heiter. Erst am Nachmittag bilden sich im Südwesten mehr Quellwolken, besonders in den Mittelgebirgen sind vereinzelte Schauer nicht ausgeschlossen. Ansonsten bleibt es überwiegend trocken. Die Temperaturen steigen auf 15 bis 19 Grad, während an den Küsten erneut nur etwa 10 Grad erreicht werden.


Der Wind bleibt meist schwach, lediglich Richtung Lausitz kann er mäßig aus Südost wehen. In der Nacht zum Dienstag ist es zunächst häufig klar oder nur gering bewölkt. Im Verlauf der Nacht bildet sich jedoch gebietsweise wieder dichter Nebel. Die Temperaturen sinken auf 6 bis 0 Grad, vielerorts tritt erneut Bodenfrost auf.

Erste Schauer und Gewitter möglich

Am Dienstag lösen sich morgendliche Nebelfelder meist rasch auf. Danach zeigt sich der Himmel wolkig mit sonnigen Abschnitten. Direkt an der Küste bleibt es teilweise länger neblig oder hochnebelartig bedeckt. Im Westen und Südwesten entwickeln sich im Laufe des Nachmittags einzelne Schauer, vereinzelt sind sogar kurze Gewitter möglich. Die Höchstwerte liegen an der See bei etwa 10 Grad, im restlichen Land meist zwischen 13 und 18 Grad. Der Wind weht schwach bis mäßig aus Südwest, an der Küste etwas kräftiger. In der Nacht zum Mittwoch überwiegen vielerorts die Wolken, besonders im Norden. Trotzdem bleibt es meist trocken. Die Temperaturen gehen auf 7 bis 0 Grad zurück.

Sonne im Osten, Schauer im Westen

Zur Wochenmitte zeigt sich das Wetter erneut zweigeteilt. Im Süden und Osten scheint häufig länger die Sonne, während es sonst eher wolkig bleibt. Von Westen her können sich im Tagesverlauf einzelne Schauer oder kurze Gewitter entwickeln. Besonders im Osten und Südosten bleibt es bis zum Abend oft trocken.

Die Temperaturen erreichen 13 bis 18 Grad, an den Küsten etwa 10 Grad. Der Wind weht schwach bis mäßig aus Südost bis Südwest, an der Nordsee und in der Nähe von Schauern sind starke Böen möglich. In der Nacht zum Donnerstag fällt vor allem im Westen und Norden noch vereinzelt etwas Regen, während es anderswo häufiger auflockert. Die Tiefstwerte liegen zwischen 7 und 1 Grad, im Südosten örtlich mit leichtem Frost.

Mild bleibt das bestimmende Thema

Auch in der zweiten Wochenhälfte bleibt das Wetter insgesamt ungewöhnlich mild für Anfang März. Am Donnerstag wechseln sich Wolken und sonnige Abschnitte ab, besonders in der Mitte und im Süden können noch einzelne Schauer auftreten. Die Temperaturen erreichen weiterhin 13 bis 18 Grad, im Nordwesten etwas kühlere 9 bis 13 Grad. Am Freitag startet der Tag nach örtlichem Nebel oft sonnig, bevor im Westen und Norden dichtere Wolken aufziehen. Regen fällt zunächst nur vereinzelt.

Erst zum Wochenende hin wird es im Nordwesten häufiger nass, während der Osten und Südosten weiterhin zeitweise Sonne abbekommen. Die Höchstwerte liegen meist zwischen 12 und 17 Grad. Trotz der zunehmenden Schauer bleibt damit klar: Der März setzt seinen ungewöhnlich milden Kurs fort – eine Entwicklung, die eher an den Früh- oder sogar Hochsommer erinnert als an den meteorologischen Frühlingsbeginn.