Erste Hilfe für den Garten: Mit diesen Schritten wird ein verbrannter Rasen wieder grün
Die Temperaturen und die anhaltende Trockenheit macht es dem Rasen deutlich schwerer als sonst. Er kann ohne Feuchtigkeit nicht gut nachwachsen. Beruhigend zu wissen ist schon mal, dass gelber oder verbrannter Rasen immer wiederkommen kann.

Die Wurzeln des Rasens sind immer noch da und der Rasen wird in der Regel auch wieder von selbst grün.
Rasenmischungen überleben Trockenperioden recht gut
Der Rasenexperte Dr. Harald Nonn analysierte bereits 2008 wie verschiedene Rasenzusammensetzungen mit Trockenheit umgehen können. Damals nahm er sieben unterschiedliche Mischungen und ließ sie immer trockener werden. Alle Arten hatten nach circa 30 bis 35 Tagen die volle Trockenheit erreicht.
Sobald es wieder regnet, beginnt der Rasen sich zu verfärben
Es waren keinerlei grüne Anzeichen mehr erkennbar und Nonn begann damit, die Proben ein wenig zu beregnen.

Dabei fiel schnell auf, dass die Rasenmischungen mit einem hohen Anteil an den sogenannten Schwingel Arten wie Festuca ovina und Festuca arundinacea mit einem großen Abstand schneller erholten als alle anderen Zusammensetzungen.
Innerhalb von 2-3 Wochen bildeten sich bei diesen Proben um die 30 Prozent neuer Rasen beziehungsweise grüne Anteile. Ein wenig Wasser bewirkt bereits eine deutliche Veränderung und haucht dem Rasen neues Grün ein.
Michungen mit Schwingel-Arten sind Dürre resistent
In Zukunft ergibt es definitiv Sinn, auf diese Rasenmischungen beim Nachsäen oder Einsäen Wert zu legen. Durch den Klimawandel werden die Böden grundsätzlich mehr gestresst und langen Trockenperioden ausgesetzt. Ein Umstieg auf artenreichere Bepflanzungen ist ebenfalls ratsam. Blumenwiesen oder Wildblumenmischungen sind nicht nur gut für die Artienvielfalt, sondern helfen dem Gartenboden langfristig.
Weitere Pflege, sobald es wieder regnet und der Rasen grüner wird, ist ebenfalls wichtig. Der Trockenstress laugt den Rasen aus. Hier ist es empfehlenswert, ihn mit Düngemittel zu versorgen. Der Rasen benötigt genug Kalium und Stickstoff. So kann der Rasen gekräftigt in die Wintersaison starten.
Düngemittel helfen dem Rasen wieder stark zu werden
Nachdem Düngen sollte der Rasen auch nach Möglichkeit vertikutiert werden. Durch das Vertikutieren kann die Bildung von Rasenfilz verhindert werden und es wird für mehr Austausch gesorgt.
Denn Rasenfilz stört den Luftaustausch sowie die Düngerzufuhr und Wasseraufnahmefähigkeit der Graswurzeln.
Die Wurzeln verflachen und so können sich Krankheiten oder Unkraut problemlos vermehren. Besonders gefährdet sind Rasenflächen, die viel Staunässe oder in der Regel nur wenig Sonneneinstrahlung haben.
Artikelreferenz
MeinschönerGarten.de. (2026). So können Sie Ihren verbrannten Rasen retten!.
NDR.de. (2026). Rasen richtig vertikutieren.