daswetter.com

Saharastaub und Blutregen: Es geht schon wieder los!

Saharastaub und kein Ende. Binnen weniger Wochen berichten wir nun schon das fünfte oder sechste Mal über eine Sahara-Staubwolke, die Deutschland erreicht. Ist das noch "normal"? Wo und wann kann es Blutregen geben?

Saharastaub
Am Freitag und Samstag ist wieder Saharastaub über Deutschland. Der Himmel kann getrübt sein. Stellenweise gibt es Blutregen.

Schon wieder erreicht Saharastaub Deutschland. In diesem Jahr kommt es uns wirklich so vor, als sei das extrem oft der Fall. Allerdings kann es pro Jahr bis zu 50 solcher Sahara-Staubwolken geben. Oftmals bekommen wir davon aber gar nichts mit, weil die Konzentrationen so gering sind. Doch morgen haben wir wieder eine recht hohe Staubbelastung über Deutschlands. Das gilt besonders für die Mitte und den Süden des Landes. Daher kann der Staub auch wieder Einfluss auf unser Wetter haben. Wie geht das?

Saharasand sind ganz kleine Partikel. An diesen Partikeln kann sich die Feuchtigkeit der Atmosphäre anlagern. Das passiert immer und immer wieder und so entsteht langsam eine Wolke. Bei sehr viel Saharastaub in der Luft können sich rasch viele Wolken bilden und die Sonne hat es schwerer. Zudem ist es auch schon allein nur mit dem Sand in der Luft schon ziemlich trüb. Beim Sonnenauf- und untergang kann das dann richtig schön aussehen. Es geht besonders farbenfroh zur Sache, weil das Sonnenlicht gestreut und gebrochen wird.

Ist so viel Saharastaub noch normal?

Darüber redet derzeit die Experten. Einige sind der Meinung, dass uns Saharastaub immer häufiger besucht. Das liegt daran, dass es mehr und mehr Südwest- und Südwetterlagen gibt als früher. Damit kommen die Luftmassen immer wieder von der Sahara über die Iberische Halbinsel bis zu uns nach Deutschland gezogen. Wiederum andere Forscher sehen das nicht so und sagen, es sei eben nur Zufall, dass es in diesem Jahr besonders oft zu Saharastaub über Deutschland kommt.

Saub karte Uni Athen
Auf der Saharastaub-Karte der Uni Athen kann man sehen, dass uns am Freitag eine Portion Sand in Deutschland erreichen wird.

Durch starke Sand- und Staubstürme in der Wüste Sahara wird der Sand aufgewirbelt und dann zu uns nach Deutschland verfrachtet. Teilweise fällt er hier durch die Schwerkraft runter, häufig aber wird er mit Regen ausgewaschen. Das kann am Samstag im Süden der Fall sein. Dann gibt es Schauer und Gewitter. Experten sprechen dann auch von Blutregen. Die Regentropfen färben sich durch den Sand rötlich bis bräunlich.

Tanz in den Mai und 1. Mai eher durchwachsen

Freitag wird daher der Himmel hier und da im Westen und Süden trüb sein. Am Samstag und am Maifeiertag wird es ebenfalls durchwachsen sein. Besonders entlang des Mains und südlich davon gibt es im Tagesverlauf Schauer, aber auch Gewitter. Da mischen nämlich ein oder zwei Höhentiefs bei unserem Feiertagswetter mit. Die schieben sich in das Hoch Tim hinein.

Im Norden und Nordosten ist es meist weiter trocken, im Rest des Landes gibt es am Samstag dagegen Schauer und einzelne Gewitter. Es wird wie immer nicht jedem treffen, trotzdem sollte man beim Maiausflug besser auch mal die Regensachen einpacken. Sicher ist sicher. Es bleibt mit 15 bis 20 Grad frühlingshaft warm. Nächste Woche geht es freundlich und angenehm warm weiter.