Feigenbaum jetzt im Herbst schneiden? Warum Sie damit lieber noch warten sollten
Der Feigenbaum wird auch bei uns immer beliebter. Die wärmeren Jahreszeiten und neue Züchtungen machen es möglich, dass wir in Deutschland Feigenbäume im Garten oder auf der Terrasse überwintern lassen können.

Die Feigensorten variieren jedoch stark. Beim Kauf eines Baumes sollte unbedingt auf eine Sorte geachtet werden, die auch den deutschen Winter gut abhaben kann.
Winterharte Feigenbäume können starken Frost aushalten
Beispielsweise kann die Sorte „Violetta“ sogar bis zu minus 15 Grad Celsius aushalten. Anderenfalls kann der Feigenbaum auch in einem Innenraum den Winter verbringen, der nicht zu warm ist.
Ursprünglich kommen die Feigen aus dem Süden und sind in der Türkei, Italien, Frankreich oder Spanien heimisch. Dort wachsen sie in großen Gärten und in der freien Natur. Ihre Früchte werden häufig getrocknet oder zu Fruchtaufstrich verarbeitet. Die Exporte der Produkte reichen bis auf die andere Halbkugel.
Die Frucht des Südens ist beliebter denn je
Auch in Deutschland tragen die Feigenbäume mittlerweile Früchte. Die frischen Früchte sind besonders gesund und enthalten viele Vitamine.

Anders als viele einheimischen Bäume, ist ein Rückschnitt im Herbst nicht zu empfehlen. Die Feige sollte an einen sicheren und wettergeschützten Ort gebracht werden. Wenn die Feige in einem Kübel oder einem großen Topf wächst, ist es ratsam diesen mit Vlies oder Jute vor der Kälte zu schützen.
Ein Rückschnitt im Frühjahr reicht aus
Erst im Frühjahr, wenn das Wetter wieder wärmer wird und die Sonne den ersten Frost vertreibt, ist an einen Rückschnitt der Feige zu denken.
Zunächst sollte man abgestorbene Äste entfernen, die den Winter nicht überlebt haben. Durch leichtes „Ankratzen“ der Rinde können wir feststellen, ob das Holz noch lebendig ist. Als zweiten Schritt sollten alle Äste entfernt werden, die sich nach innen richten. Durch den Rückschnitt wollen wir Licht ins Kroneninnere bringen.
Feigenbäume brauchen vor allem Licht und Sonne
So wird der Ertrag von möglichst vielen Feigen gefördert. Im dritten und letzten Schritt können ebenfalls ein paar Außen- und Seitentriebe entfernt werden. Teilweise wachsen die Äste auch außen dicht nebeneinander. So kann es Sinn machen, auch dort ein wenig einzukürzen, sodass mehr Licht ins Bauminnere kommt.
Bei jungen Bäumen sollten wir die ersten drei bis vier Jahren keinen Rückschnitt wagen. Junge Bäume können dadurch geschwächt werden und mit Krankheiten reagieren.
Artikelreferenz
mein-schoener-Garten.de. (2026). Feigenbaum: Wann sollte man ihn schneiden?.