„Da geht noch was" – Altweibersommer 2026 im Anmarsch: An diesem Tag kehrt die Wärme zurück

Erst grau, nass und kühl – doch dann die Wende: Nach Mitte September stehen die Chancen auf einen goldenen Altweibersommer gut. Ein Termin sticht besonders heraus.

Der meteorologische Herbst hat kaum begonnen, da hört man aus vielen Ecken schon die gleiche Klage: grau, nass, kühl – der Sommer sei nun endgültig vorbei. Wer die dicke Jacke jetzt aber schon ganz nach vorne in den Schrank hängt, könnte sich täuschen.

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In den kommenden Wochen deutet sich nämlich ein echter Sommer-Nachschlag an. Der Altweibersommer 2026 klopft an – und mit ihm die Hoffnung auf goldene Tage, blauen Himmel und noch einmal richtig milde Temperaturen. Die spannende Frage lautet nur: Wann genau geht es los?

Das steckt hinter dem Altweibersommer

Der Begriff klingt nach Folklore, ist aber ein echtes meteorologisches Phänomen. Fachleute sprechen von einer sogenannten Singularität – also einer Wetterlage, die statistisch immer wieder zur gleichen Zeit auftritt. Im Frühherbst schiebt sich dann häufig ein kräftiges Hochdruckgebiet über Mitteleuropa und sorgt für ruhiges, trockenes und mildes Wetter.

Typisch sind Tage mit über 20 Grad, dazu klare, empfindlich kühle Nächte und am Morgen zäher Nebel, der sich zur Mittagszeit auflöst. Der Zeitraum reicht meist von Mitte September bis Anfang Oktober. Ziehen dann noch feine Spinnfäden durch die Luft, ist das Bild perfekt.

Daher kommt der kuriose Name

Doch warum heißt diese schöne Zeit ausgerechnet Altweibersommer? Der Name hat gleich zwei Wurzeln. Zum einen erinnern die feinen, silbrig glänzenden Spinnweben, die im Herbst über Wiesen und Felder schweben, an die grauen Haarsträhnen älterer Frauen.

Was für ein herrlicher Altweibersommer: Dürfen wir damit auch Ende September 2026 in Deutschland rechnen?
Was für ein herrlicher Altweibersommer: Dürfen wir damit auch Ende September 2026 in Deutschland rechnen?

Zum anderen steckt das alte Wort „weiben" darin, das früher so viel wie weben bedeutete – passend zu den kunstvollen Fäden der Spinnen. Der Begriff sorgte sogar schon für Streit: Ende der 1980er-Jahre klagte eine Frau, das Wort sei diskriminierend – doch das Gericht wies die Klage ab. Im Englischen kennt man die Phase übrigens als „Indian Summer".

So unbeständig startet der September

So verlockend die Aussichten klingen – der Start in den September macht vielen erst einmal einen Strich durch die Rechnung. Tiefausläufer vom Atlantik und aus Skandinavien bestimmen das Bild, es bleibt wechselhaft, kühl und immer wieder nass. Vor allem im Norden zeigt sich der Himmel oft grau.

Auch für die zweite Septemberwoche rechnen die aktuellen Berechnungen noch nicht mit einer großen Wärmephase. Wer auf den ganz großen Knall wartet, braucht also kurz noch etwas Geduld. Die gute Nachricht: Es bleibt nicht so – die Modelle drehen bei.

Rund um diesen Tag kommt die Wärme zurück

Denn zur Monatsmitte verdichten sich die Signale für eine echte Wende. Ab etwa dem 18. September könnte sich ein stabiles Hoch durchsetzen und den ersehnten Altweibersommer einläuten. Dann sind wieder 23, 24, mancherorts sogar bis zu 26 Grad drin – deutlich mehr, als man Mitte September erwarten würde.

Die besten Karten hat dabei der Süden, auch pünktlich zum Oktoberfest in München. Der Norden bleibt etwas anfälliger für kühle und feuchte Störungen. Kurios: Selbst der berühmte 100-jährige Kalender deutet für diese Tage noch einmal auf warmes, freundliches Wetter hin.

Das Fazit zum Sommer-Nachschlag

Unterm Strich stehen die Chancen auf einen goldenen Altweibersommer gut – auch wenn bis Mitte September noch etwas Geduld gefragt ist. Wichtig zu wissen: Ganz in Stein gemeißelt ist die warme Phase noch nicht, denn kleine Verschiebungen in den Berechnungen sind bis dahin völlig normal.

Das europäische Wettermodell ECMWF rechnet mit einem "zu warmen" September 2026. Eine gute Ausgangslage für einen schönen Altweibersommer?
Das europäische Wettermodell ECMWF rechnet mit einem "zu warmen" September 2026. Eine gute Ausgangslage für einen schönen Altweibersommer?

Zeichnet sich das milde Hoch aber wie erhofft ab, dürfen sich vor allem Süden und Mitte auf spätsommerliche Tage freuen – mit Sonne satt, aber empfindlich kühlen Nächten. Genießen sollte man diese goldenen Tage dann in vollen Zügen. Denn zum Monatsende hin meldet sich mit großen Schritten der echte Herbst zurück.