Schlimmer als die Wasserpest: Was steckt hinter der neuen invasiven Pflanze im Baldeney-See in Essen?
Der Baldeney-See ist nicht nur für Menschen aus dem Ruhrgebiet ein beliebtes Ausflugsziel. Mittlerweile ist der größte Ruhrstausee weltweit bekannt. Besonders bei Wassersportlerinnen und Sportler ist er hoch im Kurs.

Jetzt sorgt eine neue invasive Pflanze für massive Behinderungen. Der Baldeneysee hat Einiges zu bieten und ist Standort von Ruderclubs, Segel- und Surfschulen. Oftmals trainieren hier deutsche und internationale Athletinnen und Athleten der Weltklasse.
Der Baldeney-See ist ein beliebtes Ausflugsziel
Zudem lockt der Baldeney-Steig auf einer Strecke von über 26 Kilometer begeisterte Wanderfreunde. Auch der Ruhrtalradweg führt an dem See vorbei und garantiert großartige Ausblicke.
Für Sportlerinnen und Sportler im Wasser gibt es nun eine neue anhängliche Pflanze. Das sogenannte Laichkraut stört besonders Kanuten und Segler, die über den See gleiten. Es verhängt sich fast überall.

Für Leistungssportlerinnen und Sportler im Kanu- und Rudersport ist es mehr als ärgerlich.
Leistungsportler und Sportlerinnen werden massiv eingeschränkt
Das Laichkraut bremst nicht nur die Sportlerinnen und Sportler aus, sondern kann zu einer echten Gefahr werden. Das Laichkraut ist bedauerlicherweise sehr biegsam und wendig. So kann es problematisch werden, wenn man sich in dem Kraut hochgradig verheddert.
Momentan ist das Mähboot pausenlos im Einsatz. Der Ruhrverband versucht der Ausbreitung entgegenzuwirken. Die biegsamen Eigenschaften des Laichkrauts machen sich nur auch dort bemerkbar.
Auch die Interessengemeinschaft Baldeneysee und die Stadt Essen arbeiten auf Hochtouren, um die wichtigste Wassersportstätte Nordrhein-Westfalens wieder sauber zu bekommen. Das Laichkraut ist im Gegensatz zu der Elodea-Pflanze (Wasserpest) ein heimisches Kraut.
Der Klimawandel begünstigt das Wachstum des Krautes
Höchstwahrscheinlich bietet hier die Klimaerwärmung und die neuen Wetterextreme eine Erklärung zu der neuen Besiedelung im Baldeney See.
So stellt das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen fest, dass durch wärmere Bedingungen invasive Pflanzen bessere Wachstums- und Etablierungschancen erhalten.
Bis Ende Juni muss eine Lösung gefunden werden
Die Ökosysteme werden durch die Klimaveränderungen nachhaltig beeinflusst.
Darüber hinaus wird betont, dass bei funktionierenden Systemen auch die Wasserverschmutzung sowie die Nutzung durch Menschen einen großen Anteil zur Ausbreitung solcher Pflanzen beitragen.
Quellenhinweise
Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen. (2026). Klimawandel begünstigt Ausbreitung invasiver Arten. Naturschutz.
Stadt Essen. (2026). Baldeneysee. Aktiv im Grünen. Grünes Essen. Das ist Essen.
WDR.de (2026). Neue Wucherpflanze bremst Wassersportler aus. Baldeneysee. Essen. Mein NRW.