Schon wieder: Neue brisante Gewitterlage in NRW zu Fronleichnam - Meteorologe warnt: "Sogar Tornados möglich"
Geht das schon wieder los: Nach den schweren Gewittern der vergangenen Tage droht in NRW neues Ungemach. Genau zu Fronleichnam droht die nächste brisante Gewitterlage und auch die Gefahr für einzelne Tornados ist erhöht.

Jetzt hat die Gewittersaison so richtig Fahrt aufgenommen: Nach den teils schweren Unwettern vom vergangenen Wochenende, gab es am Dienstag (02.06.) die nächste Gewitter-Runde für Nordrhein-Westfalen (NRW). Diese fiel zwar, wie erwartet, nicht ganz so wild aus wie noch am Wochenende, trotzdem fielen in einigen Regionen nochmals über 20 Liter Regen pro Quadratmeter (mm) in kurzer Zeit.
Gewitter vor den Toren der Stadt ️ #Köln pic.twitter.com/l3nauqpLLc
— Markus Köss (@wetterkoess) June 2, 2026
Spitzenreiter war am Dienstag die Station Neuenrade im Sauerland mit knapp 28 Litern (mm), gefolgt von Westerkappeln im äußersten Norden von NRW (südlich von Osnabrück) mit 26 mm Niederschlag. Typisch für Gewitterlagen waren auch diesmal wieder die großen regionalen Unterschiede, so blieb es zu Beispiel in Kleve am Niederrhein komplett trocken.
Low-CAPE-high-SHEAR
Wer jetzt auf einen sonnigen Tag an Fronleichnam gehofft hat, wird wohl enttäuscht werden. Denn genau zum Feiertag in NRW steht uns die nächste brisante Gewitterlage bevor. Diesmal besteht in kräftigen Gewittern neben Starkregen die Hauptgefahr durch kräftigen Sturm, dabei ist auch das Potential für Tornados erhöht.
Was macht die Lage am Donnerstag so brisant? Im Gegensatz zum vergangenen Wochenende ist aktuell nämlich keine hochsommerlich warme oder heiße und labile explosive Luftmasse über Deutschland vorhanden. Der Teufel steckt auch hier, wie so oft beim Wetter, mal wieder im Detail. Zwar gibt es auf der einen Seite keine große Gewitterenergie (CAPE), auf der anderen Seite aber eine sehr hohe Windscherung (plötzliche Änderung der Windgeschwindigkeit oder Windrichtung mit der Höhe), bei der sich Gewitter gut linien- oder bogenförmig organisieren können. Meteorologen sprechen dabei von einer sogenannten "Low-Cape-high-SHEAR"-Lage.
Bei schweren Gewittern besteht daher eine große Sturmgefahr. Durch die hohe Windscherung im Zusammenspiel mit einer niedrigen Wolkenuntergrenze besteht auch die Gefahr einzelner Tornados! Diese lassen sich allerdings erst sehr kurzfristig vorhersagen, in diesem Zusammenhang wieder der Hinweis, die aktuellen Unwetterwarnungen vom Deutschen Wetterdienst (DWD) unbedingt zu verfolgen.
Mit den Gewittern kann es morgen am Donnerstag lokal zu Sturmböen zwischen 75 und 100 km/h kommen. Hier sind die 24 stündigen Böen bis in die Nacht zum Freitag. Für Details in die Länder/Kreise. #Sturm#Gewitter
— Kachelmannwetter (@Kachelmannwettr) June 3, 2026
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So wird es in NRW am Donnerstag (Fronleichnam) meist stark bewölkt sein und es kommt im Tagesverlauf wiederholt zu Schauern und teils kräftigen Gewittern mit Starkregen, kleinem Hagel und schweren Sturmböen um 90 km/h. Vereinzelt sind auch orkanartige Böen über 100 km/h möglich mit der Gefahr von umstürzenden Bäumen! Wie schon erwähnt, ist auch das Potential für einen Tornado erhöht!
Wetterberuhigung zum Wochenende
Selbst abseits der Gewitter ist der Wind durchaus spürbar und weht mäßig bis stark aus Süd bis Südwest. Die Höchsttemperaturen liegen im Flachland bei 20 Grad, im Bergland um 15 Grad. Zum Abend und in der Nacht zum Freitag ziehen die Gewitter rasch ab und die Lage beruhigt sich. Am Freitag tagsüber bilden sich bei wechselnder Bewölkung im Tagesverlauf erneut einige Schauer, vereinzelt auch Gewitter, Unwettergefahr besteht allerdings nicht mehr. Die Höchstwerte liegen dazu bei 17 bis 20 Grad, im Bergland um 15 Grad.
Am Wochenende wird sich das Wetter zwar weiter beruhigen, aber der leicht wechselhafte Charakter bleibt noch bestehen. Bei wechselnder Bewölkung mit gelegentlichem Sonnenschein können besonders am Samstag örtliche Schauer oder Gewitter niedergehen. Es wird etwas wärmer bei Höchsttemperaturen von 20 bis 23 Grad im Flachland und um 17 Grad in den Bergen von Eifel und Sauerland.
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