Aufgepasst, BaWü: Endlich kommt Regen! Von Lörrach bis Freiburg heißt es jetzt: Regentonnen raus und Wasser auffangen!

BaWü, diesen Regen bloß nicht verschenken! Eine Regenfront tritt auf die Bremse und könnte Südbaden örtlich mehr als 30 Liter pro Quadratmeter bringen. Wo sich das Wassersammeln besonders lohnen dürfte – und wie lange die Sonne Pause macht -alles hier im Artikel!

Regentonnen raus, BaWü! Bis zum Ende des Wochenendes berechnet das Modell für Freiburg rund 36 Liter Regen pro Quadratmeter, für Stuttgart knapp 32 Liter. Eine Aussicht, bei der sich Wasserauffangen lohnt!
Regentonnen raus, BaWü! Bis zum Ende des Wochenendes berechnet das Modell für Freiburg rund 36 Liter Regen pro Quadratmeter, für Stuttgart knapp 32 Liter. Eine Aussicht, bei der sich Wasserauffangen lohnt!

Gestern noch über 23 Grad und vielerorts stundenlang Sonneschein und dann ausgerechnet am Wochenende dichte Wolken, aber auch endlich Regen im Südwesten, denn auch dort sthet ein Wetterwechsel bevor. Und das heißt Vorbereitung: Von Lörrach bis Freiburg lohnt es sich jetzt, die Regentonnen zum Wasserauffangen rauszustellen. Denn die heranziehende Kaltfront kommt über Süddeutschland ins Stocken. Der Regen war in den letzten Monaten extrem rar, deshalb gilt es jetzt keinen wertvollen Tropfen zu verschenken.

Gestern Wärme und Sonne – aber längst nicht überall

Am Donnerstag erreichten die Temperaturen örtlich 23,3 Grad. Besonders im Westen und Südwesten ging es verbreitet über die 20-Grad-Marke. Dazu passte die Sonnenbilanz: Im Raum Freiburg kamen rund 8,6 Sonnenstunden zusammen, an einzelnen Stationen im Südwesten sogar knapp zehn.

Deutschlandweit war der freundliche Herbsttag allerdings ungleich verteilt. Während manche Regionen fast den ganzen Tag Sonne abbekamen, mussten sich Teile des Nordostens mit etwa eineinhalb bis zweieinhalb Stunden begnügen.

Heute noch einmal bis 24 Grad

Heute legt die Wärme im Südwesten örtlich noch etwas zu. In Südbaden sind bis zu 24 Grad möglich. Voraussetzung ist, dass sich Nebel und Hochnebel rechtzeitig auflösen. Wo die graue Decke liegen bleibt, fällt der Tag erheblich kühler aus.

Von Nordwesten kündigt sich unterdessen die Umstellung an. Die Wolken werden dichter, später beginnt es gebietsweise zu regnen. Tief IRMA schickt seine Kaltfront nach Deutschland. Dahinter rückt Hoch GERHARD vom Atlantik nach. Der Wind dreht auf nördliche Richtungen und führt kühlere Luft heran. An den Küsten kommen kräftige Böen dazu.

Jetzt dreht die Strömung auf Nordost! Ein kräftiges Hoch über Großbritannien lenkt am Samstag kühlere Luft nach Deutschland. Im Süden stockt die Front – für BaWü steigen damit die Chancen auf länger anhaltenden Regen.
Jetzt dreht die Strömung auf Nordost! Ein kräftiges Hoch über Großbritannien lenkt am Samstag kühlere Luft nach Deutschland. Im Süden stockt die Front – für BaWü steigen damit die Chancen auf länger anhaltenden Regen.

Samstag: Die Sonne macht im Süden Pause

Am Samstag ist von der Wärme vielerorts wenig übrig. Die Höchstwerte liegen meist zwischen 10 und 16 Grad. Regional bedeutet das einen markanten Rückgang um sechs bis acht Grad gegenüber dem heutigen Freitag.

Über Süddeutschland breiten sich dichte Wolken und Regen aus. Die Sonnenprognose zeigt für weite Teile Baden-Württembergs kaum nennenswerte Sonnenstunden. Im Nordwesten dagegen sieht es wesentlicher freundlicher aus: Dort sind zwischen einzelnen Schauern längere Auflockerungen möglich.

Die Front zieht allerdings nicht einfach durch. Sie wird über dem Süden ausgebremst und kann in der Nacht zum Sonntag sogar wieder etwas nach Nordwesten zurückkommen. Damit bleibt der Regen regional länger über denselben Gebieten.

Von Lörrach bis Freiburg: Jetzt lohnt sich das Wasserauffangen

Besonders in Südbaden und am Südschwarzwald könnte einiges zusammenkommen. Örtlich sind bis Sonntagmorgen mehr als 30 Liter Regen pro Quadratmeter innerhalb von 24 Stunden möglich. Auch die Schwäbische Alb gehört zu den Gebieten, die für länger anhaltenden Regen infrage kommen.

Für Gärten ist das eine Gelegenheit, Regenwasser aufzufangen. Zwischen Lörrach und Freiburg sollten Regentonnen deshalb rechtzeitig bereitstehen und an den Dachablauf angeschlossen sein. Erst die angeschlossene Dachfläche sorgt dafür, dass sich größere Wassermengen sammeln.

Wie ergiebig der Regen tatsächlich wird, ist noch nicht sicher. Einzelne Berechnungen zeigen deutlich höhere Mengen, werden darin aber von anderen Modellen bislang nicht ausreichend unterstützt. Auch der genaue Regenschwerpunkt kann sich noch verschieben.

Sonntag bleibt es im Südwesten grau

Am Sonntag halten sich im Westen und Südwesten viele Wolken, zeitweise fällt weiterer Regen. Die Sonnenchancen bleiben gering. Meist werden deutschlandweit 7 bis 13 Grad erreicht, im Südosten örtlich bis 16 Grad.

Zum Montag steigen vielerorts die Chancen auf Sonnenschein wieder. Im Westen und Südwesten können sich Wolken und letzte Regenfälle allerdings noch länger halten. Die Temperaturen erholen sich auf 12 bis 17 Grad, am Alpenrand sind örtlich 19 Grad möglich.