42°C im Schatten: Neue große Hitzewelle erreicht Europa!

Der Hochsommer beendet seine Pause. Ab nächster Woche steht die zweite Hitzewelle des Jahres an. Es wird wieder extrem heiß. In Europa sind bis zu 42 Grad möglich.

Johannes Habermehl Johannes Habermehl 20 Juli 2019 - 04:00 UTC
Neue Hitzewelle
Die Sahara-Hitze erreicht wieder Mitteleuropa. Nächste Woche wird es wieder brütend heiß.

Die Sahara-Hitze kommt wieder. Nach ein paar eher ruhigen Sommerwochen ist es nun wieder so weit: In der neuen Woche kommt ein neuer Schub heißer Luft zu uns nach Deutschland. Der Sommer ist aus seiner Pause zurück. Seit der vergangenen Hitze Ende Juni ist es nicht mehr wirklich sehr heiß geworden. Das wird sich nun aber wieder ändern. Man könnte fast denken, dass der Sommer Urlaub gemacht hat und nun wieder da ist, mit voller Kraft.

Die meteorologische Konstellation ist ähnlich wie im Juni. Wieder kommen die Luftmassen aus Nordafrika, aus der Region der Sahara. Daher ist auch wieder Staub und Sand aus der Sahara zu erwarten. Die Luftmassen erreichen zunächst Spanien oder besser gesagt: Sie sind dort schon angekommen. Dann geht es weiter über Frankreich bis nach Großbritannien und eben auch nach Deutschland. Dabei muss man aufpassen, denn heute ist noch nicht klar in welche Richtung die heiße Luft exakt strömt. Das war schon Ende Juni anfangs nicht klar. Eher Richtung Nordfrankreich, Großbritannien und Westdeutschland oder rauscht die heiße Luft etwas weiter östlich und trifft Deutschland voll? Das muss man noch abwarten.

Hitze könnte unter Umständen heftiger als Ende Juni werden

Die Hitze hat erneut Potenzial richtig ungewöhnlich zu werden und ungewöhnlich wird es immer dann, wenn wir uns in der Nähe von Rekorden bewegen. Der bisherige Rekord für dieses Jahr lag bei 39,6 Grad. Der höchste überhaupt jemals gemessene Wert liegt in Deutschland bei 40,3 Grad und das war im Jahr 2015 in Kitzingen gemessen worden. Bei der aktuellen Hitzewelle rechnen die Wettermodell mit 35 bis 38 Grad. Allerdings gibt es auch einzelne Berechnungen, wie das vom Deutschen Wetterdienst, die bis zu 40 oder gar 41 Grad sehen. Aber das war vor der ersten Hitzewelle Ende Juni auch so gewesen.


Letztlich wurde es dann doch nicht ganz so extrem. Man muss einfach abwarten. Es kommt auf die exakte Zugbahn an. Ein paar hundert Kilometer Änderung kann schon eine große Auswirkung haben. Recht wahrscheinlich ist jedoch schon heute, dass Frankreich von der Hitze voll getroffen wird. Selbst in und um Paris sind über Tage hinweg Spitzenwerte um 40 Grad zu erwarten. Das ist eine wirklich gefährliche Hitze. Das gilt besonders für ältere und kranke Menschen. Im Hitzesommer 2003 sind in Frankreich tausende Menschen an der extremen Hitze bzw. deren Auswirkungen gestorben.

Hundstage sind die heißeste Zeit des Jahres

Die heißesten Tage des Jahres haben übrigens auch einen Namen. Sie liegen typischerweise Ende Juli und Anfang August. Diese Phase wird im Volksmund als Hundstage bezeichnet. Nun könnte man meinen, der Name kommt daher, dass die Hunde wegen der Hitze so leiden. So ist es aber nicht. Es geht zurück auf das Sternbild des großen Hund. Das erscheint in diesen Tagen am Himmel. Damals hat man bereits festgestellt oder man glaubte festzustellen, dass es immer um diesen Zeitraum herum die heißesten Tage des Jahres gibt.

So wurde der Begriff Hundstage geprägt und so ist dieser entstanden. Im Volksmund ist dieser Begriff bis heute weiter verbreitet, zumindest bei den älteren Generationen. Wie lange die heißen Tage andauern werden ist allerdings noch völlig offen. Das müssen wir abwarten. Wahrscheinlich können wir morgen oder am Montag dazu genaueres sagen.

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