Bis zu 42 Grad! Wetterforscher: "Jetzt steht fest, welcher Tag zum Hitze-Höhepunkt wird"

Jetzt steht fest, welcher Tag zum Hitze-Höhepunkt wird. Bis zum 2. August rollt eine Glutwelle heran – ein Modell rechnet sogar mit bis zu 42 Grad. So heiß wird's wirklich.

Jetzt ist es raus: Nach Tagen des großen Rätselratens in den Wetterkarten zeichnet sich ein Tag immer deutlicher ab – und der wird zum absoluten Hitze-Höhepunkt der kommenden Tage. Deutschland steuert auf eine echte Glutwelle zu.

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Im Fokus steht das kommende Wochenende rund um den Monatswechsel. Vor allem Sonntag, der 2. August, schiebt sich in den Rechnungen nach vorn – ein Tag, an dem das Thermometer regelrecht durchdrehen könnte.

An diesem Tag glüht Deutschland

Der Grund für die Extrem-Hitze sitzt im Süden Europas. Von dort pumpt ein kräftiges Hoch glühend heiße Wüstenluft Stück für Stück nach Norden – und ein Blockade-Hoch sorgt dafür, dass sie sich tagelang festsetzt, statt schnell wieder abzuziehen.

Die Spitzenwerte erreichen in der neuen Wetterwoche 40 Grad und mehr. Besonders heiß wird es im Südwesten.
Die Spitzenwerte erreichen in der neuen Wetterwoche 40 Grad und mehr. Besonders heiß wird es im Südwesten.

Genau das macht diese Lage so heikel: Es bleibt nicht bei einem kurzen Hitze-Kick. Die Glut staut sich auf, Tag für Tag ein bisschen mehr, bis der Sonntag den vorläufigen Gipfel markiert. In den heißesten Regionen sind dann 40 Grad und mehr drin.

Erst Gewitter-Gefahr, dann die Gluthitze

Der Wochenstart hält aber noch eine tückische Falle bereit. Montag und Dienstag ziehen örtlich kräftige Gewitter durch – und die treffen auf knochentrockene Böden. Das Problem: Der Regen prasselt auf die harte Erde wie auf Beton.

Statt zu versickern, läuft das Wasser einfach ab. Die Folge können ausgerechnet mitten in der Dürre lokale Sturzfluten und volllaufende Keller sein – ohne dass die Trockenheit auch nur ansatzweise beendet wäre. Und danach? Übernimmt die ganz große Hitze.

45 Grad – ist die Zahl noch drin?

Jetzt zur Frage, die alle bewegt: Sind die 45 Grad noch möglich? Die Antwort ist ein klares Jein. Das amerikanische GFS-Modell zieht in seinen heißesten Läufen tatsächlich bis zu 43, 44, örtlich sogar 45 Grad für den Westen und Südwesten in Betracht.

Aber Vorsicht: Genau dieses Modell überzeichnet bei Südwest-Hitze gern mal um mehrere Grad. Das europäische ECMWF und das deutsche ICON bleiben deutlich nüchterner bei 35 bis knapp 40 Grad. Realistisch ist damit vor allem eins: Die 40-Grad-Marke wackelt bedenklich – und der deutsche Allzeitrekord von 41,8 Grad steht wieder auf der Kippe.

Hier wird es am heißesten – und die Nächte sind das Problem

Zuerst voll erwischt wird der Süden und Westen: Rheinland-Pfalz, das Saarland, Hessen, Baden-Württemberg und Bayern liegen in der ersten Reihe. Klassische Glut-Ecken wie der Oberrhein und das Rhein-Main-Gebiet dürften die Spitzenwerte abräumen.

Im Verlauf greift die Hitze dann auch weiter nach Osten über, etwa Richtung Sachsen-Anhalt. Fast noch fieser als die Tage sind die Tropennächte: In den Städten sackt die Temperatur teils nicht mehr unter 20 Grad – Dauerstress für den Körper, an erholsamen Schlaf ist da kaum zu denken.

Das kommt jetzt auf uns zu

Unterm Strich steht der große Trend felsenfest: heiß, trocken, belastend – daran führt bis zum 2. August kein Weg vorbei. Ob am Ende „nur" 40 oder tatsächlich 45 Grad auf dem Thermometer stehen, entscheidet sich erst in den letzten Tagen davor.

Für Sie heißt das jetzt schon: viel trinken, die pralle Mittagssonne meiden und besonders auf Ältere, Kinder und Kreislaufempfindliche achten. Wer geglaubt hat, der Sommer hätte nach dem Juni-Wahnsinn genug, wird eines Besseren belehrt: Diese Hundstage könnten die heißesten Tage des ganzen Jahres 2026 werden.