Garten-Tipp bei Hitze: Wie Sie mit einem Glas den Wasserbedarf Ihres Rasens messen
Die anhaltende Hitze und die Trockenheit machen dem eigenen Rasen im Garten ordentlich zu schaffen. Lokale Bewässerungsverbote sorgen ebenfalls für zunehmenden Dürrestress. Die gute Nachricht ist, dass sich der Rasen schnell wieder erholen kann.

In manchen Gebieten gibt es tatsächlich noch keine Bewässerungseinschränkungen, sodass hier die oder der eine täglich versucht mit dem eigenen Trinkwasser den Rasen im Garten fit zu halten. Jedoch ist das tägliche Gießen bei Hitze und Trockenheit nicht so förderlich.
Der Rasen sollte nicht täglich bewässert werden
Es ist ratsam, sich ein neues Bewässerungsritual anzugewöhnen. Gartenexperte Elmar Mai empfiehlt eine gründliche Bewässerung nur zwei- bis maximal dreimal in der Woche. Wenig Bewässerung und dafür täglich können bei der Dürre nicht viel ausrichten. Das Wasser kommt nicht an die Wurzeln heran.
Eine ausreichende Menge zwei Mal pro Woche ist effektiver
Mit einem leeren Marmeladenglas lässt sich bequem feststellen, wie viel Wasser der Rasen wirklich benötigt.
Ein handelsübliches Glas hat etwa ein Fassungsvermögen von 200 Milliliter und wird inmitten der Wiese platziert. Elmar Mai erläutert, dass es ausreicht, wenn der Rasensprenger dieses Glas zur Hälfte gefüllt hat. Nicht zuletzt ist ausschlaggebend, wann der Rasen gewässert wird.
Die beste Zeit ist in den frühen Morgenstunden
So ist es in Gebieten mit Wasserknappheit meistens schon geregelt, dass nur in den Abend- oder Morgenstunden gegossen werden darf.

Hier sind die Expertinnen und Experten derselben Meinung. Ideal ist eine Bewässerung des eigenen Rasens am frühen Morgen. Am Abend kann ebenso gegossen werden, wenn die Nächte nicht merkbar abkühlen. Bei eher kühlen Nächten ist das Gießen am Morgen der beste Zeitpunkt.
Nach der Dürre kommt der Rasen wieder
Darüber hinaus ist es mittlerweile eine Form der eigenen Einstellung und des eigenen Geldbeutels.
Aus wissenschaftlicher Sicht benötigt der Rasen keine Bewässerung im Sommer. Der Rasen kommt von selbst wieder, sobald die Dürre nachlässt und es wieder regelmäßig regnet. Mit ein wenig Dünger kann dann der frisch gewachsene Rasen auch den Winter gut überstehen.
Der Rasen kann resilienter werden
So ist vielleicht der braune Rasen einfach kein schöner Anblick, doch dringend auf Wasser angewiesen, ist der Rasen tatsächlich nicht.
Resilienter und widerstandsfähiger wird der eigene Rasen beispielsweise, wenn er nicht kurz gemäht wird. Eine Länge von 8 Zentimetern hilft dem Rasen selbst Feuchtigkeit zu speichern.
Artikelreferenz
stern.de. (2026). Saftig grüner Rasen trotz Hitze – dank des Marmeladenglas-Tricks.