Knackiger Dezember: Diese Gemüsesorten sind jetzt frisch aus heimischem Anbau zu haben

Der Sommer ist auch in der Küche vorbei. Tomaten und Paprika haben als Vitaminlieferanten Winterpause. Dafür gibt es reichlich saisonale Alternativen aus heimischem Anbau. Vor allem Kohlgemüse punktet.

Gesundes Wintergemüse: Kohl gibt's jetzt erntefrisch zu kaufen. Foto: Adobe Stock
Gesundes Wintergemüse: Kohl gibt's jetzt erntefrisch zu kaufen. Foto: Adobe Stock

Auch, wer Spaghetti mit frischen Tomaten mehr liebt als jede andere schnelle Essenslösung, sollte sich in den kommenden Wochen und Monaten nach Alternativen umschauen.

Tomaten mit vielen Flugmeilen

Denn was im Winter an Tomaten zu kaufen ist, hat entweder eine lange Reise hinter sich und ist somit weder taufrisch noch nachhaltig. Oder aber es stammt aus beheizten Gewächshäusern und ist damit nicht nur wenig umweltschonend erzeugt, sondern auch kaum geeignet, intensive Geschmackserlebnisse zu beflügeln.


Ähnliches gilt für die Sommerhits Gurke und Paprika. Sie sind in Supermärkten zwar ebenfalls ganzjährig verfügbar, dürfen jetzt aber in die Winterpause.

Hauptsache, Kohl

Tatsächlich gibt es auch im Winter eine große Auswahl heimischer Gemüsesorten. Alles, was mit Kohl zu tun hat, ist jetzt frisch: Von Rosenkohl, der im Ofen, mit Parmesan oder knackig in der Pfanne zubereitet auch für Kinder jeden Schrecken verliert, über die Klassiker Rotkohl, Spitzkohl und Grünkohl bis hin zu Wirsing und Chinakohl reicht das Angebot.

Zudem stehen diverse Wurzel- und Knollengemüse aus der Erde oder aus Lagerung zur Verfügung: Pastinake, Schwarzwurzel, Rote Beete, Möhren, Kohlrabi und Kartoffeln bilden nicht ohne Grund die Grundlage der traditionellen wie der zeitgenössischen Winterküche. Auch Chicorée, Feldsalat, Rettich und Winterlauch - besonders schmackhaft nach dem ersten Frost - sind jetzt frisch zu bekommen.

Grünkohl ist ein Superfood

Gesund sind die winterlichen Gemüse außerdem. Grünkohl gilt aufgrund seines hohen Gehalts an den Vitaminen A, C, E und K sowie wegen seiner Mineral- und Ballaststoffe als echtes Superfood und eignet sich daher auch für den flüssigen Konsum - als Smoothie.

Grünkohl passt als Beilage zu Pasta, Fleisch- oder zu Reisgerichten, überzeugt aber auch in Aufläufen, als Salat oder im Pesto. Sein hoher Eiweißgehalt macht ihn für vegetarisch oder vegan lebende Menschen besonders interessant.

Nach schonendem Garen vitaminreicher als zuvor

Auch Verwandte wie der Rotkohl besitzen reichlich Vitamine. Zwar eignet Rotkohl sich auch hervorragend für die rohe Verarbeitung in farbenfrohen Salaten. Doch anders als bei anderen Gemüsen verringert sich das wichtige Vitamin C im Kohl auch während des Garungsprozesses nicht.

Im Gegenteil: Das Vitamin ist hier in zwei Substanzen gebunden, die sich beim Erhitzen aufspalten und dabei Ascorbinsäure freisetzen. Der Effekt: Kohlgemüse hat nach der Zubereitung mehr Vitamin C als vorher.

Wichtig ist, den Kohl nicht zu Tode zu garen, denn sonst enden seine Vitamine im Kochwasser.

Das vielseitige Wintergemüse hält aber nicht nur Garprozesse gut aus, es lässt sich auch lange aufbewahren. Kohlköpfe können kühl und dunkel gelagert mehrere Wochen überstehen - und das fast ohne Verlust von Nährstoffen.